OÖ. Heimatblätter 1992, 46. Jahrgang, Heft 4

]osef Lugstein (1891-1953). Foto: Diözesanarchiv Linz Im Auftrage des Bischofs war Lugstein als Kommissär für drei Frauenorden zuständig, seit 1946 für die Elisabethinen, seit 1948 für die Ursulinen und seit 1949 für die Barmherzigen Schwestern vom hl. Karl Borromäus. Als Fließer 1946 zum Residentialbischof ernannt wurde, enthob er Lugstein vom Amte eines Direktors der bischöflichen Kanzlei und bestimmte ihn zu seinem Generalvikar. Am 21. April 1948 erlitt Bischof Josephus C. Fließer einen Gehirnschlag, von dem er sich nur mehr teilweise und sehr langsam erholen konnte. Seit dieser Zeit lag die Leitung der Diözese praktisch in den fiänden von Generalvikar Josef Lugstein. Fließer hätte ihn gerne als Weihbischof gesehen, doch lehnte dieser ab. 1950 wurde Lugstein zum päpstlichen Hausprälaten und zum Apostolischen Protonotar ad instar participantium ernannt. Die Fülle der zu leistenden Aufgaben griff Lugsteins Gesundheit an. Seit 1952 litt er an Herzbeschwerden. Am 23. August 1953 starb er während eines Kran kenhausaufenthaltes im Spital der Barmherzigen Brüder in Linz völlig unerwartet an einem Herzschlag. Die bischöflichen Dotationsgüter Als 1783/85 das Bistum Linz errichtet wurde, mußte Kaiser Joseph II. (17801790) auch für das entsprechende Einkommen des Bischofs Sorge tragen. Anstelle

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