24. Jahresbericht HAK Steyr 2011/12

VIERUNDZWANZIGSTER JAHRESBERICHT

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5 2011/12 VIERUNDZWANZIGSTER JAHRESBERICHT INHALTSVERZEICHNIS PREISE 04 VORWORT DER Schulleitung 05 VORWORT DER REDAKTION & SPONSOREN 06 SEKRETARIAT 07 SCHULCHRONIK 08 Handelsakademie für berufstätige 09 PENSIONIERUNGEN / TODESFALL 10 50 Jahre hak 12 SPRUNGBRETT & BILDUNGSBERATERTAG 16 PRESSE MACHT SCHULE 17 LITERATUR 18 KUNST UND KULTUR 20 COMENIUS - PROJEKT 22 SPENDE - LIVE&LEARN - PROJEKT 23 PROJEKT 24 VIDEOCONTEST / PROJEKT 25 PROJEKT / OFFICE POOL 26 BUSINESSTRAINING / EDUBOT 27 NATURWISSENSCHAFTEN 28 FAIR-TRADE-TAG / LIFEDAY 31 KUNSTPROJEKT 32 WETTBEWERB / HAK TRIFFT WIRTSCHAFT 34 GREEN MANAGEMENT 35 MUSIK 36 ASSISTENTIN 37 VARIO 38 FREMDSPRACHEN 39 SPRACHEN 40 SPORT 46 KlassenFOTOS 50 Lehrerfotos 81 INSERATE 86 IMPRESSUM 93

6 Preise  1. Preis Oberösterreichischer Fremdsprachenwettbewerb, Mehrsprachigkeitswettbewerb Englisch + Spanisch: Stefanie Roithmayr, 5AK  1. Preis Oberösterreichischer Fremdsprachenwettbewerb, Spanisch: Julia Rath, 5CK  3. Preis Oberösterreichischer Fremdsprachenwettbewerb, Spanisch: Dominik Ebner, 5CK  Beim Bundesbewerb “Spanisch“ erreichte Julia Rath den 3. Platz  Landesmeister-Titel für die Burschenmannschaft im Volleyball  Platz 2 bei der Oberstufen-Landesmeisterschaft im Mixed-Volleyball  Platz 3 bei der Landesmeisterschaft für die Mädchen-Volleyballmanschaft  Steyrer Bezirksjugendskitag 2009: Dietl Denise gewinnt mit Tagesbestzeit die Damenwertung, Sylvana Wolfslehner belegt den 2. Platz (Jugend 1), Michael Halbartschlager holt den 3. Platz (Jugend 1) und David Doppelmeier erreicht den 2. Platz in der Snowboard-Wertung (Jugend 1)  Österreichische UNESCO-Kommission nominiert das Projekt der 4 GK “The Art of Life“ für die Auszeichnung als österreichisches Dekadenprojekt  Auszeichnung für Sarah Steiner 4CK beim “Profil“ Schülerzeitungswettbewerb  Thomas Schiller und Christoph Geyer belegen beim Landesfinale des EuropaQuiz in Oberösterreich den ersten und zweiten Platz  Sieg der 3BK beim landesweiten Wettbewerb “Tourismus bringt’s“  Sieg für das “Hak-Racing-Team“ beim Linzer Schul-Staffel-Marathon Folgende Preise wurden von Schülern, Lehrern oder Klassen unserer Schule im abgelaufenen Schuljahr gewonnen: • 1. Preis für die 4EK bei “Presse macht Schule“, dem Schulwettbewerb der Tageszeitung “Die Presse“. • 1. Preis für die 3EK beim Video-Wettbewerb “Diversity and Tolerance“ der Wiener US-Botschaft. • Sieg beim Landesfremdsprachenwettbewerb “Spanisch“ für Theresa Rumpelsberger (5AK). • 2. Platz für “Office-Pool“ bei “WebACTY“, dem Homepage-Wettbewerb der österreichischen Übungsfirmen. • 2. Platz bei den oberösterreichischen Schulgolf-Meisterschaften: Michael Leitner (5BK), Christopher Leitner (3EK), Moritz Palmi (3BK), Mag. Anita Engelmann. • Landessieger im österreichweiten Businessplanwettbewerb, Kategorie Geschäftsidee, “Be fair GmbH“, Betreuung: Prof. Jutta Christl • Best of “Planspiel Logistik“ der Fachhochschule Steyr: Gruppe Janine Danmayr, Martina Lindner, Isabella Steinmaßl, Sandra Bergmair, Sandra Danner, (alle 4 BK), Betreuung: Prof. Michaela Frech. Gruppe: Isabella Hermann, Alina Hinterleitner, Jennifer Hinterleitner, Patricia Altmann, Viviane Oppeneder, (alle 4 EK), Betreuung: Prof. Jürgen Egelwolf • Sieg von Sandra Kienböck beim SCON-Schreibcontest

7 Liebe Schulgemeinschaft! VORWORT DER SCHULLEITUNG Im Schuljahr 1961/62, vor genau 50 Jahren, begann der Unterricht für die ersten SchülerInnen der “Städtischen Handelsakademie“ in der Schwimmschulstraße 13 in einem Gebäude, das schon seit 1919 die “Städtische Handelsschule“ beherbergt hatte. Die Handelsakademie Steyr hat sich seit ihrer Gründung immer als Impulsgeber in pädagogischen Belangen verstanden: Schon im Jahr 1971, vor genau 40 Jahren, verfügte sie bereits über die ersten Computer und diente als Schulungszentrum für alle Handelsakademien Österreichs. Nach der Übersiedelung unserer Schule in die Leopold-Werndl-Straße 7 im Jahr 1978 gab es an der HAK Steyr eine der größten SchulEDV- Anlagen Österreichs. Finanziert wurden diese Computer, die damals 450.000 Schilling kosteten (rund 83.000 €), unter anderem durch eine Bausteinaktion unter den SchülerInnen. Die 90er Jahre waren durch viele Veränderungen und Neuerungen geprägt: • Im Schuljahr 1990/1991 wurde das Angebot unserer Schule durch die Gründung der “Handelsakademie für Berufstätige“ modernisiert und erweitert. • Mit dem Lehrplan 1994 startete die HAK Steyr die Erfolgsgeschichte der Ausbildungsschwerpunkte, von denen zwei in die gesamtösterreichischen Schulversuche übernommen wurden und deren letzte Klasse im kommenden Jahr die Reifeprüfung ablegen wird. • Auch beimThema Internet bewies die HAKSteyr Innovationsgeist: Seit 1995 verfügt unsere Schule über einen Internetanschluss und eine eigene Homepage. Seit 2011 ist die BHAK/ BHAS Steyr auch auf Facebook präsent. • Im Schuljahr 1995/96 startete an unserer Schule mit dem Schulversuch “Offenes Lernen“ in der ersten Klasse der Handelsschule ein weiteres Erfolgsprojekt mit Langzeitwirkung: Das an unserer Schule entwickelte COOLPrinzip wird mittlerweile in beinahe allen berufsbildenden Schulen Österreichs angewandt und ist auch ein Kernstück des neuen Lehrplans der Handelsschule. • Im Jahr 2001 begann die langwierige Zeit des Schulumbaus mit dem Bezug der ersten Container, deren Zahl auf zwölf im gesamten Schulzentrum anwachsen sollte. 2006 war endlich der Beginn des Umbaus unserer Schule, der bis 2008 dauerte und uns ein modernes, bestausgestattetes und freundliches Schulhaus bescherte. Doch genug des Rückblicks! Dank des Schulentwicklungsprojektes “Vision HAK 2015“ ist die BHAK/BHAS Steyr auch bestens gerüstet, die Herausforderungen der Zukunft an Schule und Bildung zu meistern! Auf der einen Seite haben wir die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in den letzten Jahren kontinuierlich verstärkt und können nun noch mehr Praxisorientierung an unserer Schule anbieten: Abgesehen von Lehrausgängen zu Firmen und öffentlichen Einrichtungen möchte ich an dieser Stelle auf die Vortrags- und Diskussionsreihe “HAK trifft Wirtschaft“, “Sprungbrett“ – unsere neue Karrieremesse, das “HAK BusinessTraining“ für alle 2. und 3. Klassen sowie das Pflichtpraktikum in der Handelsschule verweisen. Auf der anderen Seite beschäftigen sich die LehrerInnen sehr intensiv und in vielen Fortbildungsveranstaltungen mit der Weiterentwicklung ihres Unterrichts im Hinblick auf die zunehmend wichtiger werdende Individualisierung und Kompetenzorientierung und auf die standardisierte Reife- und Diplomprüfung. Mit CLIL (Englisch als Arbeitssprache) bereiten wir unsere SchülerInnen auf die Herausforderungen des Lebens in einer globalisierten Welt vor. Das Kurssystem, das ab diesem Schuljahr für die 3. bis 5. Klassen angeboten wird, bietet viel Flexibilität und neue Wahlmöglichkeiten. Schließlich haben wir uns auch vorgenommen, unseren “Lebensraum Schule“ aktiv zu gestalten: Das Prädikat “Gesunde Schule“ hat die BHAK/BHAS Steyr im vergangenen Jahr erhalten, noch heuer werden die Gänge, Pausenräume und einige Klassenzimmer umgestaltet, um so der Forderung, den Raum als Pädagogen zu verstehen, nachzukommen. Liebe Schulgemeinschaft, ich möchte mich auch an dieser Stelle sehr herzlich bei all jenen bedanken, die seit Jahren viel Zeit und Energie in die Weiterentwicklung unserer Schule investieren und so dazu beitragen, dass die BHAK/BHAS Steyr eine besonders attraktive Schule ist. Erholsame Ferien!

