Oberösterreichische Heimatblätter linke trägt außerdem eine Querrille, an deren Enden jeweils ein weiteres kleines Näpfchen angebracht ist. Zwischen den Näpfchen (mit Durchmessern von 3, bzw. 2 cm), deren Bohr ansatzstellen deutlich sichtbar sind, liegt ein sehr schmales, langgezogenes Dreieck (siehe auch Tafel VI, 25—26). Unmittelbar unter der Näpfchengruppe sehen wir die tief eingegrabene Linie der unfertigen Wiedergabe eines Pferdekörpers (Tafel VII, 27), die 12 cm tiefer dann nochmals versucht und vollendet wurde (14 cm). Das etwas schräg nach aufwärts ziehende, im Trab darge stellte Tier hat das Haupt leicht erhoben; die Hufe wie das Haupt des Reiters bilden kleine Näpfchen, ein weiteres Näpfchen ist in der Mitte zwischen Vorder- und Hinterbeinen ein getieft. Der Reiter selbst ist mit gesenkten Armen auf dem Pferde sitzend dargestellt. 40 cm unterhalb des Reiters, knapp über dem Niveau, treffen wir wieder auf ein Mühlespiel aus drei konzentrischen Quadraten (8x8 cm) mit Querverbindungsstrichen. Wenden wir uns erneut der Näpfchengruppe zu (Tafel VH, 26), so springt rechts von ihr ein 12 cm großes zeltartiges Dreieck (ohne Basis) mit giebelartig überkreuzten Seiten in die Augen; die Mittellinie, nicht bis zur Dreieckspitze durchgezogen, besteht aus einem senk rechten Pfeil, dessen Spitze in einer kleinen Verdickung endet. Die Spitze der Figur reicht unmittelbar in das Bild eines schematisch dargestellten Hirschen (Länge 6, Höhe 15 cm) in verhoffender Stellung mit gegabeltem Geweih, der vor zwei Zeichen (je 15 cm) wiedergegeben ist, von denen das rechte sicher einen Baum mit paarig angeordneten, aufwärts gerichteten Ästen darstellt, während das linke mit waagrechten Strichen an der Senkrechten möglicher weise einen „toten", abgestorbenen Baum andeutet. Bemerkenswert ist, daß dieses letztere Zeichen einen nach rechts abgesetzten, abgewinkelten Fuß hat. Rechts unten neben der zeltartigen Figur zeichnet sich ein kleiner, nach unten gerichteteter Dreisproß ab. Oberhalb des Hirschen erkennt man einige unregelmäßig gelagerte Vertiefungen und schließlich, als das auffallendste Zeichen der gesamten Bildfläche, eine 23 cm große Figur in Form eines antennenartigen Rhombus aus drei konzentrischen, fadenkreuzartig auf die Spitze gestellten Quadraten, die durch über die Spitzen hinausgehende Diagonalen miteinander verbunden sind. Die Höhenlinie geht in einen Schaft über, der, wie eines der oben genannten Kreuze, in eine wurzelartige Gabelung endet. Rechts neben dem Schaft liegt ein vereinzeltes Näpf chen (2 cm) mit einer Abflußrinne, die zu einem zweiten, kleineren Näpfchen führt. Über diesem zeichnen sich ein Kreuz mit weit nach rechts reichendem Querbalken (18 cm) und, unter diesem, ein liegender Rhombus (9 cm) mit Betonung des Mittelpunktes sowie eine geschäftete aufrechtstehende Gabel (12 cm) ab, deren rechte Zinke nochmals gegabelt ist. Rechts von dieser Gabel befindet sich eine kleine Leiter. Zone B In wesentlich dunklerer Beleuchtung und infolge der größeren Härte der Gesteinsoberfläche bedeutend weniger eingetieft als die meisten Figuren der Zone A liegen die Zeichen auf der zweiten Bildfläche des Felsens XII (Aufn. 13,® Tafel VH, 28). Als betonter Mittelpunkt der Ge samtheit der Eintragungen fällt in 30 cm Höhe über dem heutigen Niveau eine kreisrunde trich terförmige Vertiefung mit oberem Durchmesser von 8 cm in die Augen, zu der eine doppelte, ° Unsere Aufnahmen zeigen den Zustand der Eintragungen in der Wand, wie er noch im Frühjahr 1960 zu sehen war. Im Sommer 1960 wurde von unbekannten Personen unmittelbar vor der Wand ein großes Feuer entfacht, dessen Rauchentwicklung die Bilder bis zur Unkenntlichkeit verrußt hat.
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