KULTURGÜTER IN DER GEMEINDE GRÜNBURG KLEINDENKMALER
SCHRIFTENREIHE ZUR HEIMATKUNDE UND KULTURGÜTERPFLEGE IN DER GEMEINDE GRÜNBURG BAND 1 KLEINDENKMÄLER Herausgeber: Gemeinde Grünburg und Projektgruppe Raumordnung Impressum Herausgeber, Verleger und Eigentümer : Gemeinde Grünburg und Projekt gruppe Raumordnung im Oö.Volksbildungswerk, Linz Verfasser und Fotos : Engelbert Resch Wagenhub 121 4594 Grünburg Für den Inhalt verantwortlich: Engelbert Resch Übersichtskarte: ÖK 50 Ausschnitt, Vervielfältigt mit Genehmigung des Bundesamtes für Eich- und Vermes sungswesen (Landesaufnahme) in Wien ZI. 70 256/97 Druck: Druckerei Mittermüller KG, 4532 Rohr
KULTURGUTER IN DER GEMEINDE GRUNBURG KLEINDENKMALER
INHALT Vorwort Landeshauptmann Dr. Josef Pühnnger Vorwort Bürgermeister Theodor Weiß Gedanken zur Kulturlandschatt Prof. Josef Priemetshofer Zum Geleit Leopold Grasser, Pfarrer von Grünburg Sichtbare Zeichen Alois Penzinger, Pfarrer von Leonstein Der Verfasser Engelbert Resch Verzeichnis und Kurzbeschreibung der Kreuze, Bildstöcke, Kapellen und Hausbilder 11-53 A.)Kurzbeschreibung und Bllddokumentation 55-58 B.)Die Kleindenkmäler der Gemeinde Grünburg Alphabetisches Suchverzeichnis C.)Ausgewählte Hausbilder und sonstige religiöse Objekte 59-62 Nachwort ROBR. Dipl. Ing. Hans Peter JESCHKE Aufstellung der Schriftenreihen zur Heimatkunde und Kulturgüterpflege Kartographische Ubersicht (ohne Maßstab)
Die Erhaltung von Kleindenkmalen ist eine wichtige denkmalschützerische Aufgabe. Bevor man jedoch an die Erhaltung und Restaurierung geht, ist es notwendig, eine Bestandsaufnahme dieser Kulturgüter durchzuführen. In der Gemeinde Grünburg hat sich Herr Engelbert Resch in vorbildlicher Weise um die Erhebung der Kleindenkmäler angenommen. Aufgrund seiner Ar beiten konnten in den letzten Jahren eine Reihe dieser Denkmale restauriert werden und erfreu en sich heute in neuem Glanz. Wie in vielen anderen Gemeinden unseres Landes auch, stehen heute in der Gemeinde Grünburg zahlreiche Kapellen, Marterl und Wegkreuze, die sich der Wertschätzung der Bevölkerung erfreuen und Zeichen gläubiger Gesinnung sind. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Verantwortlichen und Mitarbeitern an dieser Doku mentation bedanken. Mein besonderer Dank und meine Gratulation gilt Herrn Engelbert Resch sowie allen seinen Helfern, die durch ihre Bemühungen zum Zustandekommen dieser Doku mentation beigetragen haben. Ich gratuliere der Gemeinde Grünburg zu dieser Broschüre und hoffe, daß sie reges Interesse bei der Bevölkerung findet. Dr.Josef Pühringer , Landeshauptmann /
Unsere schnellebige Zeit ist meist an den kleinen Dingen des Lebens vorbeigegangen. Der Zahn der Zeit tat das übrige dazu und man kann sich nach einiger Zeit nur mehr dunkel an diese liebenswerten Dinge erinnern. Gerade die letzte Zeit hat am Beispiel der Kirche in Grünburg gezeigt, wie reich unsere Gemeinde an Kulturgütern ist. Heute besinnt man sich wieder auf deren Werte und ich bin froh, daß es sich der Ortsgestaltungsausschuß unter Obmann Engelbert Resch zum Ziel gesetzt hat, die Kleindenkmäler in unserer Gemeinde unter tatkräftiger Mithilfe der Bevölkerung zu sanieren und zu katalogisieren. Die vorliegende Broschüre dient als wertvolle Fundgrube zum Lesen und als Grundlage für einen Rundgang durch unsere schöne Gemeinde, bei dem ich Ihnen viel Freude und erholsame Stunden wünsche. Theodor Weiß Bürgermeister