8 Das 50-jährige Bestehen der Handelsakademie war Anlass einer großen Schulfeier, an der Vertreter des ministeriums, des landes und der Stadt, bedeutende Vertreter der Wirtschaft, langjährige großzügige Sponsoren, KollegInnen aus vergangenen Tagen und der Gegenwart sowie viele AltmaturantInnen teilnahmen und so dem Abend einen würdigen Rahmen verliehen. mit dieser Ausgabe verabschiedet sich das Redaktionsteam. Wir danken unseren KollegInnen für ihre Unterstützung bei der Erstellung des Jahresberichtes, die damit Kernkompetenzen unserer Schule, wie Teamfähigkeit und soziales Engagement, unter Beweis stellten. Ganz besonders bedanken wir uns bei Ihnen, den KäuferInnen des jährlichen Jahresberichtes, dessen Reinerlös uns immer wieder die möglichkeit bietet, Schulprojekte zu unterstützen. Herzlichst Eva Garstenauer und Kurt Koller Jahresberichtsteam VORWORT DER REDAKTION SPoNSoREN WIR BEDANKEN UNS BEI fOlGENDEN SPONSOREN: ENNSKRAfTWERKE AG KATHOlISCHER PRESSVEREIN STYRIA WOHNUNGS- UND SIEDlUNGSGENOSSENSCHAfT GESchäTZTE lESERIN, GESchäTZTER lESER!

9 Unser geschätztes personal Schulärztin: Dr. Andrea Höller Sekretariat: Anita Bruckmayr, Josefine Hörzenberger, Manuela Obermayr, Nadine Schlager Schulwarte: Johann Edelmann, Markus Hilgärtner, Walter Kührer Buffet: Herwig Resch Reinigung: Firma Sodexo Dienstzeitenwährend der Ferien Montag bis Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr Von 30. Juli bis 17. August 2012 ...ist das Sekretariat nicht besetzt. In dringenden Fällen ist die Schulleitung unter 0650/40 29 204 und ute.wiesmayr@hak-steyr.eduhi.at zu erreichen. Schulbeginn 2012/13 Montag, 10. September 2012 Klasseneinteilung, 8.30 Uhr (Hausschuhe und Schreibzeug) Wiederholungs- und Nachtragsprüfungen, 08:00 Uhr Dienstag, 11. September 2012 Klassenvorstandsgeschäfte, 1. und 2. Einheit Wiederholungs- und Nachtragsprüfungen, 08:00 Uhr Eröffnungskonferenz, 15.00 Uhr Mittwoch, 12. September 2012 Stundenplanmäßiger Unterricht, Ökumenische Eröffnungsfeier SEKRETARIAT Josefine Hörzenberger Manuela Obermayr Nadine Schlager Anita Bruckmayr

