der Gemeinde Pierbach. Ein anderer lag im Bannholz bei der Ortschaft „Dirn"-berg in der Gemeinde St. Leonhard bei Freistadt; vielleicht leitet sich auch der Name „Spanberg" (im Bannberg?) bei Langfirling davon ab, wo die Rute einen Sitz auf einem hohen Felsen ortet. Aber auch auf dem Pannholzberg nördlich von Gutau wurde eine große Anlage gemutet wie ebenso im „Bau"-holz (so in der Karte ver merkt, aber nasal gesprochen) südwestlich von Schönau. Im Zusammenhang damit dürften auch die zahlreichen Hof- und Flurnamen Baum- bzw. Paumgarten stehen, deren Bestimmungswort sich gleichfalls von „Bann-" herleitet. (Eine Ableitung von „Baum" würde in der Mundart „Bam" heißen.) Mit „Bona", das aus einem älteren kelhschen Wort „Baunos" entstanden war, benannten die Kelten Haus, Wohnstätte, Hütte, also jegliche Behausung, die Schutz vor Wetter, Tieren und Menschen bot.^° Dies würde wieder mit dem „Hausberg", der Ortsbezeichnung mancher Sitze, übereinshmmen. Das keltische Wort Dunon, irisch Dun (für befestigten Hügel), wurde ins Englische als town (Burgstadt) übernommen. In der deutschen Sprache entwickelte sich Dunum dagegen über das althochdeutsche Zun zu unserem Wort Zaun, die Bezeichnung für die hölzerne Wand, mit der man einen Besitz umgibt. Und tatsäch lich findet sich Dunum/Dun in vielen Dorfnamen in Form von Daun, Taun, Thun, Tann, Than, Thon und Tonn. Im deutschen und österreichischen Bereich überwiegen die auf „Tann" und „Thon" lautenden Namen, die im Dialekt „daom, daona, daun" ausgesprochen werden und den meisten Anlaß zu Fehlinterpretationen gegeben haben, da sie auf Tannen bezogen wurden.^^ In diesem Sinne könnte das große Tannermoor als „Moor an der Burg" verstanden werden. Auf den daneben hoch aufra genden Felsen der Lehrmüller Mauern wurden ja Trockenmauerreste eines Sitzes, Keramik aus dem 12. Jahrhundert und sehr viel Holzkohle entdeckt; letztere könnte auf einen Abbrand hinweisen. Dazu kommt noch die Sage von der versunkenen Stadt, die nach allen Gegebenheiten unmöglich im Moorgebiet bestanden haben konnte. Die LehrmüUer Mauern beim iSC*:. Tannermoor. Wie Anm. 14, S. 104. Wie Anm. 14, S. 110.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2