19/20 ZWEIUNDDREISSIGSTER JAHRESBERICHT
Herausgeber: Verein der Freundinnen und Freunde der HAK/HAS Steyr Leopold-Werndl-Straße 7 4400 Steyr Redaktion und Anzeigen: Ute Wiesmayr Korrektorat: Eva Niederkrottenthaller Layout: Julia Lesslhumer Manuela Obermayr Titelbild: Mathias Spanring Klassen- und Lehrerfotos: GMR Foto Profi portrait GmbH Druck: Druckerei Haider Manuel e. U. 2 Impressum
jahresbericht 2019/20 inhaltsverzeichnis Impressum 2 Schulchronik 4 Vorwort der Direktion 5 Verwaltung 6 Pensionierungen 8-12 Abschied Obermayr 13 Nachruf Kargl 14 Nachruf Kargl/Pension Kührer 15 Lebensraum Schule Covid-19 16 Covid-19 17 Corona-Maturanten 18 Corona 2AS 19 Preise und Auszeichnungen 20 Debattierclub 21 Politik aus der Nähe 22 Christkindl 1ABS 23 Businessweek 2AS 24 Businessweek 3AS 25 INDABA 3EK 26 Schüler gestalten Wandel 27 HAKB 28 HAKB 29 Praxis & Karriere Tag der Logistik 30 Börsespiel 31 Sprungbrett 32 Maco bei dm 33 Tag der Wirtschaft 34 Gewinnmesse 35 Global Negotiations 36 Business Week 37 Laborratten 38 Finanzamt 3DK 39 JKU 4DK 40 Kultur Wien 3AS 41 Graffi ti Workshop 1EK 42 SMART Exkursion Wien 43 SMART Fotos 44 Bücher machen SMART 45 Wien 2AK 46 Fremdsprachen Sag‘s multi 47 Sprachreise Frankreich 48 Sprachreise Italien 49 Sprachreise Spanien 50 Fremdsprachenwettbewerb 51 Patisseriewettbewerb 52 Bewegte Schule LM Volleyball 53 Tag der Bewegung 54 IT Run 55 Drink4fi t 56 Vital4brain 57 Sport + 58 Tablet+ 59 Klassenfotos Handelsakademie 1AK 60 1BK 61 1CK 62 1DK 63 1EK 64 2AK 65 2BK 66 2CK 67 2DK 68 2EK 69 3AK 70 3CK 71 3DK 72 3EK 73 4AK 74 4BK 75 4CK 76 4DK 77 4EK 78 5ACK 79 5DK 80 5EK 81 Handelsschule 1AS 82 1BS 83 2AS 84 3AS 85 Abendschule 1/2A 86 3/4A 87 5/6A 88 7/8A 89 LehrerInnenfotos 90-95 Inserate Inhalt 3
vorwort der direktorin 32. jahresbericht der hak steyr Liebe Schulgemeinschaft! Das abgelaufene Schuljahr hat uns vor Herausforderungen gestellt, die wir nie für möglich gehalten hätten: zehn Wochen, von Mitte März bis Ende Mai, war das Schulgebäude geschlossen und der Unterricht fand ausschließlich im Distance Learning statt. Eine Bewährungsprobe, die die Handelsakademie und Handelsschule Steyr als eine der besten und innovativsten Schulen des Landes, wie uns das Feedback der SchülerInnen bestätigt, hervorragend bewältigt hat. #digitalelernumgebung ist für uns eben mehr als nur ein Hashtag: Wir haben nicht nur ein top ausgestattetes Schulgebäude und gestalten schon sehr lange den Unterricht in vielen Gegenständen „digital inklusiv“, sondern wir haben an der HAK Steyr vor allem LehrerInnen, deren Ziel es ist, modernen Unterricht mit modernen Mitteln zu gestalten. Um diesen traditionell guten Standard weiterentwickeln und weiterhin in der Unterrichts- und Schulorganisation zukunftsweisende Wege beschreiten zu können, haben wir vor genau einem Jahr das Schulentwicklungsprojekt HAK Steyr 4punkt0 implementiert. In einem ersten Schritt haben wir mehr als sechzig LehrerInnen mit stiftbasierten Tablets ausgestattet und anschließend ein intensives Schulungskonzept implementiert, um die moderne Technik als Träger für SchülerInnen-zentriertes Unterrichten zu nützen. Gerade rechtzeitig, im Nachhinein besehen. So konnten wir ohne lange Umstellungsphase qualitativ hochwertigen, modernen, abwechslungsreichen und interessanten Online-Unterricht für unsere SchülerInnen gestalten. Microsoft Teams als Kommunikationszentrale ermöglichte uns, mit den SchülerInnen in Kontakt zu bleiben, Video-Stunden abzuhalten sowie Arbeitsaufträge zu verteilen und zu beurteilen. Für die Abschlussklasse der Handelsschule und jene SchülerInnen, die zu Hause keine ausreichende Infrastruktur zur Verfügung hatten, organisierten wir Leihcomputer, um möglichst allen gute Arbeitsbedingungen zu gewähren. Sie sehen, #wirkümmernuns, in vielerlei Hinsicht. Stolz sind wir aber auch auf unsere ersten MaturantInnen aus den HAK PLUS Klassen. Unsere Sport PLUS und Tablet PLUS Pioniere haben das Schulleben nachhaltig geprägt und sind mit dafür verantwortlich, dass sich sehr viele Jugendliche nach der 8. Schulstufe entschließen, an die HAK/HAS Steyr zu wechseln. Im letzten Schuljahr konnten wir erstmals zwei Tablet PLUS Klassen eröffnen, im kommenden Schuljahr wird es als Neuerung die Möglichkeit geben, eine PLUSPLUS Klasse mit Sport und Tablet zu besuchen. Trotz der vielen Neuerungen zeigt unsere Schule aber auch Beständigkeit: In diesem Schuljahr haben unsere SchülerInnen abermals mit Siegen in den unterschiedlichsten Wettbewerben gezeigt, wofür die HAK Steyr steht: Exzellente Ausbildung in Wirtschaft, Sprachen, Allgemeinbildung und sozialer Kompetenz, 4 Vorwort engagierte LehrerInnen und begeisterungsfähige, leistungswillige und kreative SchülerInnen. Liebe Schulgemeinschaft, all dies sind Gründe, warum ich mich auch in diesem Jahr sehr herzlich bei all jenen bedanken möchte, die seit Jahren viel Zeit und Energie in die Weiterentwicklung unserer Schule investieren, die daran mitarbeiten, dass sich unsere Schule bewegt und die so dazu beitragen, dass die BHAK/BHAS Steyr eine besonders attraktive Schule ist! Lassen Sie beim Lesen und Durchblättern der vielen, bunt gemischten Berichte in diesem Jahresbericht noch einmal die Aktivitäten dieses Schuljahres Revue passieren, freuen Sie sich mit uns über gelungene Projekte, Initiativen und Veranstaltungen und machen Sie sich selbst ein Bild über die Vielfalt, die unsere Schule auszeichnet. Ich bin sicher, Sie werden bemerken, dass ich nicht zu viel versprochen habe! Erholsame Ferien!
