Gold wieder rührt von den nördlichen Landesteilen her. In der Zeit der selbstän digen Reiche wie im Dienste der InkaHerrschaft wurden Werke geschaffen. Dennoch ist es angezeigt gewesen, die Ausstellung unter dem bekannten Logo der Inka zu übernehmen, wie ja auch in den Begriffen Ibero- oder Lateinamerika die alten Kulturen als wesentlicher Be standteil mitenthalten sind. Viele der uns begegnenden Abstrak tionen muten überaus modern an, wie von rezenter Künstlerhand geschaffen. Hüten wir uns aber vor unbedingtem Er kennenwollen. Zugänge erfordern Be reitschaft zum aufgeschlossenen Be trachten, zur Freude am Exotisch-Frem den. Auf rund 1.100 Quadratmeter Aus stellungsfläche sind in 148 Vitrinen 450 Objekte zu den bekanntesten alten Kul turen des heutigen Peru zu sehen, sie sind in einer Schau vereint, wie sie in Europa kaum mehr zu betrachten sein wird. Zahlreiche Großfotos bzw. bis zu drei Meter breite Duratrans bringen den Be suchern die Landschaft bzw. die Ausgra bungsstätten näher. Die aus Lehmziegeln erbauten Stadtmauern der Hauptstadt des Chimü-Reiches, Chan-Chan, mit ihren Fisch- und Vogeldarstellungen können in Nachbildungen ihre Großar tigkeit unter Beweis stellen. Das wissen schaftliche Konzept der Ausstellung stammt von Sergio Purin, dem Leiter der Amerikaabteilung an den Musees royaux d'Art et d'Histoire in Brüssel. Die Durchführung der Ausstellung im Linzer Schloßmuseum sowie die ar chitektonische Planung lag in den Hän den des interimistischen Direktors und Leiters der Volkskunde-Abteilung, Dr. Gunter Dimt. Der französische Katalog der Brüsse ler Ausstellung wurde ins Deutsche übertragen und umfaßt in zwei Bänden mehr als 780 Seiten. Der Preis für beide Bände beträgt 350 Schilling. Daneben wurde ein Kinderheft erarbeitet unter dem Namen „Sinchi - Entdeckungsreise im Land der Inka". Es umfaßt 74 Seiten (60 Schilling) und soll Kindern, aber viel leicht auch so manchem Erwachsenen die alten Kulturen, die Landschaft, Fauna und Flora, aber auch das heutige Peru na hebringen. Das Autorenteam: Dr. Heide linde Dimt, Dr. Andrea Euler und Anne liese Ratzenböck. An Wochenenden gibt es wieder eine von Kindergärtnerinnen geführte „Kinderbetreuung". Die Aus stellung ist bis 8. Dezember 1991 im Lin zer Schloßmuseum zu sehen.
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