des Campieren im Uferbereich ebenso gehören wie kein weiterer Einsatz von Aalen im Irrsee und die Einrichtung ganzjähriger Schutzzonen im Uferbereich. Mit dieser Zusammenschau, die aus lebenslangen Erfahrungen der genann ten Fischer geschmiedet wurde, zeichnet sich ein Berufsbild, dessen Veränderungen von natürlichen, biologischen als auch technisch-ökonomischen Wechseln geprägt ist. Im allgemeinen läßt sich feststellen, daß aus Gründen des geringen Einkommens das berufliche Interesse an der Fischerei stark nachläßt. Das hat zur Folge, daß tra dierte und persönliche Erfahrungen mit dem Gewässer und seinen Fischen verloren gehen. Dieser Verlust läßt sich durch das wachsende Interesse an der Sportfischerei nicht kompensieren. Die Sportfischerei wird als Hobby betrieben, nicht als Beruf. Sie ist für die Existenz der ausübenden Person nicht notwendig. Sie braucht nicht täglich bei Wind und Wetter die Netze kontrollieren. Ihr genügt das Erfolgserlebnis, einen Drill mit einem Hecht zu haben. Deshalb ist die Sportfischerei mehr an einem Management des Sees in Richtung Raubfischgewässer interessiert und verfolgt dabei die Vorstellung, daß die Ökonomie eines Gewässers planbar sei. Das heißt, die abnehmende Wirtschaftlichkeit soll durch Bewirtschaftung ersetzt werden. Freizeit interessen sind dabei von Vorrang gegenüber der beruflichen Bindung. Literaturverzeichnis Einsele, W. (1963): Schwere Schädigungen der Fischerei und der biologischen Verhältnisse im Mond see durch Einbringung von lehmig-tonigem Bergabraum. Österr. Fischerei, Jg. 16, H. 1, S. 1-9. WoLFF, P. (1977): Die Jagd- und Haustierfauna der spätneolithischen Pfahlbauten des Mondsees. Jb. OÖ. Musealverein, Bd. 122/1, S. 269-347. Nauwerck, A. (1989): Veränderungen im Fischbestand des Mondsees seit 1955. Österr. Fischerei, Jg. 42, H. 11/12, S. 276-285. Den Fischern Wesenauer, Reichl, Daxner, Plötzeneder, Abel und Strobl, ebenso Frau M. Wiener sei herzlich gedankt für ihre große Bereitschaft, für diesen Bericht Rede und Antwort zu stehen. Herrn Dr. A. Jagsch danke ich für die Revision des Textes.
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