nämlich nicht nur Wasseradern, Erzgänge oder geologische Verwerfungen ange zeigt. Auch oberflächlich nicht erkennbare Mauerreste, dann unter Moospolstern unsichtbare Einstemmungen und Ausbrüche im Fels, ja sogar völlig abgebrochene, auf unbearbeitetem Untergrund errichtet gewesene Mauern kann man ,muten'. Ebenso werden unterirdische Hohlräume oder zugeschüttete Gräben und ehemalige Palisadenreihen geortet. Der Rutengänger muß sich nur vorher intensiv auf das zu suchende Objekt einstellen, um die unterschiedlichen Strahlungen zu sondieren; das Auffassen der gewünschten Strahlung gelingt auch oft erst nach 15 bis 20 Minu ten. Wenn dazu beim Gehen die Augen verbunden werden, wie das bei wissen schaftlichen Experimenten in Bayern gemacht wurde, gelingt der Versuch jedoch nicht, weil das ,Vorsichtsgefühl' die Aufnahmefähigkeit für die äußerst feine Strah lung überlagert. Auch sehr starker Wind oder sonstwie ungünstiges Wetter kann das Aufspüren negativ beeinflussen. Daß das Muten sehr anstrengt, ist bekannt; man wird sogar manchmal bei der Annäherung an eine,Linie' von einer ganz eigen artigen Übelkeit befallen. Das Aufspüren von Einstemmungen im Fels läßt sich damit begründen, daß die ursprünglich nach Nord und Süd gleich ausgerichteten Gesteinsmoleküle durch schwere Schläge (beim Stemmen oder Ausbrechen) ihre Lage verändern und dann möglicherweise sehr lange so verbleiben. Dadurch wird aber auch die Intensität ihrer elektrischen Ausstrahlung anders. Das gleiche gilt für die Entdeckung unterir disch erhaltener Mauerreste, da sich ja die einzelnen Steine nicht mehr in ihrer Urlage befinden. Der Rutengänger nimmt nun bei einer Mutung die feinen Strah lungsunterschiede im Unterbewußtsein wahr und läßt die Rute durch eigene Mus kelkraft sich rühren, um den ,Empfang' sichtbar zu machen. Weil aber das Oberbe wußtsein davon fast nichts merkt, glauben viele fälschlich an eine Art von Magnetis mus, der von außen her die Rute oder das Pendel bewegen würde. Auch die Behaup tung, man könne den Ausschlag einer gabelförmigen Rute unmöglich einbremsen, wird durch die Gegebenheit widerlegt, daß schon ein geringfügiger Seitendruck gegen die Gabelenden genügt, um ein blitzschnelles Rotieren der Spitze zu erzeu gen. Wissenschaftlich interessant ist bei all diesen Beobachtungen jedenfalls auch die Bestätigung für das Vorhandensein zweier Bewußtseinsebenen. Und es ist mög lich, daß der Mensch unter- oder besser unbewußt noch viel engeren Kontakt mit der Natur und ihren Kräften besitzt, als er - verschleiert durch die Kultur und verun sichert durch den nüchternen, stets zweifelnden Intellekt - zu erkennen vermag. Als Gegenbeweis für den Verdacht einer Selbstbeinflussung kann man anführen, daß die Rute oft an solchen Stellen ehemalige Mauern oder sonstige Bau lichkeiten anzeigt, wo man es auf Grund der eigenen Erfahrung und der Ungunst des Geländes gar nicht für wahrscheinlich gehalten hätte, es aber bei Nachgrabun gen bestätigt findet. Außerdem wurden die Mutungen bei der Teilnahme mehrerer strahlungsfühliger Personen immer einzeln nacheinander vorgenommen, sodaß auch eine gedankliche Übertragung unwahrscheinlich war. Eine oft beobachtete Abweichung von 25 bis 30 cm der verschiedenen Mutungen wird wohl von der Ver anlagung als auch vom Altersunterschied der Rutengänger, von ihrer jeweiligen
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