Die Kleindenkmäler sind wesentlicher Bestandteil der Kulturlandschaft einer Region. In der Vielfalt der Materialien kommt ihrem Setzungsgrund überwiegend votivlicher Charakter zu, aber auch Verspruch und Bitte waren Anlaß zur Errichtung. Wenngleich an den Malen manch mal Stilverschleppungen festgestellt werden können, sind aber viele von ihnen durch Formen reichtum und stilistischen Ausdruck Belege der künstlerischen Entwicklung eines Landes. Das Wissen um ihre Erhaltung und Entstehung ist stets Aufgabe der Nachfolgegenerationen, ver pflichtet zur fachgerechten Behandlung in der Restaurierung. Eine entsprechende Bestandsauf nahme ist oft auch Impuls zur Sicherung und Pflege dieses Gutes. Prof. Josef Priemetshofer
Unser Leben wird geprägt in der Begegnung mit Menschen und Ereignissen, die uns auf etwas aufmerksam machen, die in uns manche Fragen aufwerfen. Es sind gleichsam Hinweise auf Geschehnisse, die Menschen bewegten oder zutiefst empfunden haben, wobei sie es der Nach welt durch „Male", den heutigen Kleindenkmalen der Vergessenheit entzogen. Diese geben uns oft zu bedenken, daß darin Leid und Freude, Enttäuschung und Bitterkeit, gepaart mit Dankbar keit und tiefem gläubigen Vertrauen zu uns sprechen. Mögen gerade diese Zeichen nicht nur das Landschaftsbild zieren, sondern Ausdruck dankba ren Glaubens der Bewohner unseres Steyrtales sein. Ein großes Danke gebührt daher Herrn Engelbert RESCH, der sich der mühevollen Aufgabe widmet, kulturelles Erbe und Glaube aus der Geschichte unserer Grünburger Heimat aufzu zeigen und zu bewahren. Leopold Grasser Pfarrer von Grünburg
Wenn wir durch die Gegend fahren oder gehen, begegnen wir überall Wegkreuzen und kleinen Kapellen. Es sind Zeichen des Glaubens, aufgestellt zum Gedenken an Menschen, die tödlich verunglückt sind, oder einfach als Dank für Gottes Güte und Treue. Alles Sichtbare ist zeichenhaft! Diese Zeichen weisen uns hin auf Ursprung, Sinn und Ziel unseres Lehens. Sie laden ein zum Verweilen, zur Rast, zum Gebet, zur Besinnung (das beste Mittel gegen Streß und Ruhelosigkeit). Wir sind eingeladen zum Lob Gottes, zum Danken für die Erlösung durch Jesus Christus. Leben spielt sich ab und verläuft in Begegnung und Beziehung. Mögen uns diese Hl. Zeichen Hilfe sein zur Begegnung und Erfahrung mit dem, dem wir alles - auch unser Leben - verdan ken. In vielen Kapellen und Bildstöcken ist das Bild Marias, der Mutter Jesu und anderer Heiliger. Sie dürfen wir bitten, uns den Weg zu Christus zu zeigen und zu führen. Ein herzliches Dankeschön allen, die sich um die Wegkreuze und Kapellen kümmern. Alois Penzinger Pfarrer von Leonstein
Mit der Erhebung der religiösen Kleindenkmäler, Bildtafeln, Hl Kreuze und Kapellen kann auch ein Teil der Geschichte unserer Vorfahren beschrieben werden. Betrachtet man die Objekte genauer, kann man erkennen, welch hohen Stellenwert die früheren Bewohner diesen Kultstätten einräumten. In der Gemeinde sind von einfachen Kreuzen, bis hin zu künstlerisch hochwertigen Seltenhei ten, denen auch internationale Anerkennung zukommen kann, zu finden. Eine schöne Aufgabe in der Dorfgeschichte zu stöbern! Ich halte es als eine Veipflichtung. Gleichzeitig ist es eine Zugabe zur Dorfgeschichte, auf diese kulturellen Werte öffentlich aufmerksam zu machen und diese Kleindenkmäler in einer möglichst hohen Originalität der Nachwelt auch zu erhalten. Es ist erfreulich, daß viele Kleindenkmäler im Rahmen unserer Aktion, manchmal mit sehr hohem Aufwand und Liebe, stilgerecht restauriert