30. Jahresbericht HAK Steyr 2018/19

Nico und Thomas sitzen vor ihrem Computer und arbeiten an einem Programm zur Darstellung von Prüfergebnissen aus der Qualitätskontrolle. Daneben entwerfen Salome und Michael grafische Symbole, sogenannte Piktogramme, für eine leichtere Nutzung eines Expertensystems, während Gina und Marlene einen Workshop zur Mitarbeitermotivation vorbereiten. Die sechs sind Schülerinnen und Schüler kurz vor ihrer Matura an der HTL, HLW und HAK in Steyr und arbeiten gemeinsam an ihren Diplomarbeiten mit dem Kugellagerhersteller SKF. Und das kam so: Um die Ausbildungen an den höheren berufsbildenden Schulen an die 4. industrielle Revolution, kurz Industrie 4.0, anzupassen, ließen sich die Professoren Franz Parzer (HTL), Karl Piaty (HAK), Ilse Döberl und Veronika Sterrer (HLW) zu Bildung 4.0-Koordinatoren ausbilden und entwickelten ein schulübergreifendes Projekt mit dem Steyrer Kugellagerspezialisten. SKF entwickelt am Standort Steyr Technologien im Qualitätsmanagement und in der Qualitätskontrolle, kurz Quality Technology, für den ganzen Konzern. Gerade wird an einem selbstlernenden Expertensystem gearbeitet, um mögliche bildung 4.0 zusammenarbeit mit skf Probleme in der hochkomplexen und präzisen Fertigung noch schneller identifizieren und beheben zu können, das Ganze weltweit vernetzt und in Echtzeit. Im Rahmen ihrer Diplomarbeiten widmeten sich die Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Aspekten der Verbesserung des Expertensystems und präsentierten ihre Lösungen direkt bei SKF. Manfred Gmainer und Roland Fertl von SKF Quality Technology, die wichtige Unterstützer während der ganzen Projektlaufzeit waren, werden nun die Ergebnisse in die Weiterentwicklung ihres Systems integrieren. Die ständige Anpassung der Ausbildung an den berufsbildenden Schulen, um der Arbeitswelt der Zukunft gerecht zu werden - Stichwort Digitalisierung - ist sowohl der HAK, HLW und HTL ein wichtiges Anliegen. Nur gemeinsam mit den Leitbetrieben der Region ist dies möglich. „Die wichtigen Bausteine Diplomarbeit und Berufspraktikum erleichtern die Zusammenarbeit in Projekten wie diesem und führen Theorie und Praxis zusammen“, freut sich Direktorin Ute Wiesmayr. Es werden bereits weiterführende Projekte für künftige Kooperationen geplant. Mag. Karl Piaty Praxis und Karriere 33

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2