OÖ. Heimatblätter 1992, 46. Jahrgang, Heft 4

(Rutilus frisii meid.), Rotaugen (Rutilus rutilus), Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus), Pfrille (Phoxinus phoxinus), Hasel (Leuciscus leudscus), Gründet (Fam. Gobiidae), Barsch (Perca fluviatilis), Karpfen (Cyprinus carpio), Laube (Chalcalburnus chalcoides), Rußnase (Vimba elongata), Schleie (Tinca tinca), Hecht (Esox lucius), Seeforelle (Salmo trutta f. lac.), Reinanke (Goregonus sp.), Seesaibling (Salvelinus alpinus salvelinus), Aalrutte (Lota Iota), Waller (Silurus glanis), Zander (Stizostedion lucioperca), Koppe (Cottus gobio), Schmerle (Noemacheilus barbatulus) und Aal (Anguilla anguilla). -/vi IX /'XI Die Fischrechte im Mondsee: II Wesenauer, III Daxner, IV Wendiner, V Abel, VI Seehof, VIII Reicht, IX Plötzeneder, X Strahl. Als „Groß- und Kleinfische" werden sie heute genau wie seit vielen hundert Jahren zum Kauf angeboten (auf dem Fischenhaus ruht dieses Recht seit mehr als 400 Jahren). Die Großfische sind die Edelfische (Raubfische wie Hecht, Zander usw.), als Kleinfische werden die Rußnasen und Lauben (Weißfische) genannt, die zu frühe ren Zeiten tatsächlich ein kleineres Körpermaß besaßen als heute. Das Recht zur Großfischerei erlaubt den Fang mit dem Zugnetz („Segen"), das Kleinfischereirecht erlaubt die Benutzung des Setzgarns und der Legangel. Das oben genannte Spektrum der Fischarten hat sich verändert. Als ausge storben gelten die Gründet; nur noch selten gefangen werden die Aalrutte, Barbe, Seeforelle, Pfrille und der Saibling. Die ursprüngliche Mondsee-Reinanke, die zeit weise sehr stark zurückgegangen war, nimmt anscheinend wieder an Zahl zu. Die Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) wurde eingeführt. Fangmethoden Das früher hauptsächlich gebrauchte Gerät zum Fang der Fische war das Zugnetz, genannt der (die) „Segen". In zwei verschiedenen Größen wurde es verwendet: - Der kleine Segen war 24 Klafter lang; damit durfte der Fischereirechtsbesitzer fangen. - Der große Segen maß 48 Klafter; er durfte nur von dem Grundeigentümer, dem Schloßherrn, eingesetzt werden.

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