fg-Iii III Ilm» ' H«ms fres Goiserer Bauernphi losophen Konrad Deuhkr (1814-1884) in Primesherg Nr. 3 (Goisern). Repro nach ei ner Aufnahme A. Elßenwengers aus der Zeit um 1880. Archiv: Karl Pilz In den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts machte der erste Fotograf in Goisern, Alois Elßenwenger, mit Professor Friedrich Simony, dem Erforscher des Dachsteingebietes, die ersten fotografischen Expeditionen in das damals eben erst für Bergsteiger erschlossene Hochgebirge. Für den Transport der schweren Fotoaus rüstung und des Dunkelkammerzeltes benötigte man jeweils mehrere Träger. Elßen wenger konnte sich noch nicht sogleich entschließen, das bisher übliche fotografi sche „Naßverfahren" zugunsten der im Jahre 1871 von R. L. Maddox erfundenen Bromsilber-Gelatine-Trockenplatten aufzugeben. Dies geht aus einem von Professor Friedrich Simony am 22. Mai 1876 an A. Elßenwenger gerichteten Brief hervor, der sich noch im Besitz der Nachkommen schaft des ersten Goiserer Fotografen befindet: „Sehr geehrter Herr Elßenwenger! Ich erwarte schon mit Schmerzen die bestellten Exemplare des Albums - hoffentlich werden Sie Ihr Versprechen halten - denn ich muß Ihnen nochmals wiederholen, daß die Realisierung der für heuer pro jektierten Aufnahmen ganz und gar davon abhängt, daß ich in kürzester Zeit das Album in mehreren Exemplaren an verschiedene maßgebliche Persönlichkeiten abgeben kann. Jedes Versäumnis kann die Ausführung unmöglich machen, da die verschiedenen Fonds, die für ähnliche Aufgaben in Anspruch genommen werden können, Tag um Tag mehr zusammenschrumpfen." Der Wettlauf um die öffentlichen Subventionen für wissenschaftliche Zwecke dürfte also schon im vorigen Jahrhun dert üblich gewesen sein, denn F. Simony fuhr in seinem Brief fort: „Aus dem Ihnen unter Kreuzband zugeschickten Vorwort zu dem Album können Sie entnehmen, daß ich einen weitgehenden Plan verfolge: ,Das Dachsteingebiet und nach ihm das Salzkammergut sind Aufnahmsgebiet, welches eben den Anfang machen soll.' Da wird es für Sie, wenn Sie sonst Lust haben, mitzutun, genug Arbeit geben, nur heißt es dann, flink und flott bei allem, was damit zusammenhängt, nebenbei sorgsamer und gewissenhafter Arbeit, und keine Patzerei!"
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