OÖ. Heimatblätter 1991, 45. Jahrgang, Heft 2

Ziegelbaus von starker Höhenwirkung" (Dehio). Die Anlage stammt vom Linzer Dombaumeister Otto Schirmer (1899). Den Eingang flankieren zwei Strebepfei ler. Über der Tür ist ein gotischer Spitz bogen mit Kreuz. Die Gruftabschlüsse - aus weißem Marmor - wiederholen die Gestalt der Eingangstür und sind durch eine waagrechte Ornamentleiste zwei geteilt: im unteren Feld Name und Daten, im Oberfeld die Wappen, von gotischem Maßwerk umfangen. Das Geschlecht der Revertera von Salandra stammt aus Katalonien, der Titel „della Salandra" wurde 1613 verlie hen. 1771 wurde Nicola Ippolito Reverte ra in den österreichischen Grafenstand aufgenommen. 1845 gelangt Schloß Tol let in den Besitz des Geschlechtes. Aus der Zwischenkriegszeit ist Peter Reverte ra als Sicherheitsdirektor von Ober österreich bekannt. Ein interessanter Anbau an die evan gelische Kirche in Attersee ist die Gruft der Wiener Familie Schmidt mit Außen zugang an der nördlichen Seite des Cho res. Die Baugenehmigung wurde nicht ohne Widerspruch und erst nach Zusage einer Kirchenrenovierung erteilt (Ge meindeprotokoll vom 12. Mai 1895). Be merkenswert ist die Jugendstilornamen tik. 4. Der freistehende Sarkophag Maria Laah (Bezirk Steyr) ist neben Losensteinleiten (Bezirk Steyr) Begräb nisstätte der Fürsten Auersperg. Der Sar kophag steht heute abgegittert an der Außenseite der Kirche. Errichtet wurde er für Karl Jos. Fürst von Auersperg 1802. Der Marmorsarkophag in barocker Tra dition steht auf einem gekehlten Sockel und ist mit Medaillons und Girlanden versehen. Auf der Deckplatte steht die In schrift; am Kopfende ein BCruzifix. 5. Gruftkapellen und der Grahhau als Grablege Im Zusammenhang mit den neuen Vorschriften verbreitet sich ein neuer Grabbautyp: die frei im Gelände stehenAT Carl flntoi) #raf Eswefera Stlanöta ft.H.Ä.ÄBBIBee« U. 3.K. Sl. gtb.}« CaiUt -o.flpFiilS?* Hf. bei KtlrBiBSB 191fr. fsB! Äfliiuf aab ^ Rfufrttra pon §alandpa OTt' u ti K jp. fi^awr > lite Ä' SrmtjWrafa . SalaaK». B. i. f Grablege der Grafen Revertera (1899) in St. Georgen hei Grieskirchen. Foto: Wunsch, Gallspach

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