wurden. Man kann beobachten, daß viele Leute die Kleindenkmäler pflegen und schätzen. Ich darf hier anführen, daß es gelungen ist, Fachleute mit fundiertem Wissen und Können zur Restaurierung zu gewinnen. Durch die entsprechende fachliche Unterweisung konnten Besitzer und Förderer von Kleindenkmälem schon bisher den Großteil der Renovierungsarbeiten selbst durchführen. Auf diese Art wurden im Rahmen der Restaurierungsaktion hohe Leistungen erbracht und viele Objekte konnten in der ursprünglichen Originalität wiederhergestellt werden. Als Vorsitzender des Ortsgestaltungsausschußes darf ich daher hier meinen besonderen Dank zum Ausdruck bringen, ich danke der Gemeindevertretung Grünburg, Herrn Bürgermeister Theodor Weiß, Herrn Amtsleiter Werner Katzengruber, den Mitgliedern des Ortsgestaltungsauschusses, Herrn Vizebürgermeister Tischlermeister Josef Winter, der Vorsitzenden des Kul turausschusses Frau GV Eva Kohl, Henn GR Tischlermeister Josef Blaslbauer und Herrn GR Kurt Plursch. Danken darf ich auch dem Kulturberater Herrn Prof. Josef Priemetshofer aus Steyr, dem Hobbymaler Herrn Franz Pöcksteiner sowie den vielen Helfern, welche diese Aktion unterstützt haben. Für die Hilfestellung bei der Erhebung der Kleindenkmäler und der Gestaltung dieser Broschüre möchte ich noch Herrn ROBR. Dipl. Ing. Hans Peter Jeschke, Leiter der Projekt gruppe Raumordnung im Volksbildungswerk, herzlich danken. Engelbert Resch
Verzeichnis und Kurzbeschreibung der Kreuze Bildstöcke, Kapellen und Hausbilder A.)Kurzbeschreibung und Bilddokumentation
Messerer Stegkreuz Standort: Am Messerersteg in Flußmitte Beschreibung: Wegkreuz mit Korpus, Eichenholzkreuz mit geschnitztem Eichenholzkorpus, Schwarzblechbogendach Geschichte: Die Täler und Flüsse überführenden Verbin dungswege waren schon seit früherer Zeit mit Zeichen versehen. Bis zum Jahre 1959 war an dieser Stelle eine Holzbrücke. Diese wurde am 12. - 13. August 1959 vom Hochwasser weggerissen. An gleicher Stelle erfolgte die Errichtung des Steges. Zur Einweihung des Steges wurde das Kreuz errichtet. Herber Kreuz L Standort: Am Grünburger Verschönerungsweg - Weggabe lung, Gemeindestraße - Grundgrenze Herber (Gemeindegrund) Beschreibung: Einfaches Wegkreuz am Waldrand
Hönig Kreuz (Messerer Kreuz) 3 Standort: An der Zufahrtsstraße, westl. des Hauses. Beschreibung: Bildstock mit Metallgußcorpus auf Gußeisen kreuz, formschöner Granitsockel Geschichte: In der hohen Konjunkturzeit der Steinbacher p ' Messererzunft war Josef Hönig Messerverleger. Um mit K" . | anderen Ländern Handel treiben zu können, waren Überlieferung nach wurde ein dienstloser italienischer Sprachlehrer namens Josef Ribeth in Kremsmünster angeworben, um dem Sohn, Anton Hönig, täglich Sprachunterricht zu erteilen. Am 3. März 1819 vormittags verlangte der Sprachlehrer die Frau des Hauses zu sprechen. Da sie aber keine Zeit hatte, sandte sie den Sohn, um zu fragen, was er denn wolle. Ribeth packte den vierzehnjährigen Sohn, hieb mit dem Messer auf den Kopf und stach mehrmals zu. Zudem wollte er den Schmerz der Mutter sehen. Dazu klopfte er auf den Fußboden, sein gewöhnli ches Zeichen ,wenn jemand kommen sollte. Die Magd eilte hinauf. Ais er sie kommen hör te, schnitt er sich selbst im Bett die Schlagadern am Arm auf. Um den Sohn zu retten wurde alles unternommen. Jede Hilfe kam zu spät, da es mehrere Wunden waren. Seitdem wird er zählt, daß der Sohn Josef Honigs mit vierzehn Messerstichen ermordet wurde.
