Sommer 1916 Kupferdach des Langhauses (ca. 20.000 kg) muß für Kriegs zwecke abgenommen werden. Sommer 1917 Abnahme des Kupferdaches über Votivkapelle, Hochchor und Kapellenkranz (Ersatz: verzinktes Eisenblech); Glockenabliefe rung kann verhindert werden. 1918 Bau am rechten Querschiff. 1919/1921 Einwölbung des linken und rechten Querschiffes, Einsetzen der Fenstermaßwerke. 1922 Beginn der Versetzung der Gemäldefenster, die seit 1917/1918 in der Krypta gelagert waren. März/April 1924 Abtragung der Wand zwischen Presbyterium und Langhaus. 29. April 1924 Domweihe. Der Weg zur Kathedrale und Pfarrkirche Eine Kathedrale ist als Kirche des Bi schofs die Hauptkirche des Bistums. In der Kathedrale soll der Bischof sein Amt über nehmen, hier soll er häufig die heilige Messe fei ern, in der Regel die heiligen Öle weihen und das Weihesakrament spenden; hier finden die Exequien für den verstorbenen Diözesanbischof statt, der in der Kathedrale auch bestattet wer den kann^ Für die Errichtung und Aufhe bung einer Kathedrale ist der Hl. Stuhl zuständig.^ Die heute gebräuchliche Be zeichnung „Dom" für die Bischofskirche war übrigens bis zum Ausgang des Mit telalters unbekannt. Dom war aus schließlich die Bezeichnung für bischöf liche Hauskapelle (domus episcopalis), die nicht nur der Privatandacht des Bi schofs diente, sondern auch dem Ghorgebet der Domkanoniker.^ Bei der kaiserlichen Errichtung des Bistums Linz (1783) wurde die Stadt pfarrkirche zur Kathedralkirche be stimmt. Auch in der Bulle Romanus Pontifex vom 28. Jänner 1785^ wurde die Stadtpfarrkirche unter dem Titel „Mariä Himmelfahrt" zur Kathedralkirche erho ben unter Belassung ihrer Eigenschaft als Pfarrkirche.® Doch mit 1. Februar 1784 (!) hatte sich der ernannte Bischof Ernest Johann Reichsgraf v. Herberstein die vormalige Jesuitenkirche (Ignatius kirche) als Domkirche erbeten,' und mit kaiserlicher Entschließung vom 8. De zember 1784 war ihm diese als „Domund Stadtpfarrkirche" bewilligt worden. Die Ausstattung zur Domkirche sollte aus dem „Vorrat" der aufgehobenen Klö ster geschehen. Vor allem mußte das ur sprüngliche Altarbild des hl. Ignahus durch ein (dem Titel der Domkirche) '• LThK ^1996, 5. Bd., 1337, vgl. Codex Juris Canonid 1983, c 382, c 389, c 1011, c 1178. = LThK T986, 6. Bd., 67. LThK T986, 3. Bd, 475, LThK T996, 3. Bd., 307. ' Zu den Urkunden vgl. R. Zinnhobler, Das Schicksal der Errichtungsurkunden des Bis tums Linz, in: NAGDL 3 (1984/85), 73-87. " Rudolph Hittmair, Der Josefinische Kloster sturm, Freiburg i. B. 1907, 270. ' Friedrich Scheibiberger, Ergänzungen zum Lin zer Diözesanblatt, 1. Bd., Linz 1874, 40.
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