Gedichte in oberösterreichischer Mundart

48 Amerikanisch. MmemKämsch. ^ass 's Löbn in Amerika Ganz andas is Als bei uns in da Hoamat, Dös is amal g'wiss! k)ast länga dort g'löbt, Machst a Mengö g'wiss durch, I kunt eng väzöhln, Als stand's in an Buach. In zweitn Monat, wia i In Milwaukee war, Wird ma antragn a StöH In da erstn Schul gar. I mach mi glei auf, Nimm d' Zeugnis heraus, Und glei drauf tritt i Beim Directa ins Haus. Tr empfangt mi und fragt: „Was ist Ihr Begehr", I sag: „„Wegn da Stöll, Dö nu unbesetzt wär."" I gib eahm 'n Tausschein, Tr schaut 'n kam an, Lögt 'n wög und sagt Als a lachadö dann: „Dass Sie geborn sind, Das leuchtet mir ein, 5ie würden sonst schwerlich Hier bei mir sein!" Das Impfzeugnis gibt a Mit Dank mir zurück: „Dass S' dö Blattern nöt g'habt ham, Ist für Sie nur ein Glück!" Mei' Zeugnis als Lehrä, Dös lögt ä bei Seit, „Gb Sie etwas g'lernt habn, Das frag' ich nicht heut, „Aber ob Sie das können, Wofür man Sie zahlt." — Irzt, den mecht i fegn, den So a Vorstellung g'fallt! „Doch hab ich Sie singen Gehört im Verein, Ich will es probieren, Treten Sie ein!" Ä so bin i ang'stöllt! Gib Unterricht dort, In Zeichnen und Singen Ueber vier Jahr so fort. Da Directa geht mit, hat Mi in d' Tlass' einö g'führt, Dö Schüler fand auf, Habn zugleich salutiert. Und oana tritt vor, Halt a Röd, spricht mi an, Dass i als ihr Lehra G'wiss sei wia der Mann,

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