10 Klassenvorstandsbesprechung Schriftliche Wiederholungsprüfungen Klasseneinteilung Schriftliche Wiederholungsprüfungen Konferenz HAKB Konferenz Pädagogischer Nachmittag Tag des Sports Nebentermin BDA (HAK) Nebentermin ÜFA (HAKB+HAS) Intensivsprachwoche 5AK: Madrid/Salamanca Leiterin: Mag. Andrea Leonhartsberger Intensivsprachwoche 4AK, 4EK: Nizza Leiterin: Mag. Helga Frisch Intensivsprachwoche 5BCE: Malaga Leiterin: Mag. Marisa Officia Nebentermin Fremdsprachen, Mathematik (HAK) Nebentermin Deutsch (HAKB+HAS) Elternabend 1. Klassen Nebentermin Deutsch (HAK) Klassenfotos Kulturwoche 5DGK: Portugal; Leiter: Mag. Gerhard Baumgartner Teilbeurteilungskonferenz BildungsberaterInnen der Hauptschulen zu Besuch an der HAK Nebentermin mündlich (HAK, HAS, HAKB) Projektwoche 3BS: London Leiter: Mag. Dieter Kroneisl Exkursion Eco Biz 3ABCDE: Wien Energiehaus, Rathaus Schulsprecherwahl Lehrausgang 4CK: Stadt Steyr Lehrausgang 2CK: Linz Zentrum, Höhenrausch Exkursion 3CK: Wien: Museum Belvedere, Stadtrundgang Lehrausgang 5DGK, 1DK, 2ABS: Museum Arbeitswelt Exkursion 2BK: München Filmstudio, Technisches Museum Schulautonom freier Tag Pädagogische Konferenz Exkursion 1CK: Seitenstetten Schacherhof Lehrausgang 4BK, 5EK + 5DGK: Citykino Steyr Lehrausgang 3ABK: Ursulinenhof Linz Exkursion 4CK: Life Radio Linz Exkursion 4AK: WKO Linz Lehrausgang 5BK: Film/Ernährung Lehrausgang Social Business: Weltladen Steyr Exkursion 5AK, 5BK: Salzburg BEST-Messe Vienna English Theater Exkursion 2DK: Wien Lehrausgang 1AS, 1BS: AK Steyr, Kino Exkursion 5AK: Wien: Albertina, Uno-City, Kabarett Simpl schulautonom freier Tag Schnuppertag Sprechtag Exkursion 5BK: Wien Cargo, Schlumberger, Simpl Lehrausgang 5CK: Salzburg Stadt-Zentrum Anmeldeschluss AP/RDP Frühjahrstermin, Interreligiöse Weihnachtsfeier Weihnachtsferien Lehrausgang 1BK: Citykino Lehrausgang 5EK: Garsten-Justizanstalt Lehrausgang 4AK: KH-Steyr Schnuppertag Infotag Lehrausgang 3EK:Wien, US Botschaft Lehrausgang 4CK: KH Steyr-Pathologie Lehrausgang 5DGK: Justizanstalt Garsten Maturaball Lehrausgang 3ABCD: Steyr – Oberbank Anmeldeschluss Haupttermin RDP/AP Lehrausgang 3AS: AMS-Steyr Semesterkonferenz Lehrausgang 5BK: Justizanstalt Garsten Exkursion 1BS: Forsteralm Lehrausgang 3AK: Steyr-Michaelerplatz, Semesterferien Lehrausgang 3AS: AMS-Steyr Abgabe der Themenvorschläge Haupttermin RDP/AP Lehrausgang 4CK: WKO-Wien, eBusiness Day 2012 SCHULCHRONIK 12.09.11 13.09.11 15.09.11 16.09.11 16.09. - 23.09.11 17.09. - 24.09.11 18.09. - 25.09.11 19.09.11 20.09.11 26.09. - 28.09.11 28.09. - 05.10.11 28.09.11 04.10.11 06.10.11 09.10.11 10.10.11 11.10.11 12.10.11 13.10.11 14.10.11 20.10.11 24.10. - 25.10.11 31.10.11 03.11.11 03.11 - 04.11.11 09.11.11 11.11.11 14.11.11 14.11.11 16.11.11 17.11.11 18.11.11 24.11.11 25.11.11 02.12.11 06.12. - 07.12.11 09.12.11 12.12.11 15.12.11 15.12. - 16.12.11 16.12.11 23.12.11 24.12. - 07.01.12 13.01.12 13.01.12 18.01.12 19.01.12 19.01.12 24.01.12 26.01.12 27.01.01 28.01.12 01.02.12 10.02.12 10.02.12 15.02.12 15.02.12 17.02.12 17.02.12 18.02. - 26.02.12 28.02.12 29.02.12 01.03.12 WINTERSEMESTER 2011/12 termine SOMMERSEMESTER 2012 termine 01.03.12 02.03.12 02.03. - 03.03.12 06.03.12 07.03.12 08.03.12 08.03.12 12.03.12 13.03. - 14.03.12 13.03.12 22.03.12 23.03.12 24.03. - 30.03.12 24.03. - 30.03.12 26.03.12 28.03.12 28.03.12 28.03.12 29.03.12 31.03. - 10.04.12 12.04.12 19.04.12 19.04.12 19.04. - 20.04.12 23.04.12 25.04.12 25.04. - 27.04.12 26.04.12 29.04. - 03.05.12 30.04.12 01.05.12 02.05.12 03.05.12 04.05.12 07.05.12 08.05.12 08.05.12 09.05.12 10.05.12 16.05.12 17.05.12 18.05.12 18.05. – 24. 05.12 21.05.12 21.05. - 25.05.12 25.05.12 25.05.12 26.05. - 29.05.12 30.05.12 31.05.12 04.06.12 05.06.12 06.06.12 07.06.12 08.06.12 12.06. - 13.06.12 14.06. - 15.06.12 18.06. - 19.06.12 20.06. - 21.06.12 25.06. - 26.06.12 25.06.12 27.06. - 28.06.12 29.06.12 02.07. - 04.07.12 06.07.12 Lehrausgang 1DK: ARS Electronica-Center-Linz Lehrausgang 5AK: MAN-Steyr Exkursion 5DGK: Wien: Stephansdom, Theater Lehrausgang 2CK: Linz UFO, Lentos Lehrausgang 3CK, 3EK: Gedenkstätte Hartheim Lehrausgang 1AS: Paraplü Rundgang Exkursion 4AK, 4CK: Nationalrat Wien, BEST Lehrausgang 1AS: Steyr-Theaterworkshop Exkursion 2AK: Gosau Lehrausgang 4AK: Steyr-Landesgericht Lehrausgang 4EK: Steyr-Museum Arbeitswelt Lehrausgang 2AK: Kino Wintersportwoche Pfunds 2BK, 2DK, 3AK: Leiter: Mag. Peter Rinner Wintersportwoche Pfunds 2AK, 2CK: Leiter: Mag. Kurt Söser Lehrausgang 4EK, 4CK: Steyr-Landesgericht Lehrausgang 2ABS: Museum Arbeitswelt, Demos Akademie Lehrausgang 5DGK/Ethikschüler: Justizanstalt Garsten Lehrausgang 3BK: Steyr-Museum Arbeitswelt Lehrausgang Social Business: Steyr-Museum Arbeitswelt Osterferien Lehrausgang 2CK: Pfarre Garsten Lehrausgang 4AK: Museum Arbeitswelt - Fair Trade Tag Lehrausgang 4EK, 4 BK: Planspiel Logistik FH-Steyr Exkursion 3BS: Wien Parlament Lehrausgang 3CK: WKO-Steyr Lehrausgang 4BK: Waidhofen – Firma Bene Exkursion 3AS: Venedig Exkursion 4CK: Wien-Studio 44, Lotterien Projekttage 4AK: Berlin Leiter: Mag. Voglsam schulautonom frei Staatsfeiertag Schlusskonferenz Abschlussklassen HAK/HAS/HAKB Zeugnisausgabe Abschlussklassen HAK/HAS/HAKB HAK/HAS Jahresprüfungen, HAKB-Semesterprüfungen Landespatron (unterrichtsfrei) HAS Schriftliche Klausurarbeit Deutsch HAK/HAKB Schriftliche Klausurarbeit Deutsch HAK/HAKB Schriftliche Klausurarbeit ÜFA Lehrausgang 2ABS: Museum Arbeitswelt, Demos Akademie HAK/HAKB Schriftliche Klausurarbeit Fremdsprachen und Mathematik HAK/HAKB Schriftliche Klausurarbeit BDA HAS Abgabe der korrigierten Klausurarbeiten HAS Teilbeurteilungskonferenz HAS Fototermin Christi Himmelfahrt Schulautonom frei Projektwoche Schüleraustausch 4BCK Venedig, San Benedetto, Rom Leiterin: Mag. Ute Wiesmayr Lehrausgang 2DK: Museum Arbeitswelt Intensivsprachwoche 4CK Malaga: Leiter: Mag. Martin Steinkellner HAK-Abgabe der korrigierten Klausurarbeiten HAKB/HAK Teilbeurteilungskonferenz HAK/HAKB Fototermin Lehrausgang 2ABS: Museum Arbeitswelt, Demos Akad. Pfingsten Exkursion 4EK u. EcoBiz: Fa. Backhausen, Fa. Waldviertler Lehrausgang 2DK: MAW Mündliche AP 3AS Mündliche AP 3BS HAS Abschlussfeier Fronleichnam Schulautonom frei Mündliche RDP 5AK Mündliche RDP 5BK Mündliche RDP 5CK Mündliche RDP 5DGK Mündliche RDP 5EK Notenschluss Mündliche RDP 8A Schlusskonferenz HAK und HAKB Maturafeier Workshop-Tage Schulschluss

11 HANDeLSAKADeMIE FÜR BERUFSTÄTIGE Lebenslanges Lernen ist ein Schlüssel zum Erfolg in der Arbeitswelt und der Abschluss einer Wirtschaftsschule mit Matura oftmals DIE Voraussetzung, um in einem Unternehmen “weiter zu kommen“. Die Steyrer Handelsakademie für Berufstätige dauert 8 Semester, wobei nach dem Ende des 8. Semesters die Reife- und Diplomprüfung (Matura) auf dem Programm steht. Damit steht auch der Weg an die Fachhochschule oder Universität jederzeit offen. Am Ende des 4. Semesters kann zudem der Handelsschulabschluss im Rahmen der HAK für Berufstätige abgelegt werden. Voraussetzungen für den Einstieg in die “HAK B“ sind ein Mindestalter von 17 Jahren sowie eine positiv abgeschlossene 8. Schulstufe (zB Abschlusszeugnis der vierten Klasse Hauptschule oder Gymnasium). Man muss nicht unbedingt berufstätig sein, um sich bei uns am Abend weiterbilden zu können: Auch für Mütter und Väter, die sich in Karenz befinden, ist der Besuch der HAK B selbstverständlich möglich und generell für all jene, die einen Matura- oder Handelsschulabschluss erreichen möchten. Der Unterricht in der “Abendschule“ findet jeweils dienstags und mittwochs von 18 bis 22 Uhr statt. Dazu kommt noch jeder zweite Montag, ebenfalls von 18 bis 22 Uhr. Diese “Präsenzphasen“ sind deshalb so gering, weil wir einen hohen Anteil an “Fernlehrephasen“ haben, wo sich die Studierenden die Erledigung von Arbeitsaufträgen flexibel selbst einteilen können. Dabei werden auch moderne Lernplattformen wie “moodle“ eingesetzt. Es gelten in der “Abendschule“ übrigens dieselben Schulferien wie in allen anderen oberösterreichischen Schulen, was gerade für Studierende mit schulpflichtigen Kindern durchaus positiv und praktikabel ist. Die Gegenstände sind im Prinzip ebenfalls dieselben wie in der “Tagesschule“, werden aber als Module bezeichnet. Die Palette reicht also von Marketing und internationaler Geschäftstätigkeit über Wirtschaftsinformatik, Spanisch oder Französisch, Persönlichkeitsbildung und soziale Kompetenz bis hin zu Geschichte, Geographie, Naturwissenschaften und Mathematik. Mit der Umstellung auf dieses Modulsystem können wir auf die Lebensbedingungen der Studierenden im “zweiten“ Bildungsweg noch besser eingehen als früher, da nicht mehr unbedingt alle Semester bzw. alle Gegenstände zur Gänze besucht werden müssen. So können bspw. durch den Nachweis einer abgeschlossenen Lehre bestimmte Module (= Gegenstände) eines oder mehrerer Semester angerechnet werden. Auch autodidaktisch erworbene Kenntnisse können den Besuch eines Gegenstandes in einem bestimmten Semester ersetzen, wenn Sie durch eine Prüfung nachgewiesen werden können. Den Studierenden jedes Semesters steht übrigens ein sogenannter “Studienkoordinator“ zur Seite, der sich als erster Ansprechpartner erweist und das Semester wie ein “Klassenvorstand“ in derTagesschule betreut. Mit den Mitstudierenden kann über das Intranet der Schule ebenfalls kommuniziert werden. Als andragogische Leiterin der HAK für Berufstätige sind mir gezieltes Coaching sowie ein breites Angebot an Lernbegleitmaßnahmen ein besonderes Anliegen. Meinem Stellvertreter, Prof. Mag. Manfred Reil, und mir ist es zudem sehr wichtig, den Studierenden bei allen Fragen zum Modulsystem sowie für individuelle Beratung besonders rasch und unbürokratisch zur Verfügung zu stehen: per Mail, Telefon und natürlich auch persönlich. Damit versuchen wir dienstleistungsorientiert auf die besonderen Rahmenbedingungen unserer Studierenden Rücksicht zu nehmen. Denn es ist sicher nicht einfach, Beruf, Familie bzw. Privatleben und die Ausbildung an der HAKHAKB unter einen Hut zu bringen. Zu den vielen positiven “Beispielen“, die das geschafft haben, gehören unter anderem Martin Andersohn, heute Geschäftsstellenleiter bei der Oberbank Steyr, und Doris Edtmayer, Leiterin der Dienststelle Anlagen- und Wasserrecht am Magistrat der Stadt Steyr. Beide denken heute noch sehr positiv an ihre Ausbildungszeit an unserer Schule und haben sich deshalb auch als “Testimonial“ in unserem neuen Flyer, der sich auch auf der Homepage www.hak-steyr.at befindet, zur Verfügung gestellt. Wir sind natürlich stolz auf alle unsere TopAbsolventInnen, die bewiesen haben, dass es nie zu spät ist für einen neuen Weg, der die Karriereleiter nach oben führt! Prof. MMag. Michaela Frech Andragogische Leiterin der HAK für Berufstätige Berufsbegleitend und professionell betreut zur Matura Studierende des 8. Semesters: Helmut Kaiser, Aaron Hörndler, Andrea Luegmayr und Lydia Kruglhuber

