i Gruft Koffer (1910) am Welser Friedhof. Foto: A. Mühlhacher-Parzer Grufthalterin, Frau Prof. E. Koffer (Wels, Wien), war dies von den ersten Besitzern geplant. Die Gesamtkonzeption ist ge genüber Canovas Werk stark reduziert. Die Ahnen der Welser Patrizierfami lie Koffer waren die ersten Betreiber der Post in Wels und Erbauer des Ringstra ßenpalais Nr. 2 bis 4. Ein Dr. Hans Koffer, Gynäkologe, stand im Dienst des bulga rischen Königshofes. Ein weites Feld für sepulkrale Gestal tung eröffnet sich im Historismus. Mit besonderer Vorliebe werden im mittleren Historismus die Bauformen der Roma nik und Gotik aufgegriffen. Dies zeigt sich auch in dem Entwurf eines „gothiAhgang zur Krypta im Schloß Cumherland, Gmunden. Foto: A. Mühlhacher-Farzer sehen Grabmals" von Friedrich Schmidt für die Wiener Weltausstellung 1873. Ein Beispiel für Neoromanik ist die Krypta des Schlosses Cumherland in Gmunden. Das Schloß (heute Landespflegeanstalt) wurde nach den Plänen des Hannoveraners Ferdinand Schorbach (eines Enkelschülers von Viollet le Duc) 1882/98 erbaut. Die neben dem Schloß befindliche Krypta ist eine dreischiffige Anlage in romanischen Formen. Sie ist nicht zugänglich. Zu beachten ist der Ab gang mit dem Tympanonrelief nach Joh. 12,32: „Und ich werde, wenn ich von der Erde erhöht bin, alle an mich ziehen." König Georg VI. von Hannover ließ sich nach seiner Entthronung 1868 in Gmunden nieder. Sein Sohn Ernst Au gust nahm 1878 den Titel „Herzog von Cumherland" an.
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