Schulchronik 19/20 09.09.19 Abgabe Diplomarbeiten, Klassenvorstandsgeschäfte 09.+10. 09.19 Wiederholungs- und Modulprüfungen 10.09.19 Eröffnungskonferenz 11.-18.09.19 Sprachwoche Nizza 11.-17.09.19 Sprachwoche Modena 11.-18.09.19 Sprachwoche Valencia 5 12.09.19 Eröffnungsfeier 12.09.19 Pädagogischer Tag 16.09.19 Hauptversammlung Elternverein 16.09.19 Elternabend 1. Klassen HAK 18.09.19 RDP Deutsch, AP Deutsch Herbsttermin 19.09.19 RDP BFK, AP ÜFA Herbsttermin 20.09.19 RDP Englisch Herbsttermin 20.09.19 Coder Dojo an der HAK Steyr 20.09.19 Lehrausgang 1AS, 1BS: Tierpark Haag 20.09.19 Exkursion 5. JG HRM Leadership: FH Linz 23.09.19 RDP Englisch 23.09.19 Exkursion Debattierclub Wien 27.09.19 Schnuppertag 29.09.19 Exkursion 3CK: Teambuilding, Hochseilgarten Spital am Phyrn 02.-04.19 Messe Jugend und Beruf Wels 08.10.19 Lehrausgang 2CK: Weiterbildung Ballspiele Linz 10.10.19 Wien- Exkursion SMART 4.Jg. World Press Fotoausstellung, Agentur Wien und Foto-Shooting 14.-15.10.19 Klassenfotos 15.10.19 Präsentationen Diplomarbeiten Herbsttermin 17.10.19 Lehrausgang 3EK und 4DK: E-Business Best Practice FH Steyr 17.10.19 RDP/AP mündlich Herbsttermin 18.10.19 Coming Home Night 22.10.19 1. SGA-Sitzung 22.10.19 Lehrausgang 1BK: Teambuilding 23.10.19 Lehrausgang 5.Jg. UNIFIT Wirtschaft: DM Enns 24.10.19 Lehrausgang 3DK: Museum Enns 24.10.19 Exkursion 1EK: Graffiti- Workshop Linz 25.10.19 Lehrausgang 3EK: BMW Steyr 26.10.- 03.11.20 Herbstferien HAK Steyr 5.- 07.11.19 Projekttage Wien 3AS 06.11.19 Lehrausgang 2AS: Alten-und Pflegeheim Tabor 07.11.19 Tag der Wirtschaft 07.11.19 Lehrausgang 4AK,4DK: Landesgericht Steyr 11.11.19 Lehrausgang 4EK: Tierpark Haag 12.11.19 Lehrausgang 3.Jg. SMART +4EK: Steyr Schloss Lamberg Styraburg Festival 14.11.19 Lehrausgang 3AS: Steyr Dominikanerhaus 14.11.19 Lehrausgang 3EK: Wien Parlament 19.11.19 Lehrausgang 4EK ÜFA: Linz JKU 23.11.19 2. Schnuppertag 21.11.19 Lehrausgang 4AK, 4BK: Linz Schlossmuseum 26.11.19 Lehrausgang 1CK, 2CK, 3CK: Linz LIVA 12.12.19 Elternsprechtag 16. - 20.12. ModulprüfungenModule7+8 16.12.19 Lehrausgang 4EK: Adventmarkt, Weihnachtsfeier 17.12.19 3. Schnuppertag 19.12.19 Lehrausgang 1AS, 1BS, 4DK: Postamt Christkindl 19.12.19 Exkursion 3AK, 3EK: Linz JKU 19.12.19 Lehrausgang 3DK: Linz JKU 23.12. - 06.01.20 Weihnachtsferien 09.01.20 Englisch Theater 10.01.20 Anmeldungen Reife- und Diplom- prüfung bzw. Abschlussprüfung 14.01.20 Lehrausgang 2AK, 2DK: Steyr Landesgericht 15.01.20 Lehrausgang 2AS, 4DK: Linz Landesmuseum 16.01.20 Tag der Offenen Türe 21.01.20 Exkursion 3AS: Bewerbungstraining 21.-22.01.20 Exkursion: Teamtage 2DK 24.01.20 Notenschluss Abschlussklassen 28.01.20 Skitag 1. Klassen 29.01.20 Konferenz Abschlussklassen 30.01.20 Exkursion 1EK: Wien Schüler gestalten Wandel 31.01.20 4. Schnuppertag 03.02.20 Sprungbrett - unsere Karrieremesse 06.02.20 Exkursion 3AK: Wien Museum 07.02.20 Lehrausgang 3DK: Steyr Finanzamt 10.02.20 Lehrausgang 4EK: Steyr Atelier Schloss Lamberg 10.-14.02.20 Business Week 2. Jahrgänge 10.–14.02.20 Modulprüfungen 12.02.20 Semesterkonferenz 12.-14.02.20 18+ Studienberatung für die 4. Klassen 14.02.20 Abgabe Diplomarbeiten 14.02.20 Lehrausgang 1CK 17.-21.02.20 Semesterferien 24.-25.02.20 Exkursion 2AK: Wien Teambuilding 27.02.20 Lehrausgang 3AK: Enns Römerausstellung 02.03.20 Exkursion 4CK: Wien WU 04.03.20 Exkursion 4DK: Wien BEST, Schüler gestalten Wandel 06.03.20 Lehrausgang 4DK: Linz JKU 16. 3.– 2. 6. 20 Corona Lockdown 27.04.20 Anmeldung für Ergänzungsunterricht 30.04.20 Konferenz Diplom- und Abschlussarbeiten 03.05.20 Schulschluss HAK, HAS und HAKB Abschlussklassen 04.05.- 20.05.20 Corona Ergänzungs- unterricht für die Abschlussklassen, Modulprüfungen Modul 9 und Parkplatzprüfungen 15.05.20 2. SGA Sitzung 20.05.20 Abschlusskonferenzen HAK, HAS und HAKB ab 25.05.20 Ausgabe der Zeugnisse des Sommersemesters 25.05.20 Schriftliche Klausurarbeiten HAK, HAKB BFK 26.05.20 Antrag auf mündliche Prüfungen im Rahmen der abschließenden Prüfungen 26.05.20 Schriftliche Klausurarbeiten HAK, HAKB Deutsch 27.05.20 Schriftliche Klausurarbeiten HAK, HAKB Englisch 28.05.20 Schriftliche Klausurarbeiten HAK, HAKB Mathematik 29.05.20 Schriftliche Klausurarbeiten HAS Deutsch, Modulprüfungen 2. -.4 Klassen 03.06.20 Schriftliche Klausurarbeiten HAS ÜFA, Modulprüfungen 2.-.4 Klassen 03.06.20 Schulbeginn für den „verdünnten“ Unterricht in Klassengruppen 08.06.20 HAS/HAK/HAKB Teilbeurteilungs konferenzen 10.06.20 Anmeldungen zu den Kompensationsprüfungen 22.06.20 HAK, HAKB Kompensations- prüfungen BFK 23.06. 20 HAK, HAKB Kompensations- prüfungen und HAK/HAKB mündliche RDP 02.07.20 Maturafeier 03.07.20 Award Ceremony und Klassenvorstandstag 07.07.20 Schlusskonferenz 10.07.20 Zeugnisverteilung 11.07.- 13.09.20 Sommerferien Chronik 5
sekretariat Das Sekretariat ist für Sie während des Schuljahres zu folgenden Zeiten erreichbar: Mo, Di, Do von 7:30 bis 16:00 Uhr Mi und Fr von 7:30 bis 14:00 Uhr In den Ferien erreichen Sie das Sekretariat unter: offi ce(at)hak-steyr.at 6 Verwaltung Anita Bruckmayr Schulwarte Dr. Andrea Höller Julia Lesslhumer Johann Edelmann Willibald Wührleitner Christoph Ebner Rukiye Koca Schulärztin
Mit Ende des Schuljahres 19/20 beendet Prof. Mag. Heinz Pecile seine aktive Laufbahn als Lehrer der HAK Steyr und tritt in den Ruhestand. Energiegeladen, mit kräftiger Stimme und großem Fachwissen hat er viele Generationen von SchülerInnen – auch an der Abendschule — in Mathematik und Physik unterrichtet. Mit der Ausdauer des Marathonläufers hat er ihnen die Logik und Schönheit der Mathematik samt etlichen ihrer physikalischen Anwendungen nähergebracht. Nicht unerwähnt soll sein Engagement im Freigegenstand Schach bleiben. Vom Rechenschieber (in seiner eigenen Schulzeit) über die ersten elektronischen Tischrechner (in der Größe einer Pralinenschachtel mit einer Masse von bis zu einem ¼-Kilogramm), über Tabellenkalkulationsprogramme wie Excel bis hin zu Geogebra, einem bei der standardisierten Reifeprüfung verwendeten Programm, hat Heinz Pecile den technologischen Wandel mitgetragen und seinen Unterricht fachlich versiert stets nach dem aktuellen Stand der Technik gestaltet. Die Fähigkeit, dass sich SchülerInnen beispielsweise den Zinssatz oder die monatliche Rate ihres eigenen Kredites für das Haus, die Eigentumswohnung oder den Pkw berechnen können, hält er nach wie vor für etwas Lebenspraktisches und Wesentliches. Genauso selbstverständlich hat er sich seit jeher dem Leistungsgedanken als einer der Säulen unserer Gesellschaft verpfl ichtet gefühlt, wie ihm auch die fachliche Kompetenz unserer AbsolventInnen immer ein Anliegen gewesen ist. gedanken zur pensionierung heinz Pecile Mit Stolz erfüllt ihn besonders der erfolgreiche