24. Jahresbericht HAK Steyr 2011/12

20 LITERATUR Das Projekt “SCON – Schreibcontest für alle höheren Schulen Steyrs“ wurde von uns, einer vierköpfigen Projektgruppe der 5DGK, ins leben gerufen. mit unserem Projekt wollten wir erreichen, dass sich die Steyrer Jugend mehr mit Kultur befasst. Außerdem wollten wir die Jugendlichen zum Schreiben motivieren. Unterstützt wurden wir von unserem Auftraggeber, Herrn mehmetYildiz vom linzer Avrasya Kulturverein. Dieser Verein beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit Kultur und bietet auch Nachhilfe für Schüler an. Da wir den EDV-Schwerpunkt gewählt haben, wurde die Werbung großteils mit Computerunterstützung gestaltet. Wir erstellten eine Website mit HTml, einen Wordpress-Blog, drehten unser eigenes Werbevideo, welches auf Youtube, auf unserer Website und im City Kino Steyr zu sehen war. Zusätzlich waren wir auf facebook präsent. An einem unbekannten Tag, vor unbekannter Zeit, an einem unbekannten Ort ließ sich das “K“ an einem flussufer nieder. Schon seit ein paar Wochen war es auf Wanderschaft durch die große, weite Welt, auf der Suche nach Gesellschaft. Hie und da traf das “K“ ein paar nette Gestalten, doch es hatte nie das Gefühl, auf derselben Wellenlänge mit ihnen zu sein. Denn das “K“ hatte ganz besondere Interessen, es liebte die Kunst. Die bildende Kunst. Die Sonne schien, der Wind stand still, die Vögel zwitscherten munter vor sich hin und das “K“ hörte das Rauschen des flusswassers. Entspannt ließ es sich in die saftige Wiese fallen und schloss die Augen, genoss denTag und dachte über die malerei nach. So viele Künstler müsste das “K“ noch kennenlernen, es hatte zwar schon viel von dieser Welt gesehen, aber wie gesagt, diese war groß und bot unendlich viele möglichkeiten, um die Kunst auszuleben. Einmal traf das “K“ einen namhaften Künstler in Italien, von dem es immens beeindruckt war. Er schuf nicht nur Kunstwerke, sondern auch eine große Anzahl von Entwürfen für Gebäude, Gegenstände und Skulpturen, zu deren Realisierung er aber leider nie kam. Dennoch, das “K“ bewunderte diese Person auf das Höchste und es war eine große Ehre, diesen besonderen Künstler kennenzulernen. Von Italien aus begab sich das “K“ weiter nach Slowenien, wo es aber wieder umkehrte, weil es da auf einen alten Bekannten traf, den es nicht sehr leiden konnte. Das “K“ ging immer weiter und weiter, bis es so erschöpft war, dass es in einer kleinen Bar haltmachte. Dort setzte es sich an einen Tisch, bestellte Trank & Speis und bemerkte erst gar nicht, dass es in der Bar eine Bühne gab, auf der jemand etwas vorführte. Es gefiel dem “K“ sehr und nach der Vorstellung ging es zu dem Unterhalter hin und wollte ihn fragen, wer er sei und was er da getan hatte. “Entschuldigung, aber könntest du mir sagen, wer du bist?“ “Ich?“ Ich bin die Unterhaltung, auch genannt das “U“. Und wer bist du?“ “Ich bin die Kunst. Du kannst aber auch gerne “K“ zu mir sagen.“ Das “K“ und das “U“ unterhielten sich noch lange, erst als die Bar zumachte, unterbrachen sie ihr Gespräch.Weil sie sich sehr gut verstanden und das “U“ sich sowieso so einsam fühlte, beschloss es, mit dem “K“ mitzugehen, um die Welt kennenzulernen. So wurde es ihnen auch niemals langweilig – das “K“ erzählte dem “U“ eine menge von der Kunst und was es daran so mochte, das “U“ unterhielt das “K“ natürlich und gemeinsam traten sie sogar in allen möglichen Städten und Dörfern auf, um die leute zu amüsieren. Vorwiegend plante das “K“ die Auftritte des “U“, welches meistens die menschen mit interessanten Wortspielen und Witzen belustigte. An einem grauen Herbsttag spazierten die beiden durch eine Grafschaft in England und an diesem Tag war ihnen wirklich langweilig. Das “U“ hatte keine Ideen mehr und das “K“ fand gerade kein Interesse an der Kunst – frischer Wind musste her. Unter einem großen Baum machten sie eine neue Bekanntschaft, das “l“,, welches sich auch die literatur nannte. Es saß in einem weißen Klappstuhl und hielt ein Buch in seinen Händen, fast hätte es das “K“ und das “U“ nicht bemerkt, so vertieft war es in sein Buch gewesen. “Hallo“, rief das “U“ dem “l“ zu. Vor Schreck ließ es sein Buch in dieWiese fallen und ärgerte sich, weil es nun dreckig war. “GutenTag, kann ich euch in irgendeiner Weise helfen?“, fragte es die beiden höflich. “Was hast du da? Es sieht interessant aus, darf ich mal sehen?“, fragte das “K“, es war immer offen für Neues. “Das ist ein Buch. Darin stehen Wörter, sehr viele Wörter, welche meist verknüpft zu einer sehr unterhaltsamen Geschichte sind. Sagt nicht, dass ihr noch nie ein Buch gesehen habt!“ Das “K“ und das “U“ schüttelten den Kopf. “Um Himmels willen!“, rief das “l“.. “Dann wird es ja höchste Zeit, meint ihr nicht auch? Setzt euch hin, meinetwegen auf den Boden und hört mir zu, ich werde euch nun etwas erzählen.“ Das “l“ war nicht zu bremsen. Es erzählte und erzählte und erzählte, bis die Dämmerung einsetzte und es die Wörter des Buches nicht mehr erkennen konnte. Von da an waren das “K“ und das “U“ ein wenig gescheiter, was ihre Allgemeinbildung betraf. Immerhin wussten sie jetzt, was ein Buch ist und was genau man unter literatur versteht. Vor allem das “K“ zeigte sich interessiert, das “U“ war nicht ganz derTyp fürs lesen, aber das “l“ sagte, es gebe sehr viele unterschiedliche Bücher und am nächsten Tag führte es sie in seine eigene Bibliothek. Sie bestand aus unzähligen Bücherregalen, und während das “l“ die Kunst und die Unterhaltung ein wenig umher führte, sprach es mit solch Enthusiasmus, der den beiden fast zur Gänze fremd war. Niemals zuvor hörten sie ScoN – SchREIbcoNTEST FüR AllE höhEREN SchUlEN STEyRS DER SIEGERbEITRAG - WIE AUS DEm “K“ DIE KUlTUR WURDE Peter Bauer, Sarah Kruglhuber, Elif Cayli, Philipp löffler

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