12 Pensionierungen / todesfall Schon während seines Studiums an der Universität Salzburg verbrachte Robert Böglberger viel Zeit in Italien, England und Spanien, um seine Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen und Land und Leute kennen und lieben zu lernen. Im September 1979 begann er an der BHAK/ BHAS Steyr Englisch, Italienisch und Spanisch zu unterrichten. Gleichzeitig absolvierte er seine “Einführung in das praktische Lehramt“ am Bundesgymnasium Steyr Werndlpark. Schon im April 1984 wurde Robert Böglberger pragmatisiert, noch im selben Jahr definitiv gestellt und 1986 wurde ihm eine schulfeste Stelle als Professor für allgemeinbildende Fächer verliehen. Seine beiden Einführenden ins Lehramt hatten schon in ihrer Beurteilung erwähnt, dass Robert Böglberger nicht nur über gründliches Fachwissen und ein natürliches pädagogisches Geschick verfügt, sondern dass er “ein gesundes Verständnis für die jugendliche Eigenart seiner Schüler zeigt und durch seine freundliche Art für ein günstiges Unterrichtsklima sorgt“. Auch nach mehr als 30 Jahren im Schuldienst haben diese Aussagen, ebenso wie jene über die stets kollegiale und hilfsbereite Wesensart unverändert ihre Gültigkeit! Lieber Robert, deine ehemaligen Kolleginnen und Kollegen wünschen dir, dass du deinen Ruhestand genießen wirst und in den kommenden Jahren gemeinsam mit deiner Frau in ihrer spanischen Heimat verbringen kannst. Direktorin Mag.a Ute Wiesmayr war nicht nur das Lied, das sich Josef Kaindl als Abschluss seiner Nachtwache gewünscht hatte, sondern es charakterisiert auch sehr gut, was Josef in seinem Leben wichtig war: Seinen eigenen Weg zu finden und ihn zu leben, auch wenn dieser Weg nicht immer der einfachste war. Selbst in den letzten drei Jahren seiner schweren Krankheit blieb er dieser Devise treu. Für Josef Kaindl standen immer seine Umwelt und die Menschen in ihr im Mittelpunkt. Er hat viele seiner KollegInnen und SchülerInnen durch sein Verständnis einer sozialen Welt und seine Auffassung, wie Bildung funktionieren und was sie leisten soll, geprägt. So wie bei seinen beiden Kindern Lucas und Madeleine war es ihm auch bei seinen KlientInnen im Beschäftigungsprojekt VABB und den SchülerInnen an der BHAK/ BHAS Steyr wichtig, Menschen zu unterstützen, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben zu führen und ihren ganz persönlichen Weg zu gehen. Seine Ideen und sein Einsatz für die Entwicklung der “Handelsschule NEU“, sein OStR Mag. Robert Böglberger OSTR Mag. Robert Böglberger Mag. Josef Kaindl 1962 - 2012 “I did it myway“ liebenswerter Charakter und die vielen interessanten Gespräche und Diskussionen im KollegInnen- und Freundeskreis werden immer in unserer Erinnerung bleiben. Unser aller Mitgefühl gilt seiner Frau Pauline, seinen Kindern und allen Verwandten und Freunden. Requiescat in pace! Josef Kaindl (†)

13 PENSIONIERUNGEN Wie zufrieden waren Sie mit Ihrer Arbeit? J. Gradauer: Teils, teils. Wie darf man das verstehen? J. Gradauer: Ich würde sagen, auf der einen Seite war es schön, hier zu arbeiten. Auf der anderen Seite gab es viele Dinge, die nicht so toll verliefen oder Punkte, an die sich niemand hielt, egal ob Lehrer, Schüler oder sonst jemand. Die Hausschuhpflicht zum Beispiel? J. Gradauer: Genau. Oder die Raucherplatzreinigung oder das Raufstellen der Sessel – solche Sachen waren die größten und unangenehmsten Probleme. (Lacht) Würden Sie diesen Job wieder wählen? J. Gradauer: Nein. (lacht) INTERVIEW MIT JOhann und eva gradauer Eva Gradauer mit der Auszeichnung für ihr “Gesundheitsförderndes Schulbuffet“. Das inzwischen pensionierte Schulwarte-Ehepaar Johann und Eva Gradauer. Mit Fragen und Aufnahmegerät bewaffnet machen wir uns auf den Weg zum Interview-Termin mit dem bereits pensionierten Schulwart Johann Gradauer und seiner Frau Eva. Während wir die letzten Stufen in den Eingangsbereich hinabsteigen, unterhält sich Herr Gradauer gerade mit jemandem. Als er uns bemerkt, überzieht ein Lächeln sein Gesicht. Wir gehen auf ihn zu und er verabschiedet sich von seinem Gesprächspartner. Wir bitten ihn, sich zu setzen und sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen. Völlig entspannt beginnen wir zu reden Warum nicht? J. Gradauer: Weil sich die Zeiten derart geändert haben, dass ich mir diesen Nervenkrieg nicht noch einmal antun würde. Was werden Sie in der Pension machen? J. Gradauer: Naja, ich werde mehr für mich leben. Ich werde einfach meinen Hobbys mehr nachgehen als vorher, da ich ja nun auch Zeit dazu habe: Bergsteigen, Wandern. Die Natur wird in meiner Pension eine Hauptsache sein. Wie sind Sie zu diesem Beruf gekommen? J. Gradauer: Hm. Angefangen hatte ich in den Steyrer Werken. Damals hatten sich bereits gewisse Dinge abgezeichnet: dass zusammengelegt oder verkauft wird. Die Abteilung, in der ich gearbeitet hatte, wurde aufgelöst. Dies war dann auch der Grund, warum ich mich um etwas anderes umgeschaut habe. Der Beruf als Schulwart kam eben dazwischen. Wie lange haben Sie hier gearbeitet? J. Gradauer: 40 Jahre. Und würden Sie noch gerne weiterarbeiten? Oder sind Sie froh, in den Ruhestand zu gehen? J. Gradauer: Nein, so gern weiter arbeiten unter diesen Umständen würde ich nicht mehr. Früher hätte ich vielleicht weiter gearbeitet. Da war es ruhiger, leichter, kleiner als jetzt. Jetzt ist die Schule natürlich größer geworden, sie hat sich verdoppelt in den Jahren. Waren Sie zufrieden mit der neuen Schule? J. Gradauer: Sie sieht zwar schön aus, da kann man nichts dagegen sagen. Aber vom Funktionellen oder von den Kosten her bin ich nicht zufrieden. Da sind Geräte eingebaut, hoch technologische Sachen. Bei jedem Problem benötigt man einen Fachmann oder einen Programmierer und diese kosten natürlich auch ihr Geld. Früher hat alles funktioniert. Da war einfach ein Schalter umzulegen oder Ähnliches. Aber diese Zeiten sind vorbei. Dinge wie Heizung sind ferngesteuert, da kann man kaum eingreifen. Welche Ausbildung haben Sie? J. Gradauer: Ich bin Werkzeugmacher. Das habe ich ursprünglich gelernt. Gibt es ein Erlebnis, das Sie selbst nie vergessen werden? J. Gradauer: Ja, den Umbau der Schule werde ich nie vergessen. Das war die Hölle für mich. Die anderen haben ja weniger mitbekommen. Vielleicht ein bisschen Lärm und Staub. Ich habe aber das meiste miterlebt. Ich war immer mitten im Geschehen. Ja, als Abschiedsfrage vielleicht noch: Was können Sie Ihrem Nachfolger mitgeben auf den Weg? J. Gradauer: Dass er gut arbeitet, Durchhaltevermögen und gute Nerven hat, denn die wird er brauchen (lacht). Am Ende des Interviews bedanken wir uns für das Interview, wünschen ihm viel Spaß und verabschieden uns. Stefanie Schmitdthaler, Marlene Brandtner, Melanie Auer; 3AK Seit Anfang März 2012 wird das Schulbuffet der HAK/HAS Steyr von Herwig Resch betrieben. Vielen ist er ein Begriff als Besitzer des Spezialitätengeschäfts “Zafferano“ am Steyrer Grünmarkt.

