: I' t ' j Dr. Caspar Famer Dr. Caspar Pamer (1849-1905), der im Mittelpunkt dieses Beitrages steht. Er war von 1878 bis 1883 Volksschul unterlehrer in Traberg, studierte „neben bei" Geschichte, Deutsch und Philoso phie an der Universität Innsbruck, unter richtete dann (1883-1887) als Supplent am Staatsgymnasium zu Mitterburg in Istrien, erwarb 1888 sein Doktorat, wirkte ab 1887 als Professor am Staats gymnasium in Triest und ab 1888 bis zu seinem Tode als Professor am k. k. Staatsgymnasium in Rudolfswerth bei Laibach. Neben seiner Unterrichtstätig keit verfaßte er verschiedene wissen schaftliche Abhandlungen; davon sind am bedeutendsten „Georg Matthäus Vischer, ein österreichischer Geograph des 17. Jahrhunderts" und „Baco von Verulam". Außer den größeren Arbeiten, die hauptsächlich in den Jahresberichten „seiner" Gymnasien veröffentlicht wur den, hat dieser Wissenschaftler in sei nem Zwettler Elternhaus etwas zu schreiben begonnen, was zwar an Quan tum und Bedeutung kleiner, als „Grund stein" für die Eintragungen der damali gen und nachfolgenden fJausbesitzer je doch wertvoll war - eine Idaus-Chronik! Dieser großteils in der einfachen, teilweise fast schlagwortartigen, aber oft mals originellen Sprache des Landvolks abgefaßte Text beinhaltet nicht nur die Geschichte des Geburtshauses und der Verwandtschaft des Dr. Pamer, vom Jahr 1877 an dargestellt, sondern auch be merkenswerte lokalhistorische und volkskundliche Details. Im folgenden wird ein Ausschnitt davon wiedergege ben. HAUS-CHRONIK der Familie PAMER am Hochmaier-Gute Nr. 2 in Langzwettl. Sintemalen die menschliche Natur leicht zum Vergessen geneigt ist, so ist es gut, Ereignisse jeder Art, in und außer dem Hause, schriftlich aufzuzeichnen, um dadurch sowohl für den eigenen Gebrauch das Gedächtnis zu unterstützen als auch dieselben der Nachwelt zu überliefern. Langzwettl, am 1. Mai 1878. Caspar Pamer, Candidat der Philosophie. 1877 20. October: Anton Pamer gestor ben (im 67. Lebensjahr - an Lungenläh mung). 22. October, 10 Uhr: Begräbnis in Zwettl; Caspar um 8 Uhr von Innsbruck gekommen. Das Kreuz trug der Enkel Franz. Totenzehrung (für 60 Personen) beim Boxrucker. Bruno übernimmt das Haus, Anton dient für ihn beim MoserMaurer weiter.
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