Gedichte in oberösterreichischer Mundart

42 D' 2lmerikä - Roas. N' Amerika-Uoas. „Ja, was hast denn du In Amerika than?" — So wir i oft g'fragt Untern Bauern hidan. „Sand d' Leut als wia mia, Sand f gar allö schwarz, Und habn s' dort beim Holz- führn A hintn an Starz? k)abn s' Dchsn und Aüah Und Röster wia mia? Tringän s' an U)ei', Gder sausn s' a Bier? „Wia's hoaßt, habn s' ja dort Ganz a andanö Aost, Wolln s' tringa dazua, So habn s' ja koan Most! Gibt's deant Wirtshäuser dort, ^abn s' ä Aöglstatt a, U)o s' oan 's Geld! ag'winnan, Dass mä hoam kimmt ganz laä. l^abn s' Wild als wia mia, Aemman d' Reh zu da Thür? Habn s' Hasen dazua? Ä gwiss habn sö's gnua! „Was thuat ma ön Sundä, Wird zum Wirt abiganga, Und wird öbbä dort ä Zum Räffn ang'fangä?" — So fragn s' in oan Trum, Wann i hoam öftä kimm Und beim Wirt in da Stubn Mein Platz nebn eahn nimm. „Na ja", sag i drauf, „I bi fort ganga nua, Dass i d' neuchö Welt siag, Denn ma woaß ja nia gnua. „Auf zwoa Jahr bin i fort, Bi' fünfö dort bliebn, Und hätt's ma nöt g'falln, Hätt's mi eh glei hoamtriebn! Und weil's ös wollts Hern, Erzähl i den Gspoas, Wia i untanuma D' Ämerikaroas. — Von Wean üba Prag, Dann auf Leipzig sofort, Mn drittn Tag war i In Bremen schon dort. „Auf'n erstböstn Schiff Han i Platz rnir glei g'numa, I han ma halt denkt: Was stehst denn lang umä! Und gibst von dem Geldl, Was d' hast, nu viel wög?! Han's g'sagt und han's than, Und steh drobn au'm Vadöck; Do bevor unsa Schiff In Hafn valasst, Hat dö brav Polizei Drei Lumpn nu g'fasst.

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