14 50-JAHR-FEIER Vor 50 Jahren wurde die damals Städtische Handelsakademie in Steyr gegründet. Aus diesem Grund fand am 20. April 2012 ein großes Geburtstagsfest statt. Mehr als 350 geladene Gäste feierten im Festsaal und in der Aula der Schule bis spät in die Nacht. Moderiert wurde die Veranstaltung von Wolfgang Braun von den Oberösterreichischen Nachrichten. Der musikalische Rahmen wurde von LehrerInnen und SchülerInnen der HAK/HAS gestaltet. Ein Höhepunkt des Abends war die Kabaretteinlage unseres Absolventen Rudi Schöllerbacher. Neben Vertretern des Ministeriums und des Landesschulrats durfte Direktorin Ute Wiesmayr auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Wirtschaft begrüßen. “Besonders gefreut hat uns, dass so viele Absolventinnen und Absolventen zu unserem Fest gekommen sind“, sagt die Gastgeberin. Die erste Klasse, die an der Steyrer HAK maturiert hatte, war praktisch geschlossen zur 50-Jahr-Feier gekommen. Gleiches galt für die Handelsschüler, die 1962 ihre Abschlussprüfung gemacht hatten. Die hak feiert Geburtstag Auch Gerhard Baumgartner probierte die neuen HAK-Hoodies. Der Festsaal der Schule war bis auf den letzten Platz gefüllt. Gruppenbild mit Dame (von rechts nach links): Direktor Harald Gebeshuber vom BRG Michaelerplatz, HTL-Direktor Franz Reithuber, Direktor Klaus Bachler vom Gymnasium Werndlpark und BAKIP-Direktorin Ingrid Baischer-Bründl. Ein Blick in die festlich geschmückte Aula der Schule. Der ehemaliger Direktor der Schule, Gerhard Klausberger, im Kreise dreier Absolventinnen: Ulli Jilek, Sabine Preisinger und Roswitha Hofmann.

15 50-JAHR-FEIER Nach dem offiziellen Festakt war für ehemalige SchülerInnen und LehrerInnen Zeit, um in der feierlich geschmückten Aula Erinnerungen auszutauschen. In der “Hall of Fame“ waren die Namen sämtlicher SchülerInnen auf- gelistet, die an der HAK Steyr maturiert hatten. Im Lern- und Informationszentrum (LIZ) konnten Absolventen bzw. Freunde der Schule dem Absolventenverband “Friends of HAK“ beitreten. Wer nach so viel Programm und Unterhaltung eine Stärkung benötigte, konnte sich am Buffet der Stadlkirchner Hofstub’n sowie den Getränken von “Zafferano“ bedienen. Die Firma Dallmayr stellte Kaffeespezialitäten zur Verfügung, die Bäckerei Hohlrieder die Geburtstagstorte. Herzlichen Dank allen Beteiligten und Helfern, die zum Gelingen dieser Feier beigetragen haben. Der Personalchef von SKF Österreich, Werner Freilinger, im Gespräch mit Helmut Schütz, der vor 50 Jahren die Handelsschule absolviert hatte. Politiker unter sich: Bürgermeister Gerald Hackl und Nationalratsabgeordneter Johann Singer. Auch der ehemalige Fußball-Star Helmut Köglberger ist dem Absolventenverband “Friends of HAK“ beigetreten. In der “Hall of Fame“ waren die Namen der SchülerInnen aus allen bisherigen Maturajahrgängen aufgelistet. Direktorin UteWiesmayr und Prof. Ludwig Hübner im Kreise der Handelsschüler, die heuer ihr 50-jähriges Abschlussjubiläum feierten.

16 “D se de 50-JAHR-FEIER lukas mayr beeindruckte das Publikum mit musikalischen Einlagen auf seiner Trompete. Anita Kimerstorfer vom Software-Haus BmD, mit dem die Steyrer HAK eng kooperiert. Im Hintergrund: SKf-Personalchef Werner freilinger und Unternehmensberater Thomas Staudinger. Der Verkauf der neuen “HAK-Hoodies“ wurde von SchülerInnen organisiert. Die 4EK gewann den schulinternen Plakatwettbewerb. Andreas Schmidbauer von der Raiffeisenbank St. Ulrich ist selbst Absolvent der HAK Steyr.

17 50-JAHR-FEIER Ein ehemaliger lehrer (franz Wildling) und ein ehemaliger Schüler (Rudolf Handlgruber) ließen die alten Zeiten Revue passieren. Vera Koller im Gespräch mit ihrem ehemaligen lehrer Ernst Gebeshuber. Die Geburtstagstorte wurde von der Bäckerei Hohlrieder zur Verfügung gestellt. Das Gute liegt so nah“, sagt Alexander Stellnberger, der mit einer Steuerberatungskanzlei in unmittelbarer Nachbarschaft er HAK angesiedelt ist. frau ministerialrat Hermine Sperl im Gespräch mit moderator Wolfgang Braun. Zahlen, fakten, Interessantes oder 50 Jahre HAK Steyr, das bedeutet auch: • 3947 MaturantInnen in 174 Maturaklassen • 14 AbsolventInnen als LehrerInnen an unserer Schule • 1971: größte Maturaklasse mit 37 SchülerInnen • 1993/94: kleinste Maturaklasse mit nur 8 SchülerInnen • 2004/05: die meisten MaturantInnen in einem einzigen Schuljahr: 152 in 7 Klassen TOPIC TOPIC TOPIC HEAD

