Gedichte in oberösterreichischer Mundart

78 Da UlüHnäbidsI von Steverfing. Na WüllnaMasl von Steyrrüng. Da lhias bei da Bruck, Gegn Lteyerling zua, k)at als Artollerist Lö mitg'macht gwiss gnua. Über vierazwoanz'g Jahr Is a Bormann dort g'wöst, In Mantua, Verona, Venedig auf d' Löst. Seitdem a von Vadan Übanumma das Haus, Da is ä dähoamt bliebn, UUt'n Roafn war's aus. Viel Jahr hat a g'wirtschaft, Und hat a guat g'haust, Awä g'hert hat a nix mehr, Nöt ön Bach, wia a saust. 's G'fchäft hat eahm g'führt Lei ältästa Luhn, Aba er hat bei alln Föst mitg'holfä nu. Koan prödi hat a g'hert mehr, Das war für eahm bös, Nur allo heilign Zeiten Is a z' Klaus hin in d' Uwss. Aun U)irt is a nimma, Wann a durstö ä war, Fragst, warum, hat ä g'fagt: „I sitz dort wia a Narr. „Västehn thua i neamd, Mda ös fchreits wia nötg'fcheidt, Da Wirt würd nu wild, I vatreibat eahm d' §eut!" Ä fo is ä g'föffn Dahoanr dö meist' Zeit, Ukit a Katz, mit an Hund Hat ä gamt für dö Leut. Lo sitzt a alloan Auf da Vfnbank dort, Nöbn feina da Hund, der Vor Freudn aufwart. D' Katz sitzt auf fein Buckl, Und schnurrt und spinnt, Weil s' hiaztn da Uuillnä Auf d' Lchoss wieda ninnnt. Da is hintan Berg A starks Wöda herzogn, Kohlschwarz und schwärmächti, Dö Bam ham sö bogn. Denn der Wind, der hat pfiffn, Und g'rögnt hat's so schwär, 's hat dunnat und blitzt als Wann da jüngstö Tag wär. Da Hias rauckt sei Pfeiffer!, Woas nöt, wia's dräust is, Auf amal springt da Hund auf, Ä ön Hias gibt's an Rifs.

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