6. Jahresbericht HAK Steyr 1992/93

Allgemeine Zufriedenheit: 1.52-2.98 Gesamtschnitt der Einzelfaktoren: 2.38-3.39 Obwohl viele Punkte negativ gesehen werden, scheint die gefühlsmäßige all gemeine Zufriedenheit doch größer zu sein. In 6 von 8 Klassen bzw. Jahrgän gen sind jedoch die Mädchen unzufriedener mit dem Klima, teilweise mit er heblichen Unterschieden. Die Fragen zu schulischen/außerschulischen Kontakten mit Mitschülern (F 2 und 3) wurden durchwegs überdurchschnittlich bewertet (ca. 2.5). Bei der Frage 4 ist ein besonders eindeutiges Ergebnis zur Kenntnis zu neh men: Die überwiegende Mehrheit der Schüler sieht keinen Zusammenhang zwischen schulischer Leistung und Ansehen bei den Mitschülern („trifft eher nicht zu"). Diese Tendenz verstärkt sich noch in den höheren Jahrgängen bzw. Klassen und ist bei den Mädchen noch etwas ausgeprägter als bei den Bur schen. Die schulische Hilfsbereitschaft (F 5) der Mitschüler wird leicht überdurch schnittlich bewertet, wobei Mädchen diese Hilfsbereitschaft positiver beurtei len als Burschen. Noch deutlicher sichtbar wird diese Tendenz bei der Frage nach der Möglichkeit, persönliche Probleme mit den Mitschülern zu bespre chen (F 6). Obwohl auch diese Frage überwiegend überdurchschnittlich beno tet wurde, fällt beim Vergleich mit Frage 5 auf, daß es anscheinend durchwegs leichter ist, sich schulische Unterstützung als menschlichen Beistand bei sei nen Mitschülern zu holen. Die Existenz rivalisierender Gruppen (F 7) wird von den Mädchen meist etwas stärker empfunden als von den Burschen. Daß es in fast jeder Klasse Außen seiter gibt (F 8), wird von Burschen und Mädchen gleichermaßen bejaht. Nach den Bewertungen zu urteilen, kommt unkameradschaftllches Verhalten bzw. mangelnde Solidarität (F 9) in allen Klassen eher häufig vor und scheint sich auch in den höheren Schulstufen nicht wesentlich zu ändern. Man muß hier jedoch zumindest die Frage stellen, ob der Grund für die schlechte Beur teilung in den höheren Jahrgängen nicht auch vielleicht in einer reifebedingten zunehmenden Sensibilisierung gegenüber einem solchen Verhalten zu suchen sein könnte; d. h. das unkameradschaftliche Verhalten bessert sich zwar, wird aber gleichzeitig stärker negativ empfunden und weniger akzeptiert als in den unteren Jahrgängen. Bei der Frage nach der Art der Konfliktlösung (F10) zeigt sich durchwegs, daß diese nicht immer sachlich erfolgt und daß häufig Beschimpfungen oder Tät lichkeiten nicht auszuschließen sind. Auch hier ist keine wesentliche Änderung in den höheren Jahrgängen festzustellen. Wiederum müßte jedoch die gleiche Überlegung wie bei Frage 9 angestellt werden. Die Frage nach einer demokratischen Entscheidungsstruktur (F 11) wurde un terschiedlich, d.h. teils eher positiv, teils eher negativ beantwortet. Bemer-

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