18 SPRUNGBRETT & BILDUNGSBERATER-TAG Der erste Schultag nach den Osterferien stand für die künftigen Schulabsolventen der HAK Steyr ganz im Zeichen der Karriereplanung. Neun renommierte Unternehmen besuchten die Schule, um Werbung für ihr Unternehmen als Arbeitgeber zu machen und individuelle Gespräche mit interessierten Schülern zu führen. Geboten wurde ein breites Spektrum an unterschiedlichen Branchen. Oberbank und Bank Austria waren Vertreter der Bankenbranche, LeitnerLeitner und Alexander Stellnberger von Stockhammer & Stellnberger repräsentierten Wirtschaftstreuhandkanzleien aus Linz und Steyr, NKE und BMW waren als große produzierende Rund 40 DirektorInnen und BildungsberaterInnen aus den umliegenden Hauptschulen besuchten am Nachmittag des 4. Oktober 2011 die Handelsakademie und Handelsschule Steyr. “Es freut uns sehr, dass so viele Kolleginnen und Kollegen aus den Hauptschulen unserer Einladung gefolgt sind“, sagt HAK-Direktorin Mag. Ute Wiesmayr. An diesem Nachmittag konnten sich die PädagogInnen aus den Pflichtschulen einen Überblick über das vielfältige Bildungs- angebot an unserer Schule verschaffen. Somit können sie die SchülerInnen ihrer Hauptschulen noch besser über weitere Bildungsmöglichkeiten informieren. Firmenmesse “Sprungbrett“ an der HAK Steyr Tag der BildungsberaterInnen Nach einem Schulrundgang stand am “Tag der BildungsberaterInnen“ der Erfahrungsaustausch zwischen Hauptschullehrer- Innen und PädagogInnen der HAK/HAS im Mittelpunkt. Auch die Steyrer Bezirksschulinspektorin, Eva Zöchling, undThomas Kreuzer, Schulinspektor des Bezirks Steyr-Land, fanden Zeit, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Dabei wurde über die “Neue Mittelschule“, Bildungsstandards, Integration und viele weitere wichtige Themen aus dem Schulalltag diskutiert. Bei Kaffee und Kuchen bot sich außerdem die Gelegenheit, die DirektorInnen und SchülerberaterInnen der Hauptschulen in den Umlandgemeinden besser kennenzulernen. “Aus unserer Sicht war derTag der BildungsberaterInnen ein voller Erfolg. Wir freuen uns schon auf eine Neuauflage im nächsten Schuljahr“, sagt Direktorin Wiesmayr. Erfahrungsaustausch zwischen PflichtschullehrerInnen und LehrerInnen der HAK/HAS Steyr. Unternehmen vertreten – wobei BMW konkret vier Stellen für HAK-Absolventen ausschrieb. DM stellte sich als großes Handelsunternehmen mit Zentrale in Enns vor, BMD als Dienstleister und Kappa als regionales Unternehmen mit einem wichtigen Umweltauftrag. “Für uns als Wirtschafs- treuhandkanzlei ist diese Veranstaltung eine tolle Gelegenheit, uns als Arbeitgeber zu präsentieren. Wir sind auch im nächsten Jahr gerne wieder dabei“, sagt Robert Bachl von LeitnerLeitner. Der Andrang zur Firmenmesse war groß. Direktorin Wiesmayr im Gespräch mit Vertretern der Wirtschaft.

19 PRESSE MACHT SCHULE Am Montag, dem 26. September 2011, zeichnete Frau Bundesminister Dr. Claudia Schmied die SchülerInnen der 4EK für ihren 1. Platz beim Wettbewerb “Presse macht Schule“ aus. Frau Minister Schmied lobte in ihrer Rede vor allem die Leistung der Berufsbildenden Schulen, die ihrer Meinung nach “weltspitze“ sind. Die BMHS haben diesen Wettbewerb dominiert. Nach einem anstrengenden Wettbewerb über mehrere Runden konnten sich die SchülerInnen der 4EK nun endlich die begehrte Ehrung für ihren ersten Platz in der Kategorie “Facebook - comment, like, share“ abholen. Der Wettbewerb “Presse macht Schule“ wurde von der Tageszeitung DiePresse veranstaltet. Die SchülerInnen hatten dabei die Gelegenheit eine ganze Seite in einer Ausgabe zu gestalten. Den Chefredakteur der Zeitung DiePresse, Michael Fleischhacker, freute es sehr, dass so viele junge Frauen an dem Wettbewerb teilgenommen haben und forMinisterin Schmied lobte die Leistungen der SchülerInnen in berufsbildenden Schulen. mulierte die Hoffung, dass einige von ihnen den Beruf der Journalistin ergreifen möchten. Mit Bedauern musste er feststellen, dass die Redaktionen der Tageszeitungen noch immer einen sehr hohen Männeranteil aufwiesen. Beeindruckt zeigte er sich von dem innovativen Unterricht an unserer Schule und dem kreativen Potenzial unserer SchülerInnen, das sich nicht nur in den Artikeln, sondern auch im Design der Seite und des selbstgestalteten Comics zeigte. Die 4EK bei der Preisverleihung von “Presse macht Schule“. Ministerin Schmied lobte die Leistungen der SchülerInnen in berufsbildenden Schulen.

20 LITERATUR Das Projekt “SCON – Schreibcontest für alle höheren Schulen Steyrs“ wurde von uns, einer vierköpfigen Projektgruppe der 5DGK, ins leben gerufen. mit unserem Projekt wollten wir erreichen, dass sich die Steyrer Jugend mehr mit Kultur befasst. Außerdem wollten wir die Jugendlichen zum Schreiben motivieren. Unterstützt wurden wir von unserem Auftraggeber, Herrn mehmetYildiz vom linzer Avrasya Kulturverein. Dieser Verein beschäftigt sich, wie der Name schon sagt, mit Kultur und bietet auch Nachhilfe für Schüler an. Da wir den EDV-Schwerpunkt gewählt haben, wurde die Werbung großteils mit Computerunterstützung gestaltet. Wir erstellten eine Website mit HTml, einen Wordpress-Blog, drehten unser eigenes Werbevideo, welches auf Youtube, auf unserer Website und im City Kino Steyr zu sehen war. Zusätzlich waren wir auf facebook präsent. An einem unbekannten Tag, vor unbekannter Zeit, an einem unbekannten Ort ließ sich das “K“ an einem flussufer nieder. Schon seit ein paar Wochen war es auf Wanderschaft durch die große, weite Welt, auf der Suche nach Gesellschaft. Hie und da traf das “K“ ein paar nette Gestalten, doch es hatte nie das Gefühl, auf derselben Wellenlänge mit ihnen zu sein. Denn das “K“ hatte ganz besondere Interessen, es liebte die Kunst. Die bildende Kunst. Die Sonne schien, der Wind stand still, die Vögel zwitscherten munter vor sich hin und das “K“ hörte das Rauschen des flusswassers. Entspannt ließ es sich in die saftige Wiese fallen und schloss die Augen, genoss denTag und dachte über die malerei nach. So viele Künstler müsste das “K“ noch kennenlernen, es hatte zwar schon viel von dieser Welt gesehen, aber wie gesagt, diese war groß und bot unendlich viele möglichkeiten, um die Kunst auszuleben. Einmal traf das “K“ einen namhaften Künstler in Italien, von dem es immens beeindruckt war. Er schuf nicht nur Kunstwerke, sondern auch eine große Anzahl von Entwürfen für Gebäude, Gegenstände und Skulpturen, zu deren Realisierung er aber leider nie kam. Dennoch, das “K“ bewunderte diese Person auf das Höchste und es war eine große Ehre, diesen besonderen Künstler kennenzulernen. Von Italien aus begab sich das “K“ weiter nach Slowenien, wo es aber wieder umkehrte, weil es da auf einen alten Bekannten traf, den es nicht sehr leiden konnte. Das “K“ ging immer weiter und weiter, bis es so erschöpft war, dass es in einer kleinen Bar haltmachte. Dort setzte es sich an einen Tisch, bestellte Trank & Speis und bemerkte erst gar nicht, dass es in der Bar eine Bühne gab, auf der jemand etwas vorführte. Es gefiel dem “K“ sehr und nach der Vorstellung ging es zu dem Unterhalter hin und wollte ihn fragen, wer er sei und was er da getan hatte. “Entschuldigung, aber könntest du mir sagen, wer du bist?“ “Ich?“ Ich bin die Unterhaltung, auch genannt das “U“. Und wer bist du?“ “Ich bin die Kunst. Du kannst aber auch gerne “K“ zu mir sagen.“ Das “K“ und das “U“ unterhielten sich noch lange, erst als die Bar zumachte, unterbrachen sie ihr Gespräch.Weil sie sich sehr gut verstanden und das “U“ sich sowieso so einsam fühlte, beschloss es, mit dem “K“ mitzugehen, um die Welt kennenzulernen. So wurde es ihnen auch niemals langweilig – das “K“ erzählte dem “U“ eine menge von der Kunst und was es daran so mochte, das “U“ unterhielt das “K“ natürlich und gemeinsam traten sie sogar in allen möglichen Städten und Dörfern auf, um die leute zu amüsieren. Vorwiegend plante das “K“ die Auftritte des “U“, welches meistens die menschen mit interessanten Wortspielen und Witzen belustigte. An einem grauen Herbsttag spazierten die beiden durch eine Grafschaft in England und an diesem Tag war ihnen wirklich langweilig. Das “U“ hatte keine Ideen mehr und das “K“ fand gerade kein Interesse an der Kunst – frischer Wind musste her. Unter einem großen Baum machten sie eine neue Bekanntschaft, das “l“,, welches sich auch die literatur nannte. Es saß in einem weißen Klappstuhl und hielt ein Buch in seinen Händen, fast hätte es das “K“ und das “U“ nicht bemerkt, so vertieft war es in sein Buch gewesen. “Hallo“, rief das “U“ dem “l“ zu. Vor Schreck ließ es sein Buch in dieWiese fallen und ärgerte sich, weil es nun dreckig war. “GutenTag, kann ich euch in irgendeiner Weise helfen?“, fragte es die beiden höflich. “Was hast du da? Es sieht interessant aus, darf ich mal sehen?“, fragte das “K“, es war immer offen für Neues. “Das ist ein Buch. Darin stehen Wörter, sehr viele Wörter, welche meist verknüpft zu einer sehr unterhaltsamen Geschichte sind. Sagt nicht, dass ihr noch nie ein Buch gesehen habt!“ Das “K“ und das “U“ schüttelten den Kopf. “Um Himmels willen!“, rief das “l“.. “Dann wird es ja höchste Zeit, meint ihr nicht auch? Setzt euch hin, meinetwegen auf den Boden und hört mir zu, ich werde euch nun etwas erzählen.“ Das “l“ war nicht zu bremsen. Es erzählte und erzählte und erzählte, bis die Dämmerung einsetzte und es die Wörter des Buches nicht mehr erkennen konnte. Von da an waren das “K“ und das “U“ ein wenig gescheiter, was ihre Allgemeinbildung betraf. Immerhin wussten sie jetzt, was ein Buch ist und was genau man unter literatur versteht. Vor allem das “K“ zeigte sich interessiert, das “U“ war nicht ganz derTyp fürs lesen, aber das “l“ sagte, es gebe sehr viele unterschiedliche Bücher und am nächsten Tag führte es sie in seine eigene Bibliothek. Sie bestand aus unzähligen Bücherregalen, und während das “l“ die Kunst und die Unterhaltung ein wenig umher führte, sprach es mit solch Enthusiasmus, der den beiden fast zur Gänze fremd war. Niemals zuvor hörten sie ScoN – SchREIbcoNTEST FüR AllE höhEREN SchUlEN STEyRS DER SIEGERbEITRAG - WIE AUS DEm “K“ DIE KUlTUR WURDE Peter Bauer, Sarah Kruglhuber, Elif Cayli, Philipp löffler