Standort: Steyrtal Bundesstraße KM 9,85 über den Steilhang zur Steyr, KG. Untergrünburg . ZIHHH Beschreibung: Kapellenbildstock; Über dem Altar ein Guß- ■ / jjj eisenkreuz mit Leib Christi, eine Lourdesstatue unter ;||gH Glassturz und ein Herz Jesus- und ein Herz Marienbild, f' jeweils im Rahmen. Steinunterbau mit Ziegelmauerwerk IfAS SB 263 X 187 X 450. Eingang von Norden, mit drei Betonstufen. Fassade gegliedert mit Riselputz und Putzbändern. gH Beidseitig ein Spitzbogenfenster 114 x 35 cm (Fenster- «H gitter, Fensterfarbgläser teilweise aus der Frrichtungszeit erhalten). Schweifgiebeldach mit halbrunder Form und Blechabdeckung. Im Giebelfeld ein Fresko mit vier Hei- " ligen, erkennbar HI. Florian und Hl. Nepomuk; vom Eingang Schmiedeeisengitterabschluß mit Fingangstür aus der Firichtungszeit 1847. Geschichte: Die Kapelle wurde von der Müllerfamilie Wockenalt im Jahre 1847 errichtet. Im Jahre 1934 ist durch einen Brand des nebenstehenden Stadels (Brandlegung) auch die Findeckung vernichtet worden. Der Stadel wurde wieder errichtet und auch die Kapelle wurde durch MM Windhager renoviert. Salcher Marterl Standort: Fröhlich Reith, nordöstlich der Steyrtalbundesstraße km 10,24 Beschreibung: Gedenkstein mit Tafel, Betonfundament, Naturstein Mauerwerk (100 x 70 x 50 cm), Konglomerat - Gedenksteinaufsatz mit weißer Marmortafel. Geschichte: An der Stelle verunglückte tödlich Herr Hans Salcher, Dipl. Tierarzt von Grünburg u. Steinbach/St. am 30. Juli 1948, im 55 Lebensjahr. Der Gedenkstein wurde von seinen Freunden gewidmet.