Abschluss seines Sohnes an der TU Wien . Zu Beginn seiner Karriere muss man sich Heinz Pecile als einen jungen Mann mit schwarzer langmähniger Lockenpracht vorstellen, die so gar nicht zu der an der Schule damals üblichen Krawattenpfl icht passen wollte. Seine Sportlichkeit hat er auf zahlreichen Schulskikursen als guter Skifahrer unter Beweis gestellt, 1995 ist er den Graz-Marathon – und einige Jahre später den Wien-Marathon – unter drei Stunden gelaufen (2h 53min bzw. 2h 56min). Unvergessen bleibt ihm die Besteigung des Kilimandscharo. Lange Jahre und bis zuletzt leitete er die ARGE Mathematik. Ein freundlicher, hilfsbereiter, aufrichtiger und bescheidener Mensch ist er dabei immer geblieben, niemals um einen witzigen Kommentar verlegen – speziell im Sozialraum beim Kaffee. Am Ende seiner Schullaufbahn legt Heinz Pecile den Rotstift aus der Hand, legt seinen letzten Stoß Schularbeiten auf den haushohen Stapel, bestehend aus all den Schularbeiten, mit deren Korrektur er unzählige Stunden zugebracht hat, und verlässt seinen Arbeitsplatz. Es verlässt uns ein angenehmer Kollege und Mensch. Künftig kann sich der begeisterte Sportler dem Laufen, Bergsteigen, Radfahren, dem Schachspielen und seiner Liebe zum Jazz umso mehr widmen. Wir wünschen ihm alles Gute! Mag. Christoph Stumtner Ruhestand 7
gedanken zur pensionierung hildegund schöngruber Ich weiß über Gundi, dass sie in Salzburg studiert hat. dass sie in ihren jungen Jahren viel und weit gereist ist. dass sie eine immer freundliche und hilfsbereite Kollegin ist. dass sie sehr kompetent ist und immer bestens vorbereitet in den Unterricht geht. dass ich sie immer für ihre Ruhe und Gelassenheit bewundert habe, da sie anscheinend nichts aus der Ruhe bringen kann. - Manuela Holzer Ständig auf der Suche nach ansprechenden, modernen und gut lesbaren Texten aus Zeitungen und Zeitschriften, Computer und Internet als Mittel zum Zweck und Berge von Büchern und Texten auf ihrem Arbeitsplatz, das ist kurz gesagt Professorin Gundi Schöngruber. Wie gerne erinnere ich mich an Klassen, wo es anfangs gar nicht gut aussah mit den Deutschkenntnissen. „Da müssen wir halt sehr viel üben“, war ihre Devise. Mit unzähligen Texten, Arbeitsaufträgen, Grammatik- und Beistrichübungen brachte sie es tatsächlich zustande, dass die Deutschnoten und Schularbeiten sich deutlich verbesserten. Im Privatleben drehte sich vieles um die Familie, ihren Hund und die Pfl anzen. Kaum jemand wusste so gut Bescheid, wie man tropische und subtropische Exoten im Wintergarten pfl egen musste. Ihre ganz große Liebe galt aber auch der Kunst, besonders der Malerei. Kunstausstellungen zu besuchen war eine Leidenschaft, die sie aus Zeitgründen in den letzten Jahren etwas zurückstecken musste. Doch dafür gibt es jetzt sicherlich wieder Gelegenheit, genauso wie für ausgedehnte Reisen.- Katharina Ulbrich Vor genau 25 Jahren ging in der HAK-B das Gerücht um, dass eine D-Kollegin schwanger sei und eine der beiden Klassen im Maturajahr einen neuen D-Lehrer bekommen würden. Alle tippten natürlich sofort auf mich und „surprise, surprise“, Gundi war die „junggebliebende“ Kollegin, die in Karenz ging und nicht die blonde Mühlviertlerin. - Andrea Leonhartsberger Ich habe nach langem Warten auf der Warteliste des Landesschulrates erfahren, dass an der HAK Steyr eine Deutschlehrerin in Karenz ginge und man dort einen Deutschlehrer suche. Gundis Karenz war also meine große Chance. Nach Gundis Rückkehr habe ich sie als Kollegin kennen gelernt. Ihr präzises Korrigieren von SchülerInnen-Arbeiten hat mich immer beeindruckt, auch ihre Unerbittlichkeit, wenn SchülerInnen die bei Textanalysen geforderten „Operatoren“ missachtet hatten. Wenn eine Schülerin oder ein Schüler einen Text partout nicht verstehen konnte oder wollte, war das für Gundi eben nicht „genügend“. Ich werde ihre Geduld und Liebenswürdigkeit sehr vermissen – und werde ihr lebenslang dankbar sein, dass sie Mutter geworden ist! - Harald Gundacker An Gundi schätze ich sehr ihr ruhige, gelassene Art, mit der sie sich um alle Belange des Schulalltags kümmert. Bei ihr war ich mir sicher, dass sie auf jede Anfrage wohlwollend reagiert und mitdenkt. Wir haben vieles unbürokratisch zusammen erledigt. - Mathias Spanring Gundi schaffte es immer, Herausforderungen, die in der Schule und im Privatleben auftraten, mit Ruhe und Gelassenheit zu begegnen. Sie brachte ihren SchülerInnen sehr viel Verständnis entgegen. Ich denke gerne an die erheiternden Gespräche mit ihr in den Pausen, in denen ihr trockener Humor zur Geltung kam. - Karin Gottlieb-Zimmermann Liebe Gundi! Wenn ich an deine Pensionierung denke, dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge, weil ich mich einerseits für dich freue, dass du deinen verdienten Ruhestand ab jetzt genießen kannst und andererseits, weil ich eine wirklich nette Deutschkollegin „verlieren“ werde. Mit dir zusammenzuarbeiten war immer einfach und unkompliziert. Ich habe immer deine Ruhe und Ausgeglichenheit bewundert. Ich werde auch unsere netten Pausengespräche über Gott und die Welt vermissen. 8 Ruhestand Aber trotz allem, wie gesagt, das lachende Auge wünscht dir alles Gute für deinen neuen Lebensabschnitt. Genieße ihn in vollen Zügen! - Gabriele Peham objektiv, als Kollegin (aber das können andere - FachkollegInnen - viel umfassender bestätigen)...pfl ichtbewusst, korrekt, fl eißig, verlässlich, schülerorientiert persönlich....als Erinnerungskompendium aus 32 gemeinsamen Jahren an der HAK/HAS....strickend in den „Freistunden“ im Konferenzzimmer (eine meiner ersten Erinnerungen bei meinem Schuleintritt 1986)....kompetente Gesprächspartnerin in Sachen Hunde, Hundeerziehung, Hunde...., Hunde.... ....Wildtierretterin und - pfl egerin mit nicht enden wollender Geduld und Bereitschaft, ihre Erfahrungen zu teilen (.. so verdanken ihr 5 „meiner“ Igelbabys und unzählige von ihr gerettete Tiere das Leben) ....geniale Köchin .... Gartenfrau ....geduldige Zuhörerin und Ratgeberin, wenn die Steine auf dem Lebensweg unüberwindlich scheinen .... bescheiden die Herausforderungen, die ihr das Leben beschert, bewältigend DIE GUNDI.......EINE FREUNDIN! Danke Gundi! - Gerlinde Blattner Gundi war immer zu einem Gespräch und zur Zusammenarbeit bereit, sie hat mit ihrer unaufgeregten und sachlichen Art Ruhe und Kompetenz ausgestrahlt und jüngere Kolleg*innen gern beraten und unterstützt. Sie kennt aufgrund ihrer jahrelangen pädagogischen Erfahrung ihre Schüler*innen, weiß, was man von ihnen verlangen kann und muss, und was nicht. Dabei hat sie die Eigenverantwortung der Schüler*innen betont, wenn sie beispielsweise jemanden aufforderte, sich sprachlich zu verbessern. Gundi konnte mit Handelsschülern aus der Ersten genauso gut umgehen wie mit ihren Maturant*innen. Kapituliert hat sie nur vor der Sturheit ihres Hundes, der sie stets sehnsüchtig erwartet hat. Wir wünschen ihr alles Gute, Gesundheit und viel Freude in ihrem neuen Lebensabschnitt. - Christoph Stumtner