21 LITERATUR jemanden mit einer Leidenschaft sprechen wie das “L“. . Und schon gar nicht über Bücher. Das“K“ und das“U“ blieben noch ein paarTage und beschlossen dann, weiterzuziehen. Das “L“ kam spontan mit, weil es seiner Meinung nach neue Erfahrungen machen wollte. Ihre Reise führte sie nach Griechenland, ein ganz anderes Land im Vergleich zu England. Hier war es heiß und trocken, es gab nicht sehr viel Regen und die Menschen hatten ein vollkommen anderes Benehmen als die vornehmen Engländer. Es war ein warmer Sommerabend und das “K“, das “U“ und das “L“ spazierten durch ein hübsches, kleines Dorf am Meer und waren auf der Suche nach einer Beschäftigung, bis sie vor einem kleinen Haus haltmachten. Das Fenster war sperrangelweit offen und dort drinnen übten zwei Leute offenbar einen Dialog, benutzten dabei aber nicht nur Wörter, sondern drückten sich auch durch ihre Körpersprache und verschiedene Verkleidungen aus. Das “K“, das “U“, und das “L“ waren hellauf begeistert und beobachteten dieses Spiel gebannt, bis sie aufhörten und einer der beiden den Raum verließ. Weil das “U“ zum “K“ sagte, das hätte ihm jetzt aber sehr gut gefallen, wurde die verbliebene Person im Raum auf sie aufmerksam und kam ans Fenster. “Wer seid ihr? Und was macht ihr hier? Es ist unhöflich, wahllos Leute zu beobachten!“ “Wenn du uns sagst, wer du bist, sagen wir dir, wer wir sind“, meinte das “L“.. “Nun gut, ihr neugieriges Pack. “T“ nennt man mich, bin auch bekannt als das Theater“, erwiderte das “T“. “Ich bin das “K“, auch bekannt als die Kunst. Neben mir steht das “U“, die Unterhaltung und neben dem “U“ befindet sich das “L“, auch genannt die Literatur. Es freut uns, dich kennenzulernen, “T“. Und so begann das Kennenlernen von Neuem. Das “T“ lud sie in sein Haus ein, erklärte den Dreien, was genau einTheater sein soll, und konnte es dabei einfach nicht lassen, die Situation mit theatralischen Argumenten und Gesten auszuschmücken. Sie verstanden sich auf Anhieb gut, und wie es das Schicksal wollte, begab sich das “T“ mit auf ihre Reise durch die Welt. Griechenland wurde ihm sowieso schon zu eintönig und heiß, dass ihm der Abschied nicht schwerfiel. Das Quartett hielt sich weiterhin im südlichen Raum auf, schließlich landeten sie in Ägypten, eher durch Zufall als durch freien Willen. In einer belebten Stadt, an einem kleinen Markt trafen sie auf eine höchst interessante Persönlichkeit, die sie natürlich sofort mit Fragen durchlöcherten, was sie hier machte, wer sie war und welch komische Sachen sie da hatte. “Ich bin die Musik, wer sonst?“, antwortete sie in einer melodischen Stimme und sah die vier verträumt an und redete weiter: “Aber alle nennen mich “U“, den Buchstaben “M“ mögen sie gar nicht.“ “Aber… Aber ich bin schon das “U“! Du kannst doch nicht genauso heißen wie ich!“ Die Unterhaltung war außer sich. “Na, na. Bewahren wir Ruhe und einigen wir uns auf einen Kompromiss, meine Freunde“, schlug das “L“ vor. “Ich habe eine Idee!“, rief das “K“. “Wir nennen dich einfach “U das II.“ Ist das nicht genial?“ “Wenn ihr meint.“ “Sagst du uns nun, was genau Musik ist?““U das II.“ griff zu seinem Instrument – welches eine Harfe war – und fing an zu spielen. Die schönsten Töne, die sie je gehört hatten, setzten sich frei und sie fühlten sich wahrhaftig verzaubert von den sanften Klängen dieses Wunderwerkes. “Darf ich mit euch kommen?“, fragte “U das II.“ sie nach der Vorstellung. “Hier, wo ich lebe, würdigt kaum einer meine Musik. Bitte, ich will sie in die Welt hinaustragen.“ Das “K“, das “U“, das “L“ und das “T“ mochten die Gesellschaft neuer Leute, also erlaubten sie es der Musik, mit ihnen mitzukommen. Nach einigen Streitereien, Meinungsverschiedenheiten und Wutanfällen wählten sie Spanien als ihr nächstes Ziel aus. Von Marokko aus gelangten sie über den Seeweg auf das Festland und irrten dort wochenlang umher, ließen sich hier und dort in einer kleinen Dorfkneipe nieder, verstanden kein Wort und fühlten sich in diesem Land alles andere als wohl. Es war ein ungewohnt kühler Tag, der Wind blies ihnen ungut um die Ohren und so suchten sie Schutz in einer Kirche, dort war es zwar kaum wärmer, aber windstill und ruhig. Es war eine schöne Kirche, sogar mit Deckenmalereien, bunten Glasfenstern und schönen Holzbänken. Vorne, beim Altar, kniete jemand und sprach leise ein Gebet. Das Quintett wusste natürlich nicht, dass man diesen jemand nicht dabei stören durfte, und einer von ihnen rief: “Hallo! Was machst du denn da?“ Die Person zuckte zusammen und drehte sich langsam um: “Beten, das tu ich hier! Nur habt ihr mich dabei gestört!“ “Tut uns leid“, murmelten sie, aber “U das II.“ fragte: “Wer bist du?“ “Ich bin das “R“, die Religion“, grummelte es. “Wer seid ihr?“ “Ich bin das “K“. “Mein Name ist “U“. “Angenehm, sehr angenehm. Ich bin das “L“. “So stell ich mich dir vor, mein Freund, “T“ ist mein Name und ich freue mich sehr über unsere Bekanntschaft.“ “Das “U das II.“ bin ich.“ Die Religion sah sie verwirrt an. “K, U, L, T und U seid ihr? Kultu, wenn man die Buchstaben zusammenfügt… Wisst ihr, das ergibt keinen Sinn. Ohne mich jedenfalls. Es sieht ganz so aus, als ob ich zu euch gehöre. Mit mir seid ihr die Kultur, das hört sich doch schon besser an als Kultu, nicht wahr?“ Und so gingen sie gemeinsam ihren Weg weiter als die Kultur, das Gegenstück zur Natur. Siegerin Sandra Kienböck

