OÖ. Heimatblätter 1999, 53. Jahrgang, Heft 1/2

bahn. (Die zwei einzigen Pferde, die in Venedig existieren!). Das Bade-Etablissement ist großartig und sehr elegant ausgestattet und enthält nebst einer Anzahl von sehr hübsch und bequem (auch mit Süßwasseraggregaten) eingerichtete Cabinen, eine große elegante Restaurahon, von deren großer Terasse aus man bei den Klängen einer guten Musik einen herrlichen Ausblick auf das Meer und die Badenden genießt. Vor allem also mußte ein Seebad verkostet werden! Und es war ein großar tiger Genuß, auf den ich um Alles in der Welt nicht verzichtet hätte; anfangs mit einem Gefühl der Neugier stieg ich hinunter auf den samtweichen Sand, auf den schon infolge der seit etwa einer Stunde eingetretenen Fluth Woge auf Woge heran brauste und in sich überstürzend mit weißem Schaume übergoß. Frisch also hinein in die grüne Salzfluth gings und in einem nie gekannten Hochgefühle ließ ich Woge auf Woge auf mich über Kopf, Brust und Rücken eindringen, wenn auch hie und da der Gaumen mit dem abscheulich bitter-salzig schmeckenden Naß Bekanntschaft machte. Auch über die zur Vorsicht mit Stricken markierte Grenze für Badende zog es mich hinaus, und ließ ich mich dort wohlgemut von den Wellen auf und ab schau keln. [.. .1 Venedig - Landungsplatz am Lido.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2