Anfang des vergangenen Schuljahres wurde klar, dass die im Frühjahr gestellte Diagnose es mit sich bringen würde, dass sich Christine nach 40 erfolgreichen Dienstjahren, knapp vor dem offi ziellen Pensionsantrittsalter, aus dem aktiven Schuldienst zurückziehen wird. Zeit, um auf ein langes, erfülltes Berufsleben, das sie voll und ganz in den Dienst ihrer SchülerInnen stellte, zurückzublicken: Selbst Absolventin einer Handelsakademie studierte sie Deutsch und Englisch in Salzburg, wo sie auch ihr Unterrichtspraktikum absolvierte. Seit dem Schuljahr 1983/84 unterrichtete sie diese Fächer an der HAK/HAS Steyr und war mit Leib und Seele dabei, ihre SchülerInnen für die deutsche Grammatik, Literatur und Kultur im Allgemeinen zu begeistern. Ihre besondere Liebe gedanken zur pensionierung Christine Scherhammer galt aber immer dem Englischunterricht, denn schon seit ihrer Schulzeit hatte sie regen Kontakt zu den britischen Inseln. Zahlreiche Aufenthalte in London, Nordirland und Schottland und nicht zuletzt ein Jahr als Fremdsprachenassistentin in Edinburgh stärkten dabei ihre fachliche Kompetenz. Ihr stetes Engagement für die Schule zeigte sich in vielerlei Dingen, wie zum Beispiel in der Tatsache, dass sie etliche Klassen als Klassenvorständin erfolgreich zur Matura geführt hat. Viele der mittlerweile zur Elterngeneration gewordenen ehemaligen Schüler erinnern sich gerne an ihre „Klassenmama“. Man könnte sie auch als die „Mutter der Auslandsreisen“ bezeichnen: 1990 organisierte sie erstmals (damals noch außerhalb der Schulzeit in den Osterferien) eine legendäre London-Reise für Schüler und Lehrer der HAK Steyr. Zwei weitere Reisen in den 90er Jahren folgten und der Anklang war so groß, dass schließlich Sprachwochen nach England offi ziell in den Schulbetrieb übernommen wurden. In der Folge organisierte sie etliche Sprachwochen, aber auch „work placements“ für ihre Schüler, die für viele das Highlight ihrer Schulkarriere darstellten. Weiters hat sie im Lauf der Jahre regelmäßig und sehr engagiert als Betreuungslehrerin für Unterrichtspraktikanten fungiert, an die sie ihre Erfahrung stets gern weitergegeben hat. Einer ihrer größten Verdienste jedoch war zweifellos die Entwicklung und Leitung des lange Zeit sehr erfolgreich geführten Zweiges „International Business“ an der Schule, einer Art „SprachenPlus-Schwerpunkt“ ab der 1. Klasse, aus dem viele erfolgreiche Absolventen hervorgegangen sind. Mit diesen Klassen begann sie auch als eine der Ersten in Steyr mit der Vorbereitung zur Ablegung von externen Zertifi katen der Universität Cambridge (First Certifi cate of English, Business English Certifi cate Vantage) und der London Chamber of Commerce and Industry (Business English Certifi cate), die allesamt international anerkannte Dokumente darstellen und das bei der Matura verlangte Sprachniveau teilweise deutlich übersteigen. Lange Jahre unterrichtete sie auch an der Handelsakademie für Berufstätige, war im mittleren Management tätig und mit im Team, als der erste Jahresbericht erschien. Auch an der Erstellung eines Lehrbuches für Englisch in der Oberstufe war sie aktiv beteiligt. Zahlreiche positive Rückmeldungen anlässlich von Maturajubiläen bestätigten sie immer wieder in ihrem Bestreben, das Bestmögliche aus ihren Schülern herauszuholen und ihnen die Liebe zur Sprache zu vermitteln. Ihr Organisationstalent als Reiseveranstalterin hat sie auch in ihrer Freizeit umgesetzt und so verbrachte sie so gut wie alle Ferien in mehr als 60 Ländern weltweit - und wenn man ihr glauben darf, werden hier noch einige folgen! Wir wünschen ihr von Herzen, dass sie sich im nunmehrigen Ruhestand (der durchaus auch ein „Unruhestand“ sein könnte…) voll und ganz ihren Hobbies und der Pfl ege ihres Wohlbefi ndens widmen kann! Manuela Holzer (im Namen der Kollegenschaft) Ruhestand 9
Gedanken zur pensi0nierung sonja hutter Von 1979 bis 2019 fegte Sonja durch die Gänge der HAK Steyr. In den Anfangsjahren tippte sie noch zum Teil auf mechanischen Schreibmaschinen und führte die Schülerinnen und Schüler in das Geheimnis der Kurzschrift und Stenotypie ein. Vom Computer noch weit und breit keine Spur! Das damalige Highlight war bestenfalls ab 1980 eine Korrekturschreibmaschine! Ihre Gestaltungsfähigkeiten konnte Sonja auf diesen Geräten noch nicht ausleben und so freute sie sich über die Errungenschaft des Computers. So wie viele KollegInnen unserer Schule, konnte sie sich in dieser aufregenden Pionierzeit als eine der ersten mit dem Personal Computer Alphatronic aus dem Hause Triumph Adler anfreunden und neues Wissen aneignen. Diese Herausforderungen meisterte sie bravourös. Jetzt waren endlich die Voraussetzungen für ihre Lieblingsdisziplin – das Layouten – geschaffen. Bis zum Ende ihrer Unterrichtstätigkeit blieb das Gestalten ihr Hobby, Photoshop wurde ihr Lieblingsprogramm. Es entspricht Sonjas temperamentvollem Wesen dem Zeitgeist mit Leichtigkeit und Forschergeist mitzugehen. Das Interesse ihrer Schülerinnen und Schüler weckte sie mit ihrem sonnigen Gemüt und ihrem Humor. Ihr Motto war “Wenn in einer Unterrichtsstunde nicht mindestens einmal gelacht wurde, dann war es keine gute Stunde.” Liebe Sonja, das Unterrichten bereitete dir viel Spaß und du warst bei deinen Schülerinnen und Schülern eine beliebte “Textverarbeitungslehrerin”. Ein Dank gebührt dir auch für die unzähligen, gewissenhaft geführten Konferenzprotokolle! Dein Herz schlägt abseits der Schule für den Sport! Bei kaum einem gemeinsamen Ausfl ug hast du gefehlt. Wandern, Skifahren, Radfahren und Schwimmen 10 Ruhestand sind deine Favoriten. Auch in deiner zweiten Heimat Windischgarsten engagierst du dich im Skiklub, jeder Gipfel wird erklommen, der Gleinker See durchquert, die Wurzeralm carvend hinabgefegt. Bei unseren zahlreichen gemeinsamen ARGE-Ausfl ügen verbrachten wir viele nette und lustige Stunden und auch hier kam die Bewegung nicht zu kurz. Dein Wirken in der Schule ist nun vorbei – es werden jetzt nicht mehr die SchülerInnen betreut, sondern das Enkerl! Auch wenn die gemeinsame Arbeitszeit in der Schule abgelaufen ist, unsere Freundschaft bleibt sicher bestehen! Liebe Sonja, DANKE für die schöne, abwechslungsreiche Zeit und noch viele aufregende, fröhliche, aktive und gesunde Jahre wünschen dir deine Mädels aus der ARGE OMAI
