OÖ. Heimatblätter 1992, 46. Jahrgang, Heft 4

schaftsskizzen malte. Nach dem Tode des Vaters übersiedelt die Familie nach Linz. Dem Willen des Vaters folgend, kann Anton Lutz keine Berufsausbil dung als Künstler beginnen; er absol viert die Lehrerbildungsanstalt in Linz und arbeitet dann in den Jahren 1918 bis 1939 als Volksschullehrer in vielen ober österreichischen Gemeinden. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erlaubt es die fi nanzielle Situahon des Künstlers, sich zur Gänze auf die Malerei zu konzentrie ren. Seit frühester Jugend treibt Anton Lutz jedoch konsequent seine künstleri sche Weiterentwicklung voran. Mit der Ausnahme eines einjährigen Ausbil dungsjahres in München verläuft diese Entwicklung autodidaktisch. Die erste öffentliche Präsentation sei ner Arbeiten erfolgt bereits 1913. Anton Lutz ist neben Klemens Brosch und an deren jungen Linzer Künstlern Grün dungsmitglied der Kunstvereinigung MAERZ und beteiligt sich an ihren Aus stellungen. Die Presse reagiert auf diese erste Präsentation des Künstlers sehr po sitiv. Auch in den folgenden Jahrzehnten erfährt das künstlerische Werk von An ton Lutz eine beständig positive Würdi gung von Seite der Öffentlichkeit. Er wird Mitglied des OÖ. Kunstvereins und leitet speziell in der Phase des Wie deraufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg diesen Verein mehrere Jahrzehnte lang als Präsident; zudem war er auch Mit glied der Innviertier Künstlergilde sowie der Münchner Künstlergenossenschaft 1868. Anton Lutz suchte stets die Öffent lichkeit, wie die große Zahl seiner Aus stellungen beweist. Als Künstler, aber auch als Präsident des OÖ. Kunstverei nes trat er stets engagiert für die BeleAnton Lutz, hAarkt in Urfahr. 1923, sign., dat., Öl/Leinwand.

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2