6. Jahresbericht HAK Steyr 1992/93

Das dreistufige hellenistische Schulsystem (4. Jh. v. Chr.) Vorbild des modernen Schulwesens. I nur vornehme, reiche Griechen rl I HOCHSCHULBILDUNG I Lehre vom Denken (Logik) I Lehre von der Welt (Physik) I Lehre vom Sittlichen (Ethik) PHILOSOPHENSCHULE FORSCHUNGSAKADEMIE PRIVAT UNTERRICHT (bei einem Redner) HAUPTSTUFE 2. Grammatik, Mathematik, Musik, Stufe Astronomie, Gymnastik j GRUNDSTUFE 1. I Lesen, Schreiben, Vortragen, Stufe I Rechnen, Gymnastik GYMNASION geleitet von einem Gymnasiarchen alle Kinder Schulszene auf einer attischen Schule (480 v. Chr.) Im linken Teil sitzt ein Leier spielender Schüler vor seinem Lehrer, während In der rechten Blldhälfteein stehender Knabe Verse aus Homers „lllas" zitiert. Daneben rechts befindet sich sein Erzieher („Paidagogos" = Begleiter), der als Sklave seinen Schützling zum Unterricht begleitet und diesen während des Tages betreut. Er kontrollierte seine Hausaufgaben, sorgte für gutes Benehmen (nicht die Eltern!). 1 ,A Für besonders gute Schüler im Gymnasium von Eritrea y (Sportschule) werden Inschriften mit einem Lorbeerkranz in der Schule eingemeißelt. ' ' ' Auszeichnug für besonders gute Schullelstungen: Lorbeerkranz Inschrift: „Für Fleiß unter den Knaben .1/^ an Paramonos, Sohn des Dorotheos" s Altrömische Erziehung: „Non scolae, sed vitae discimus" (Seneca). Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir! Das Fundament bei den Römern bildet im Gegensatz zu Griechenland die Ausrichtung auf das praktische Leben und die Achtung vor dem Brauch der Vorfahren, pflichtgerechtes Verhalten gegenüber der Familie, dem Vaterland und den Göttern.

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