Ein letztes ARGE Treffen unseres legendären ReligionslehrerInnen Quartetts Ende Jänner 2020 an einer besonderen Location: Kollegin Gerlinde Blattner lud uns anlässlich ihrer Pensionierung in ihr Haus in Bad Aussee ein. Wir wurden gaumenfreudig verwöhnt, bestaunten die sehr geschmackvoll mit Liebe zum Detail dekorierten Räume, die sie und ihr Mann Michael in Eigenregie mit viel Fleiß und persönlichem Engagement eingerichtet haben. Wir werden ihren tiefschürfenden Humor und die anregenden Gespräche sehr vermissen. Arge Ethik/Religion: Ihr befreiungstheologischer Ansatz begleitete sie über viele Jahre vor allem in der HAS als Klassenvorstand, meist im Team mit einer Kollegin oder einem Kollegen. Sehr beherzt setzte sich für benachteiligte Schülerinnen und Schüler ein. Vor allem jene, die im Asyldschungel gefangen waren, begleitete sie mit enormen Einsatz und Empathie. Besondere Sensibilität zeigte sie für ihre muslimischen Schülerinnen, indem sie sie sogar zu sich nach Hause in ihren privaten Pool einlud, damit sie schwimmen lernen können. Bei unseren Feiern und Festlichkeiten kümmerte Gerlinde sich vor allem um das Ambiente mit dekorativen Blumenschmuck und steuerte immer aufbauende spirituelle Texte bei. Als KollegInnen in der Ethik- und Religionsarge bewundern wir immer wieder ihre Achtsamkeit in allen Lebensbereichen, ihren wertschätzenden Umgang mit uns LehrerInnen, das Ernstnehmen und auch Umsetzen des ökologischen Fußabdrucks, beginnend bei der Ernährung, über die selbst geschneiderte Kleidung bis hin zur Sparsamkeit im Umgang mit den begrenzten Ressourcen. Auch ihre vielfältigen Hobbies ließen uns staunen: sei es das Lesen, das Nähen, Ikebana, der Garten und ihre Liebe zur Natur. Etliche erkrankte Igel haben den Winter mit ihrer Fürsorge und Geduld überlebt. Gedanken zur pensionierung gerlinde blattner Ein Zitat von einem ehemaligen Kollegen, Wolfgang Mayrhofer, ist sehr bezeichnend für sie: „Wann kommt endlich Gerlinde zurück, dass wieder Ordnung einkehrt bei uns in der Arge!“ Ihr Geist und Ihre Inspiration schweben noch immer über uns, darum verbleiben wir mit ihr in sehr engem Kontakt und freuen uns, wenn wir sie besuchen können oder sie zu uns auf Besuch kommt, denn die Schule lässt sie auch in der Pension nicht ganz los… Annemarie Löv-Steiner: Fast zwanzig Jahre lang waren wir Kolleginnen, hatten die selben Unterrichtsfächer Religion und Geschichte, saßen im Konferenzzimmer Tisch an Tisch und hatten jede Menge an Themen, über die wir uns vor allem in den Pausen austauschten, über Gott und die Welt sozusagen. Sehr häufi g drehten sich unsere Gespräche, abgesehen von schulischen Belangen, über unsere Familien, wie die Kinder, sie doppelt so viele wie ich, Ehemann, Hund und Katz, Garten und unseren Beruf natürlich unter einen Hut brachten. Dabei bewunderte ich immer wieder ihr enormes Wissen in den verschiedensten Bereichen und ihre unglaubliche Vorliebe für Bücher. Vor allem gesellschaftspolitische Themen wie Menschenrechte, Integration, Gewaltfreiheit, Armut, der Nord-Südkonfl ikt, Umweltfragen, … waren ihr ein großes Anliegen. Sie redete nicht nur darüber, sie engagierte sich auch in vielen Bereichen, sei es bei der Amnesty Gruppe in Steyr, Selbstbesteuerungsgruppe, Paraplü, christlich-muslimischer Dialog,... War ich mal nicht so sattelfest bei speziellen Fragen zu den Weltreligionen, brauchte ich nicht zu googeln, meine Kollegin konnte mir da immer aushelfen. Berufl icher Werdegang: Matura BG Steyr, Studium Uni Wien, Thema der Diplomarbeit: „Arbeiterseelsorge in Steyr an der Wende vom 19. zum 20. Jhdt.“, Lehrbefähigungsprüfung 1986 Probejahr 86/87 am BG Steyr und in der Hak Steyr, Missio 1986, seit 11.9.86 an der Hak Steyr, schulfest pragmatisiert seit 2003, OSTR 2008 Beschreibung im Probejahr: „zeigt großes Verständnis für ihre Schüler und sorgt für außerordentlich positives Unterrichtsklima“ Wenn ich so an die Gelinde denk, dann wird mir ganz warm ums Herz. Wenn ich mich in Ihre Gedanken versenk, dann sehe ich da viel Gefühl, wenig Kommerz! Mir fällt ihr Engagement ein bei Amnesty international und Ihre Feinfühligkeit, Sensibilität sind sensationell! Legendär unsre ARGE-Treffen bei Ihr daheim. Ihr selbst gebackenes Brot war immer ganz fein! Wurde dabei auch oft viel Neues erdacht, selten haben wir so viel gelacht!! Ikebana, tiefe Gedanken und Design. Ohne Altartuch und Blumen konnten wir nicht sein! Sie hat den Humor den gesunden, um uns alle zu überrunden! Hund, Mann und die geschenkten Kinder, Konnten ihr Gottvertrauen nicht verhindern! Eines kann die Schulgemeinschaft der HAK nur ganz schwer verhehlen, Sie wird uns in der Coronazeit und danach unsäglich fehlen! Vergelt´s Gott Gerlinde - Bernhard Kaiser Ruhestand 11
GEDANKEN ZUR PENSIONIERUNG endspurt an der schule Der bekannte japanische Schriftsteller Haruki Murakami hat einmal in seinem Buch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ geschrieben, dass das Laufen für ihn „ein zweites Leben“ bedeute, in dem er sich Kraft, Inspiration und Zähigkeit hole. Laufen bedeute für viele Menschen eben nicht ein Weglaufen, sondern viel mehr einen Lauf zu sich selbst. Während meiner ersten Jahre an der Handelsakademie Steyr wusste ich von Hubert Stockmaier, meinem Gegenüber im Konferenzzimmer, nicht mehr, als dass er ein ebensolcher passionierter Leistungssportler wäre. Nach dem großen Konferenzzimmerumzug des Jahres 2006 sollte Hubert dann mein Sitznachbar werden, eine nachbarschaftliche Freundschaft konnte damit beginnen. Hubert Stockmaier wurde 1956 in Steyr geboren, maturierte 1976 an der Handelsakademie Steyr und beendete 1982 sein berufsbegleitendes Studium der BWL und Wirtschaftspädagogik an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Noch im selben Jahr begann er als Vertragslehrer an der HAK-Steyr. Seit vielen Jahren zeichnet er für den höchst erfolgreichen HAK-Schwerpunktzweig „Sport+“ mitverantwortlich. Die „Ökonomie“ scheint im Hause Stockmaier seit jeher ein familienbestimmendes Element zu sein. Huberts Ehefrau Klaudia maturierte an der HAK Steyr und auch sein Sohn Thomas ist studierter Wirtschaftspädagoge. Huberts sportliche Erfolge hier anzureihen, würde den Rahmen sprengen. Seine Landes- und Staatsmeistertitel sind Legion, seine vielen Pokale und Medaillen muss er wahrscheinlich in Schwerlastregalen lagern. In unserem Lehrkörper, und sicher auch bei den Schülerinnen und Schülern, war Prof. Stockmaier bekannt für seine Konzentration auf das Wesentliche und das Substanzielle. Hubert war immer skeptisch gegenüber Belanglosigkeiten und oberfl ächlichem Geschwätz. In seinem Schulalltag hat es wenige Konjunktive gebraucht, kein „würde“, kein „müsste“, kein „wäre“. Im Gegenteil, wenn man ihn um etwas gebeten hatte, lautete die Antwort fast immer „ja“, unter schlechten Umständen vielleicht auch einmal „nein“, aber es brauchte dazu kein Palaver. Gejammer über 30 Schularbeiten, die