OÖ. Heimatblätter 1991, 45. Jahrgang, Heft 2

Hochgrab des Bischofs Rudigier (1892) in der Krepta des A4ariä-Empfängnis-Domes in Linz. Foto: Franz Michalek (Stadtmuseum Nordico, Linz) Seiten durchbrochen ist. An allen vier Seiten sind Metallplatten mit eingravier ten Sinnbildern, Wappen und lateini schen Inschriften eingefügt. Die Metallplatte der im Bild gezeigten Seite bringt den Plan des Domes. Die Inschrift (in Übersetzung): „Er legte den Grundstein am 1. Mai 1862, erbaute die Grundfesten der Kathe drale 1863 bis 1865, konsekrierte die Votivkapelle 29. September 1869 und brachte den Hochchor der Kirche bei nahe zur Vollendung 1884." Bischof Rudigier ist der erste in der Domkrypta beigesetzte Bischof. Die lebensgroße Figur im Pontifikalornat - aus Bronze - liegt auf der Tumba. Das Gipsmodell dazu wurde vom 76jährigen Jos. Gasser Ritter von Valhorn in Wien gefertigt. Kaiser Franz Joseph I. rühmte bei seinem Besuch im Linzer Dom die Porträtähnlichkeit. Literaturverzeichnis Mühlhacher-Parzer, A,: Beiträge zur Sepulkralkunst des 19. Jahrhunderts in Oberösterreich. Salzburg 1988 (ungedruckte Diss., Geisteswiss. Fakultät der Paris-Lodron-Univ. Salzburg). Wie die Alten den Tod gebildet (Band 1 der „Kasseler Studien zur Sepulkralkultur"). Mainz 1979.

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