22 KULTUR & KUNST Am 28. märz 2012 fand erstmals ein “Tag der Kunst und Kultur“ für Steyrer OberstufenschülerInnen aller Schultypen statt. Veranstaltungsorte waren dabei das museum Arbeitswelt, der Kulturverein AKKU, die musikschule Steyr, die Galerie Steyrdorf, die HAS/HAK Steyr u.a.m. Organisiert wurde dieser Tag in Kooperation mit dem Steyrer Stadtkulturbeirat, dem Kulturausschuss der Stadt Steyr, dem mAW sowie der HlW und HTl Steyr sowie dem Integrationsprojekt Paraplü. Diese Großveranstaltung mit letztlich rund 230 Workshop–TeilnehmerInnen wurde im Rahmen eines maturaprojektes (5. BK) der HAK Steyr durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich im Vorfeld über eine, von michael leitner, Schüler der 5. BK, errichtete Homepage über das Workshopangebot an diesem Tag informieren. SEI SchA(R)F – mAch mIT: “TAG DER KUNST UND KUlTUR“ FüR STEyRER SchUlEN! Anbei finden Sie einen kleinen Auszug aus dem Programm, das eine enorme Bandbreite aufwies und bei dem sich dankenswerterweise zahlreiche Steyrer KünstlerInnen und Kulturschaffende als WorkshopleiterInnen zur Verfügung stellten • “Auf die bühne, fertig, los!“ (ein Theaterworkshop von Kurt Daucher, AKKU Steyr) • “Mein persönliches Schmuckstück“ (Workshopleitung: ProfessorInnen der HTl Steyr) • “graffiti-Workshop/unterführung beim City-Point“(Till lichtl, leonhard Immervoll) • “HIPHoP – MTV Dance“ (Pili Cela) • PanArt Malworkshop (roswitha Pflug) • “Wie komponiere ich einen Song? (Kompositionsworkshop von Willy Hackl) • “Aus Müll machen wir Kunst!“ (manuela Traunfellner) • “Easy bodypercussion & African Impressions“ (Andreas Kelcher) • “radierwerkstatt in der galerie Steyrdorf“ (Erich fröschl) • “Thailändisches gemüseschnitzen“ (Saowanee Huber) • “Paint like Andy Warhol“ (Katharina Ulbrich) • Theater und Schauspiel sowie Veranstaltungsplanung (Hans Peter Holnsteiner) usw. Im Bild von links: Vizebürgermeister Gunter mayrhofer, Direktorin Ute Wiesmayr, Gemeinderat Gerhard Klausberger, die dritte landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer, Gemeinderätin Ursula Voglsam, Stadträtin Ingrid Weixlberger, landesschulratspräsident fritz Enzenhofer, landtagsabgeordneter Christian Dörfel, Gabriele Heger vom museum Arbeitswelt, Projektbetreuerin michaela frech, Projektleiter Patrick Wieser und Bürgermeister Gerald Hackl. Das Integrationszentrum Paraplü unterstützte die TeilnehmerInnen und KünstlerInnen mit internationalen Köstlichkeiten. In der Galerie Steyrdorf wurden denTeilnehmerinnen vom Künstler Erich fröschl die Grundlagen der Radierung vermittelt.

23 KULTUR & KUNST Die Dauer der jeweiligen Workshops war naturgemäß unterschiedlich und reichte von zwei Stunden bis zu ganztägig, d.h. es konnte eine Schülerin/ein Schüler auch mehrere Workshops buchen. Die Anmeldung erfolgte über ein elektronisches Anmeldesystem. Die Kosten für die Workshops betrugen für die SchülerInnen im Regelfall 5 Euro, der teuerste Workshop kostete 10 Euro, inklusive etwaiger Materialkosten. Im Preis inkludiert war zudem auch noch ein “Kulturfrühstück“ am Beginn des Veranstaltungstages, bei dem es neben Kaffee von Dallmayr, Obst- und Gemüsesäften der Marke Hasenfit auch Kombucha-Getränke von Carpe Diem gab. Der morgendliche Hunger konnte durch frisches Gebäck der Bäckerei Die gebürtigeThailänderin Saowanee Huber brachte denTeilnehmerInnen die Kunst des Gemüseschnitzens bei. Fröhlich, verschiedene süße und saure Aufstriche sowie frisch gebackenen Kuchen gestillt werden. Übrigens: Wer einen Workshop außerhalb der Räumlichkeiten des MAW gebucht hatte, bekam das Frühstück durch die Schülerinnen und Schüler der 5. BK geliefert! Letztere sorgten u.a. auch für einen Shuttledienst zu einem weiter entfernten Künstler- innenatelier! Zwischen den Workshops konnte man sich bei einem “interkulturellen Buffet“ stärken, das von MitarbeiterInnen des Integrationsprojektes “Paraplü“ betrieben wurde. Im Rahmen des Kulturfrühstücks im Museum Arbeitswelt konnten wir zahlreiche Ehrengäste, u.a. den Präsidenten des oö. Landesschulrates sowie Kommunal- und LandespolitikerInnen, begrüßen. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit der Lesung des Siegertextes des Schreibwettbewerbes SCON “Wie aus dem K die Kultur wurde“, den Sandra Kienböck, Schülerin der HAK Steyr, verfasst hatte. Dass gerade eine Schülerin einer berufsbildenden Schule einen solchen Preis gewinnt, ist nicht so verwunderlich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag: Legen wir in der Handelsschule und Handelsakademie Steyr doch auch großen Wert auf die Förderung von Persönlichkeitsbildung und Kreativität. Beide sind im Regelfall unverzichtbar, will man privat und beruflich auf Dauer erfolgreich sein. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei all jenen, die uns bei der Umsetzung dieses Megaprojektes unterstützt haben. Als kleines Dankeschön für die Mitwirkung haben wir alle Workshop-LeiterInnen, Sponsoren und sonstigen UnterstütSchüler der HTL waren mit einer Feuerschmiede im Einsatz. In Zusammenarbeit mit der HTL konnten die Teilnehmer eigene Schmuckstücke entwerfen. HLW-SchülerInnen präsentierten traditionelle Tänze, flott interpretiert. zerInnen im Rahmen einer Projektpräsentation zu Speis und Trank eingeladen. Diese kleine Feier fand am 19. April in der Aula der HAS/HAK Steyr statt. Was uns besonders freut, sind auch die zahlreichen positiven Rückmeldungen auf diesen “Tag der Kunst und Kultur“, sowohl durch die teilnehmenden SchülerInnen wie auch durch die Workshop-LeiterInnen. Das Ziel, dass Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit bekommen, etwas auszuprobieren, was sie noch nie gemacht haben, um damit Lust auf ein Mehr an Kunst und Kultur zu bekommen, ist jedenfalls erreicht worden: Die ersten Anmeldewünsche für ein – hoffentlich – nächstes Mal sind nämlich bereits eingetroffen…

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