über das Wochenende zu korrigieren waren, gab es bei ihm nicht. Auch Kritik an seinem Stundenplan war seine Sache nicht. Ebenso hörte man von Huberts Seite nie unqualifi zierte und distanzlose Kritik an Schülerinnen oder Schülern. Was Prof. Stockmaier indes missfi el, waren Unwille, Apathie und die Unfähigkeit Chancen zu nützen - und diese Einstellung galt sowohl für die Menschen vor als auch für die hinter dem Katheder. Huberts Konsequenz und Hartnäckigkeit waren sozusagen am Sport trainiert. Ein Sportler und besonders einer, der einen Sport über lange Jahrzehnte ausüben will, braucht Konsequenz und Leidenschaft. „Unsere Winter sind feucht, kalt und lang“, hat er einmal formuliert, „aber, wer in dieser Zeit nicht eisern ist, dem bleibt im Sommer dann nur das Unter-ferner-Liefen“. Huberts sportliche Lebenshaltung hat auch seine pädagogische Einstellung geprägt: Einsatz, Überwindung und Ausdauer zählten für ihn immer mehr als der reine Notenerfolg. Seine Maxime war: Er wollte Beispiel sein und Vorbild. Gewiss hat er so auch die „Wirtschaftslehre“ 12 Ruhestand gesehen und vermittelt. Nicht als einen Selbstzweck, sondern als die Lehre von einem uns alle erhaltenden Mittel, das aber, wenn es allzu sehr in die Mitte gerückt wird, Menschen auch an den Rand drängen kann. Viele Kolleginnen und Kollegen werden Hubert wahrscheinlich als „den“ Läufer an der HAK in Erinnerung behalten. Ich werde in ihm immer auch den naturbegeisterten Bergsteiger sehen, der im Umkreis von 100 Kilometern jedes Gipfelkreuz, jeden Steig und jeden Steilhang kennt. Nicht selten zeigte mir Hubert am Montagmorgen seine spektakulären Bilder vom Wochenende: „Schau’, gestern um die Zeit in der Dietlhöll!“ Ich habe Hubert einmal in einem unserer nicht wortreichen, aber niemals seichten lebensphilosophischen Gespräche gefragt, was ihm im Leben wirklich wichtig wäre. „Meine Familie, mein Beruf und meine Schüler - und mein Sport“, gab er mir da zur Antwort. Und, was er gar nicht möge, seien: „Dummheit, Faulheit und Besserwisserei“. Huberts Fähigkeit, das, was im Leben wichtig ist, wie durch ein Brennglas zu konzentrieren, werden wir sehr vermissen. Mag. Harald Gundacker
Mit 18 Jahren habe ich den Posten als „Rechnungsführerin“ bekommen und war überglücklich. Ich war noch nicht fertig mit der Lehre zur Verwaltungsassistentin und hatte schon einen fi xen Job. Das war einfach nur toll! Alle im Verwaltungsteam sowie die ProfessorInnen waren von Anfang an nett zu mir und ich fühlte mich sehr schnell wohl im Büro. Ich blühte in meinen Aufgaben auf und auch mein Aufgabenbereich wuchs mit mir. Die Buchhaltung, die zu Beginn die größte Aufgabe für mich war, wurde schnell zu einer Nebenbeschäftigung. Ich durfte mich an vielen anderen Projekten beteiligen und meine Meinung einbringen. Langeweile tut mir im Beruf nicht gut und in der Freizeit halte ich das auch nicht aus. So entschied ich mich, dass ich auch abends in die HAK fahren und meine Matura nachholen würde. Die Schule wurde für mich zu einem zweiten Zuhause. Nach drei schönen und lehrreichen (aber auch anstrengenden) Jahren hielt ich mein Reife- und Diplomprüfungszeugnis in der Hand. Die Freude war riesengroß! Doch was kommt danach? Zuerst mal eine ruhigere Zeit mit mehr Freizeit. Bevor mir langweilig werden konnte, kam die erste Brückenklasse. Ich war von der ersten Sekunde bei diesem Projekt dabei. Neben der Arbeit habe ich eine Ausbildung zur DAF/DAZ Ausbilderin gemacht. Dank dem Einsatz der Frau Direktor (danke Ute!) durfte ich in den BrüEin Abschied, der schwer fällt 8 Jahre Rechnungsführerin ckenklassen unterrichten und die Schule von einer anderen Seite kennenlernen. Jetzt ist Zeit für einen neuen Schritt in meinem Leben. Ab 23. September werde ich an der FH Steyr „Marketing und Electronic Business“ studieren. Ich freue mich auf dieses neue Kapitel in meinem Leben, aber ich werde auch gerne an meine Zeit im Büro der HAK/HAS Steyr zurückdenken. Ich möchte mich bei all meinen KollegInnen für diese schöne Zeit bedanken! Dan-ke für eure Hilfe, guten Ratschläge, Geduld, netten Worte, all die lustigen und lehr-reichen Stunden und für die unvergesslichen acht Jahre. Manuela Obermayr Verwaltung 13 Zum Abschied bekam ich ein wunderschönes Ständchen vorgesungen. Danke, ich habe mich sehr darüber gefreut!
in memoriam prof. Ostr mag. walter kargl Die HAK/HAS Familie trauert um einen großen Menschenfreund und Lehrer. Fassungslos musste die Schulgemeinschaft am Morgen des 19. Mai 2020 die traurige Nachricht vom Ableben eines ihrer langjährigen Mitglieder zur Kenntnis nehmen. Walter Kargl wurde mitten aus einem aktiven Leben gerissen, sein Herz hat über Nacht ganz plötzlich aufgehört zu schlagen. Viele von uns kennen und schätzen den Verstorbenen nicht nur als einen vorbildlichen Kollegen und Pädagogen mit umfassender humanistischer Bildung, manche verlieren mit ihm auch einen lieben, langjährigen Freund. Prof. OStR Mag. Walter Kargl war für Lehrkräfte, Eltern, Schüler*innen und Mitarbeiter*innen eine liebenswerte Persönlichkeit, die dem Schulalltag den Stempel des Besonderen aufdrückte. Die Schulgemeinschaft trauert mit seiner Frau Gabriele, seinen Geschwistern und Angehörigen. In der Zeit der entbehrungsreichen Nachkriegsjahre am 1. September 1949 als zweitältestes von sechs Kindern des Ehepaares Ferdinand und Rosa Kargl geboren, erlebte er harmonische Kindheits- und Jugendjahre, geprägt von früher Erfahrung der Arbeitswelt durch Mithilfe am Hausbau der Eltern und auf benachbarten Bauernhöfen sowie später von alljährlicher Ferialarbeit. Als Sohn eines an Bildung interessierten, weltoffenen Elternhauses – der Vater war Mechaniker in den Steyr-Werken, die Mutter durch den achtköpfi gen Haushalt ausgelastet – konnte er nach Volksschule Aschach, Hauptschule Promenade im Juni 1968 das Reifeprüfungszeugnis der Städt. Handelsakademie Steyr in Empfang nehmen und im Anschluss an den Präsenzdienst 1969 sein Lehramtsstudium an der Uni Salzburg beginnen. Walter Kargls Dienstantritt an der Steyrer HAK/HAS im September 1976 fi el in die Zeit eines akuten Lehrermangels. Ausgestattet mit der Erfahrung seiner mehrjährigen Lehrtätigkeit an österreichischen (BG Ried/Innkreis) und französischen Bildungseinrichtungen (Lycée “Anne de Bretagne” in Rennes), war er als erster voll geprüfter Französischlehrer der HAK Steyr von Anfang an eine Persönlichkeit, die das Schulleben prägte. Sein Name bleibt untrennbar mit dem raschen qualitativen Wachstum der BHAK/BHAS Steyr verbunden. Über zwanzig Jahre lang war er hochmotivierter und engagierter Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Französischlehrer*innen. Er hat mit seinem begeisternden Einsatz für französische Landes- und Kulturkunde zahlreiche