6. Jahresbericht HAK Steyr 1992/93

NEUE HANDELSSCHULE Die „Umweltklasse" an der Handelsschule In einer 1992 durchgeführten Studie zur Umweltbildung und Umwelterziehung In Österreich wird den kaufmännischen mittleren und höheren Schulen kein gutes Zeugnis ausgestellt. Immer weniger Biologie und Umweltkunde, kein Unterrichtsprinzip „Umwelterziehung" Im Gegensatz zur AHS, wenig „Um weltprojekte" Im Vergleich zu anderen Schulen. All das vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verschlechterung lokaler und globaler Umweltbedingun gen. Bleibt die Formel von der Versöhnung der Ökonomie mit der Ökologie al lein Bestandteil politischer Sonntagsreden oder findet eine ernstgemeinte Auseinandersetzung mit ökologischen Themen auch Eingang Ins berufsbil dende Schulwesen? Gleichzeitig gab und gibt es Immer wieder, vom Engagement einzelner Lehrer innen getragene Schritte In die „richtige" Richtung. Gerade an der HAK Steyr hatten umweltrelevante Projekte Immer schon eine gewisse Tradition. Ein Beispiel: Die Einführung eines „flächendeckenden" Mülltrennungssystems vor einigen Jahren. Aus dieser „Tradition" heraus entstand Im vergangenen Schuljahr Im Zuge der Schwerpunktsetzungsmöglichkeiten des neuen HAS-Lehrplanes eine soge nannte „Umweltklasse". Nach fast einem Jahr Erfahrung werden sowohl die Stärken, aber auch die Schwachstellen dieser Variante, die übrigens sehr gut angenommen wurde, sichtbar (siehe auch Kasten „Einstiegsmotivation").

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