wie bisher seine Vorstellungen gebe, die Flüssigmachung dieser Summe sollte deshalb auch erst Ende August erfol gend'^ Auf einen Steuerbericht aus dem Jahre I87I, der das Theater be treffen muß, verweist FJanns Gottschalkd^ Aus einem späteren Bericht der Lan desbuchhaltung vom 3. Juni 1885 geht hervor, daß Friedrich Skriwanek, Stau bers Nachfolger als Theaterdirektor in fJall, für das Jahr 1872 vom Landesaus schuß eine Subvention von 200 Gulden und für 1873 eine solche von 300 Gulden erhielt, „nachdem das vom Theaterdirector Stauber errichtete Interimstheater von Hermann Hillischer käuflich erstan den und nunmehr um den jährlichen Pacht pr 500 Gulden dem jeweiligen Theater-Director in Hall überlassen wurde"d® Das Auftreten Staubers als Erbauer eines ersten Haller Theatergebäudes und Hillischers als lediglichen Käufers bringt etwas Verwirrung in die bisher bekannte Theatergeschichte Halls. Denn allgemein galt Hillischer als Ersterbauer. Auch die Angabe seiner Enkelin, der Malerin Alma Hillischer, daß ihr Großvater 1868 auf eigenem Grund ein kleines Theater errichtete,^' kann so nicht stimmen. Es darf aber angenommen werden, daß Staubers Theater auf einem Hillischer gehörigen Grund stand. Als Verwalter der Badeanstalt hatte er dienstliches In teresse an der Errichtung eines Theaters, darüber hinaus aber auch bereits viel persönliches Engagement in der Theater frage gezeigt. Und Hillischer war auch Besitzer eines Grundstückes, auf das alle bekannten Angaben zutrafen: in der Nähe des Hadringerwaldes, zumindest 25 Quadratklafter von anderen Gebäu den entfernt, bei Schlechtwetter für kranke Kurgäste zu entlegen, und es fand 1871 ein Verkauf statt. Hillischer hatte am 28. Februar 1870 die Ackerpar zelle Nr. 24 im Ausmaß von 1 Joch und 699 Quadratklafter gekauft.-^" Am 22. September 1871 verkaufte er davon 622 Quadratklafter an den Kurtaxfonds. Weitere 733 Quadratklafter dieses Grundstücks verkaufte er am 2. Dezem ber 1871 an ein Ehepaar Dr. Hoch hauser." Hillischer kauft also das Staubersche Theatergebäude und stellt es - vermut lich im Frühjahr 1872 - auf einem ande ren seiner Frivatgründe wieder auf. Ein Konvolut von Einzelrechnungen mit dem Vermerk „Theater", z.T. v. Hillischer quittiert, und eine Zusammenstellung dieser Einzelrechnungen, ausgestellt für den Kauf von Schrauben, Stiften, Nä geln, Scharnierbändern und Farben, alle datiert von Jänner bis Juni 1872, läßt die sen Schluß zu.'^ Hillischers Theatergebäude, dessen Situierung bekannt ist, von dem es Bil der und Beschreibungen gibt und desHeimatbuch Bad Hall 1996, Thespis lächelt. " Gottschalk, Hans: Das alte Bad Haller Sommer theater. In: „Bad Haller Kurzeitung", Nr. 18/ 1951. OÖLA, Landesausschußakten, Fasz. 1156. Erinnerungen einer alten Hallerin. In: „Bad Hal ler Kurier", Nr. 19/20 ex 1966. OÖLA, Grundbuchsurkunden Kremsmünster 1870, Nr,725. OÖLA, Grundbuchsurkunden Kremsmünster 1871, Nr. 734. ■" ÖÖLA, Grundbuchsurkunden Kremsmünster 1871, Nr. 745. " Wie 23.
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