Sprachwochen und seit 1989 die beliebten „Frankreichwochen“ der Schule organisiert und geleitet. Als ebenso verdienstvoller Vorsitzender der ARGE Leibeserziehung (wie das Fach Bewegung und Sport hieß) hat er darüber hinaus mehr als 20 Skikurse geleitet (und an die 40 begleitet) sowie unzählige sportliche Wettkämpfe organisiert. Prof. Kargl war stets weit über das normale Maß hinaus für die Schule aktiv, nicht zuletzt auch mit souveränen redaktionellen Beiträgen in Festschriften und Jahresberichten. Kolleg*innen wie Schüler*innen schätzten nicht nur seinen un14 Nachruf ermüdlichen pädagogischen Einsatz und sein universelles Wissen, sondern auch seine bescheidene und naturverbundene Lebensweise sowie seine in Wort und Tat sich äußernde soziale Gesinnung, seine Achtung vor der Natur und sein aufgeklärt humanistisches Weltbild. Alle spürten, dass er sie mochte – und sie mochten ihn. Rufen wir uns dazu seine eigenen Gedanken in Erinnerung, die er anlässlich seiner Pensionierung 2010 in einer denkwürdigen Abschiedsrede dem versammelten Lehrkörper vorgetragen hat: „Ich bedaure überhaupt nicht, dass ich so viel – auch manuell – gearbeitet habe. Ich durfte unbezahlbare Erfahrungen machen, habe größte Hochachtung vor der Leistung der Bauern, Arbeiter und Handwerker, deren Kinder auch bei uns in die Schule gehen und die oft nicht wissen, wie sie das Geld z. B. für einen Skikurs aufbringen sollen. Ich weiß, dass es Utopie ist, aber man müsste, bevor man an die Schule als Lehrer kommt, verpfl ichtend auch die andere Seite kennen lernen. So bekommt die Institution Schule den richtigen Stellenwert, denn sie steht nicht im Zentrum des Lebens …“
Er war zeitlebens nicht nur für seine Schüler*innen engagiert, seine Fürsorge galt ebenso den Kolleg*innen. So setzte er sich viele Jahre lang in der Personalvertretung für deren größere und kleinere Sorgen ein. Nicht zu vergessen sind dabei seine akribisch vorbereiteten Lehrerausfl üge. Stets wusste er mit unbekannten Details aus Kunst, Geographie oder Geschichte zu faszinieren. Für viele Menschen, darunter auch den Verfasser dieser Zeilen, war der Verstorbene nicht nur ein wertgeschätzter Kollege und geachteter Professor, sondern darüber hinaus ein langjähriger Weggefährte und Freund. Was hat er uns nicht alles mitgegeben aus dem reichen Schatz seines Wissens, seiner Erfahrung und Lebensweisheit! Ob es um Ausführungen zu kulturellen Gepfl ogenheiten eines fremden Landes oder „nur“ um die Etymologie eines Aschacher Dialektworts während einer gemütlichen Bauernjause ging, seiIn memoriam Prof. OStR Mag. Walter Kargl ne Erklärung der Welt hat unseren Alltag stets auf sympathisch nachhaltige Weise bereichert. Die vorgesetzte Dienstbehörde zeichnete Walter Kargls berufl iche wie ehrenamtliche Leistungen mit gebührendem Dank und Anerkennung aus. Schon früh in seinem Berufsleben, 1979, erhielt mit der Pragmatisierung den Amtstitel Professor, 2001 wurde sein Wirken zum Wohle der Schulgemeinschaft durch den Berufstitel Oberstudienrat gewürdigt. Dabei ging es ihm gar nicht so um formales Zeremoniell, sondern immer um inhaltliche Substanz. „When an old man dies, a library burns down.“ Die afrikanische Sentenz, dass eine ganze Bibliothek an Weltsicht verloren geht, wenn ältere Menschen sterben, lässt das Ausmaß der Trauer um Walter Kargl noch stärker auf uns wirken. Alle, die ihn gekannt haben, wissen aber, dass die Bibliothek nicht vollständig abgebrannt ist. Als sein Vermächtnis lebt vieles weiter, das man von ihm erfahren und lernen durfte. Bei seiner Pensionierung 2010 verabschiedete er sich vom Kollegium mit einem Abschiedsgruß, den er aus dem Wissen heraus entbot, „dass aus jedem Vergehen etwas Neues entsteht.“ Unendlich viel Neues ist durch das Wirken seiner Person entstanden, Neues, das in seinem Andenken weiterlebt! OStR Mag. Gerhard Klausberger Nachruf/Ruhestand 15 gedanken zur pensionierung Walter Kührer Mit Jänner 2020 hat unser Schulwart Walter Kührer seinen wohlverdienten Ruhestand angetreten. Herr Kührer ist gelernter Dreher, hat später die Werkmeisterschule besucht und mehr als 20 Jahre als Hausmeister in einem Bad Haller Kurheim gearbeitet, bevor er im März 2008 begann, an der HAK/ HAS Steyr als Schulwart zu arbeiten. Das war exakt zu jenem Zeitpunkt, als unsere Schule renoviert, umgebaut und erweitert wurde. In seiner Freizeit engagierte sich Herr Kührer stets politisch, war kurzzeitig Vize-Bürgermeister von Bad Hall und ist dort immer noch Gemeinderatsmitglied. Ebenso arbeitete er viele Jahre lang ehrenamtlich für den Bad Haller Fußballverein. Wir haben uns bei Herrn Kührer für seine langjährigen Dienste an der Schule mit einer Feierstunde und diversen HAK Steyr Goodies bedankt und wünschen ihm im Ruhestand viel Gesundheit und Zeit für seine Hobbies und seine Familie. Mag. Ute Wiesmayr
16 Corona „Als Neo-Tablet-Userin kann ich nur sagen: Bin happy, noch auf den „digitalen Zug“ aufgesprungen zu sein, denn es ist nie zu spät, um „teams-fähig zu werden.“ Andrea Leonhartsberger, Lehrerin, über die Tatsache, dass sie seit Beginn dieses Schuljahres mit einem Schul-Tablet ausgestattet ist: #DIGITALISIERUNG „nein, meine letzten meter in meinem lehrer-marathon lasse ich mir nicht entgehen, so möchte ich nicht in pension gehen!“ Hubert Stockmaier, Lehrer, über das Faktum, dass er als der Risikogruppe Zugehöriger nach dem Lock-down auch zuhause bleiben hätte können: #PERSÖNLICHKEITEN „Auf Grund der erlittenen Schicksalsschläge ist meine Lebenseinstellung sehr fatalistisch: Ich halte zwar Corona-Regeln ein, um nicht andere zu gefährden, habe aber selbst keine Angst, tue mein Bestes und genieße die kleinen Dinge des Lebens.“ Gundi Schöngruber, Lehrerin, die sich die letzten Wochen ihres Lehrerdaseins nur in der Schule vorstellen kann: #PERSÖNLICHKEITEN„ „Durch die Corona-Krise habe ich einige SchülerInnen sogar besser kennengelernt – persönlicher Kontakt und ständige Erreichbarkeit waren mir in dieser Zeit besonders wichtig.“ Silvia Rakowetz, Lehrerin, über ihre Tätigkeit als Individuelle Lernbetreuerin in der Lock-down-Phase: #WIRKÜMMERNUNS „Ich war begeistert davon, wie sehr die Individualisierung vom #distancelearning profi tiert hat. Ich konnte den SchülerInnen viel genauere und persönlichere Rückmeldungen geben.“ Gaby Geretschläger, Lehrerin, über die Möglichkeiten, die sich in dieser Phase methodisch neu auftaten: #SPRACHENVIELFALT „Viel Interessantes, Informatives war virtuell möglich („Logistiktag“, Konferenz mit BM Margarete Schramböck etc.). Aber kein Tool der Welt kann den persönlichen, realen Umgang mit Menschen ersetzen.“ Michaela Frech, Arge-Leiterin KFA/BW, über die Einschränkungen im direkten Kontakt mit Menschen: #PERSÖNLICHKEITEN „Natürlich war die Organisationsfülle enorm, aber die Digitalisierungsoffensive im Lehrkörper vom Beginn des Schuljahres und die diesbezügliche Kompetenz der SchülerInnen haben uns extrem geholfen.“ Mathias Spanring, Administrator, über die Herausforderungen in der Koordinierung des Schullebens: #TABLETSFÜRALLE „Ich hätte mir gewünscht, dass sich mein erstes Jahr in dieser verantwortungsvollen Aufgabe einfacher gestaltet, bin aber froh, in einem so tollen Team arbeiten zu dürfen. Das macht vieles viel einfacher.“ Julia Lesslhumer, Rechnungsführerin, darüber, dass sich der Sprung ins kalte Wasser im Team wohliger anfühlt: #PERSÖNLICHKEITEN „Jetzt hatten wir endlich Zeit, ungestört all die Dinge zu erledigen, die während des Schulalltags sonst zu kurz kommen.“ Johann Edelmann, leitender Schulwart, kann der Phase der Aussperrung von SchülerInnen und LehrerInnen auch positive Seiten abgewinnen: #DURCHSTARTEN
