Aus u. für die Praxis - Holz und Wald

45. Genanigkeit machen, Leute voraus die mit Erfahrungen aus¬ gerüftet sind und im Schätzen ein geübtes Auge haben. Aber selbst in diesem Falle bleibt das Verfahren mangelhaft, weil viele Fälle bekannt geworden sind, wo sogar sogenannte, anerkannte Meister, in diesem Fache, wenn sie auch manchmal die Holzmasse annähernd schatzten, häufig auch wieder sehr bedeutende Fehler begingen. Bei dieser Art muß man sich in fertwährender Übung erhalten, um den Maßstab nicht zu verlieren, außerdem ist dieser Vorgang bei langer Fortsetzung auch sehr anstrengend. Ein weiterer mit der Okularschatzung verbundener Mißstand ist der, dass den Angaben des Schätzers blind geglaubt werden muß und ein leichtfertiger Schätzer kann auch deshalb nicht verantwortlich gemacht werden, weil er sich im, mer ausreden kann, nach seinem besten Wissen gearbeitet zu haben. Wollte man aber den geschätzten Bestand neuerlich nachschätzen lassen, so würde dies jedenfalls kost spieliger werden, als wenn man gleich anfänglich eine genaue, auf einer befferen, saufbaren Grundlage bern, henden Methode in Anwendung gebracht hätte. Im Nächsten seien andere Methoden erörtert, welche ohne lange Einübung und ohne große Erfahrung in derselben Zeit und mit denselben Koften weit bessere und zu jederzeit

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