Im letzten Jahr habe ich einen Erasmus+ Antrag gestellt und gefragt, ob man als Vertragsbedienstete ein Job Shadowing machen kann. Ich war die erste Sekretärin, die so etwas machen wollte, doch es war möglich. Und es war eine einzigartige Erfahrung für mich! Anfang Mai begann meine Reise nach Finnland. Die Aufregung war groß! Zum ersten Mal reiste ich alleine. Was packt man für zwei Wochen ein? Wie komme ich vom Flughafen zum Hotel? Können dort alle Englisch sprechen? Wenn ich sonntags anreise, kann ich dann irgendwo Lebensmittel einkaufen? All diese Fragen schwirrten durch meinen Kopf. Ich hatte sehr viel Glück, denn ich kenne eine Lehrerin aus der finnischen Schule, in der ich zwei Wochen war. Anna Malinen war im Schuljahr 2017/18 zwei Wochen bei uns und dieses Jahr schaute ich mir ihre Schule an. Anna war eine sehr große Stütze für mich. Danke –Kiitos! Ich besuchte in Finnland eine gymnasiale Oberstufe und eine Neue Mittelschule. Dort war ich Gast im Deutsch-, Schwedisch-, Englisch- und Sportunterricht. Der Unterricht ist ganz anders als an unserer Schule. Die SchülerInnen in Finnland haben keinen eigenen Klassenraum, sondern die LehrerInnen sind in fixen Räumen eingeteilt und die SchülerInnen wechseln nach jeder Einheit. Eine Einheit dauert 75 Minuten, in dieser Zeit wird viel Finnland Job shadowing in Gruppen gearbeitet und selbständig gelernt. Zu Mittag gibt es für jede finnische Schülerin/jeden finnischen Schüler ein warmes Essen. Die LehrerInnen und die Sekretärin waren sehr nett zu mir. Die Finnen sind ja dafür bekannt, dass sie eher schüchtern und ruhig sind. Das stimmt auch, aber, wenn man zu sprechen beginnt und sie kennenlernt, dann sind sie ganz herzliche Menschen. Die meiste Zeit habe ich Englisch gesprochen, doch einige sprechen dort auch Deutsch und freuen sich, wenn sie einen Gesprächspartner haben. Finnland ist ein sehr schönes Land! Kuopio, die Stadt, in der ich war, befindet sich im Seengebiet. Die Seen dort sind unglaublich groß. Außerhalb der Stadt sind riesige Wälder. Dort wachsen hohe Fichten und Birken. Der Wald ist auch Heimat für Elche, Bären und Wölfe. Die Natur in Finnland ist wirklich einzigartig und wunderschön. Manuela Obermayr Kultur 47
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