Corona 17 „Diese Zeit verlangt von allen viel Flexibilität. Die Teilnehmer des Distance-Learning können mit der gewonnenen Erfahrung dieser zukunftsträchtigen Kommunikationsmethode persönlich profi tieren.“ Familie Danninger, Abendschüler, über die Herausforderungen in der (Selbst-)Organisation: #HAKB „Auch für mich sind diese Zeiten nicht leicht, wegen dem Stress und der Regeln, die man einhalten muss, aber mit viel Ehrgeiz und Geduld haben wir es überstanden.“ Julian Greil, Schüler einer 1. Sport+Klasse, über Engagement und Zielstrebigkeit: #DURCHSTARTEN „Trotz der Entfernung lernte ich einige Mitschüler besser kennen und auch zu schätzen. Andere sind leider wortwörtlich von den Bildschirmen verschwunden.“ Viktoria Steindler, Schülerin, über die Vor- und Nachteile, die das Fehlen des direkten Kontaktes mit sich bringen kann: #PERSÖNLICHKEITEN „Krisensituationen verlangen Flexibilität. Bei unserer Maturavorbereitung konnten wir diese beweisen – sei es bei selbst organisierten „Online-Lernstunden“ oder beim richtigen Interpretieren von News aus dem Bildungsministerium.“ Lukas Dietachmair, Schüler der 1. Tablet-Maturaklasse, über Kooperation und die Mühen des ministeriellen Alltags: #TABLET+ „Auch auf sportlicher Ebene war die Corona-Krise eine große Herausforderung. Es fehlte eine strukturierte Trainingsroutine. Trotzdem haben wir versucht, uns durch Home-Workouts fi t zu halten.“ Jan Glück, Vize-Klassensprecher, über die spezielle Motivation von SchülerInnen des Zweiges Sport+: #VIELFALT „Wir müssen Danke sagen, dass unsere Kinder in diese Schule gehen dürfen. Es ist wirklich ein überaus schönes Zeichen, einen so netten und aufbauenden Brief zu schreiben. Mein Sohn Elias ist natürlich sehr stolz auf seine HAK. Daher darf ich ihnen und ihrem Lehrerteam ein riesengroßes Danke aussprechen, für ihren Einsatz in diesen schwierigen Tagen.“ Hannes Altrichter, Vater, über die Empathie in der HAK: #WIRKÜMMERNUNS „ich bewundere nicht nur, wie weitgehend problemlos ihr auf e-learning umgestellt habt, sondern auch, wie bemüht viele pädagogInnen sind und für die schülerInnen „erreichbar“ bleiben“ Sonja Farkas, Mutter, über das Engagement und die Flexibilität der LehrerInnen der Schule: #WIRKÜMMERNUNS „In der Corona – Krise durfte ich bei vielen Skype Terminen meines Papas wie beispielsweise täglichen Krisengesprächen, Verhandlungen, Interviews und Planungen zuhören. So bekam ich die letzten Wochen viele spannende Einblicke in die Praxis unseres Unternehmens.“ Leonie Hartlauer, Schülerin und Tochter eines erfolgreichen Steyrer Unternehmers, über die Chance, über den Tellerrand zu blicken: #WIRTSCHAFTSKOMPETENZ „Die HAK - Steyr macht das ganz super. Wir fühlten uns vom ersten „Corona“ an sehr sicher. Wir bekommen klare Informationen. Danke für Ihre Arbeit!“ Petra Koppler, Mutter, über das Krisenmanagement der Schule.: #WIRKÜMMERNUNS „Die erste Woche war sehr merkwürdig, aber im Laufe der Zeit gewöhnt man sich an die Umstände. Ich war sehr glücklich, dass die Prüfungen ausgefallen sind.“ Selma Gulijaj, Schülerin, hebt die positiven Aspekte der Schulschließung hervor: #HANDELSSCHULE
Die glücklichen „Corona-Maturanten“? the very special class of 2020 Es ist eine schwierige Situation für alle Menschen, denn es hat zurzeit fast jeder mit Schwierigkeiten und Problemen – ob groß oder klein, ob existenzbedrohend oder sogenannte „Luxusprobleme“ – zu kämpfen. Wer glaubt, dass Schülerinnen und Schüler zurzeit keine Probleme hätten, der irrt. Die Corona-Krise und die damit verbundenen Maßnahmen und Einschränkungen sind für Kinder und Jugendliche, aber auch für Lehrer/innen und Eltern eine große Belastung. Vor allem für die Maturantinnen und Maturanten in Österreich ist dies eine Zeit, in der große Verunsicherung herrscht. Unter diesen Maturantinnen und Maturanten befi nden uns auch WIR – der „Corona-Maturajahrgang“ der HAK Steyr. Wir gehören zu denjenigen, bei denen die Matura ganz anders verläuft als bei allen Maturajahrgängen zuvor. Wir müssen nämlich keine mündlichen Prüfungen ablegen. Gehören wir nun zu den „glücklichen“ Absolventen/innen? Die Matura bringt an sich schon viele Sorgen und Ängste mit sich: Werde ich die Prüfungen bestehen? Was soll ich nach der Matura machen? Bestehe ich die Aufnahmeprüfung für die Universität oder bekomme ich einen Job? All diese Fragen gehen den Maturanten/ innen in der Vorbereitungszeit vor den abschließenden Prüfungen durch den Kopf – und in den letzten Wochen tauchten noch viele weitere und viel dringlichere Fragen auf. Sich im Distance-Learning neben dieser Ungewissheit, ob und in welcher Form die Matura dieses Jahr stattfi nden soll, noch auf das Lernen zu konzentrieren und einen kühlen Kopf zu bewahren, war für viele eine große Herausforderung. Das hatte zur Folge, dass das Interesse an den Pressekonferenzen der Regierung zum Teil höher war als jenes am Lernstoff. Der Umstieg auf das Distance-Learning hatte zwar auch seine positiven Seiten – man konnte sich die Lernzeiten selbst einteilen und im eigenen Tempo lernen – der fehlende Kontakt zu den Lehrkräften und Mitschülern, die man nach diesem 18 Corona Semester vielleicht bis zum 10-jährigen Maturatreffen nicht mehr sehen wird, hat uns allen dennoch stark zu schaffen gemacht. So mancher denkt vielleicht, dass die heurigen „Corona-Maturanten“ Glück hätten. Aber von Glück kann nicht die Rede sein. Wir wurden abrupt aus unserem Schulalltag gerissen und standen für mehrere Wochen verunsichert im Regen. Die letzten Monate als Schülerinnen und Schüler hatten wir uns sicherlich anders vorgestellt. Covid19 hat uns zwar diese unwiederbringliche Zeit geraubt – dennoch blicken wir positiv in die Zukunft und versuchen das Beste aus dieser Situation zu machen! Rijalda Licina, 5EK
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