Wieltsch Kreuz Standort: Am südlichen Hauseck des Großpreislehnergütel, entlang der Schieferbezirksstraße Beschreibung: Jesusbild, (Kartondruck) auf Holzkreuz, 180 X 85 cm, an der Hausmauer angebracht mit Bretter- ^ ^ , , SFV'Ä4fc*'. dach Geschichte: In der Zeit als der Grünburger Fronleichnam sumzug noch nach Grünburg über das Schwendtsegg führte, wurde an der Weggabelung ein Altar geschmückt. Zur Ehre Gottes wurde daher an dieser Stelle ein Kreuz von der ehemaligen Besitzerfamilie Johann Wieltsch, Briefträger in Grünburg, errichtet. '■-m Feuerwehr Marterl 7 I Standort: Schiefer - Beziksstraße km 15,50 Rottenhuber Kurve. Beschreibung: Bildstock - Kremsmünsterer KonglomeratNischenaufbau, Spitzdach mit Kreuzaufsatz, Gedenktafel. Geschichte: Am 18. 12. 1970 verunglückte Feuerwehrkamerad Johann Großbichler, Besitzer des Oberdauneggergutes, äm Wagenhub 17, mit seinem Traktor tödlich, der sich überschlug und den Fahrer erdrückte. Dieser Fall war Anlaß, ^ daß die Bauernbund Ortsgruppe Grünburg für die Bauern K der Gemeinde Grünburg einen gemeinsamen Ankauf von E Traktor Sturzdächem organisierte. 37 Landwirte rüsteten H damals ihren Traktor mit Übersturzrahmen aus. Die Feu- I erwehrkameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wagenhub B errichteten dem treuen Mitarbeiter die.sen Bildstock. * A. t
Rottenhuber Kreuz ö Standort: Neben Schiefer Bezirksstraße, südöstlich des Bauernhofes Beschreibung: Wegkreuz als Eichholzkreuz mit geschwun genem, geformtem, halbbogen Kupferblechdach mit Verzierungen und Eichenholzkorpus Geschichte: Die Familie Grammer kam im Jahr 1900 von Hinterstoder nach Grünburg und kaufte die Rottenhub, in Wagenhub Nr. 64. Aus Dankbarkeit für die Anerken nung und Aufnahme bzw. um auch in Grünburg den Se gen sowie die Gnade Gottes für die Familie Grammer zu erbitten, wurde zur Ehre Gottes 1906 ein Wegkreuz er richtet. Wachauer Blümel Kreuz " Standort: Entlang der Schwendtsegger Gemeindestraße, mittlerer Teil. Beschreibung: Holzkorpus auf Holzkreuz mit Blechbogenüberdachung. Gescbichte: Zu fräherer Zeit stand am Grundstück ein Weg kreuz mit Betschemmel, der abgekommen war. Die Fami lie Wachauer kaufte dieses Grundstück und errichtete wieder ein Wegkreuz. Am Morgen des Pfingstsonntag versammelte man sich bei diesem Kreuz zum Gebet.
Steininger Kreuz Iii Standort: Schwendtsegger Gemeindestraße, Haus Wagenhub 67. Beschreibung: Wegkreuz der Hl. Maria mit dem Jesuskind. {Gebetsaufschrift: Maria mit dem Kinde lieb, uns allen Deinen Segen gib!) Auf einem Eichenholzkreuz dreibogenteiliges Kupferblechgewölbedach mit Nockenverzie rung und mit kleinem Aufsatzkreuz. Am Boden eine Be tonnische mit Holzgatterl. Geschichte: Errichtet zur Ehre Gottes im Jahre 1946. Bild: M.M. Georg Hochmayr Bibl Kreuz 11 Standort: Schwendtsegger Gemeindestraße, westlich vom Haus, im Garten der Hausbesitzer. Beschreibung: Bild der HI. Dreifaltigkeit (Druck auf Karton) auf Holzkreuz mit Holzbildkasten. Geschichte: Die vorherigen Besitzer (Familie Johann und Ottilie Schnellenberger) haben 1990 das Kreuz und den Bildkasten aus früherer Zeit das „Bibelkreuz" erneuert.
Harbach Marterl Standort: Harbachgraben mittlerer Teil, KG. St. Nikola, entlang des Verschönerungsweges. Beschreibung: Bildstock mit Nische und hoher Säule, Ton ziegeldach und Schmiedeeisengitter. Geschichte: Zu früherer Zeit soll an der Stelle eine Kapelle gestanden sein. Nach mündlicher Überlieferung wird be richtet, daß an dieser Stelle während der Pestzeit 1680 bis 1720 ein Friedhof war. Wittchen Bildstock Standort: Im Hausgarten der Farn. Wittchen. Beschreibung: Bildstock mit kleinem Betonbau und Schmiedeeisentor und Marienstatue aus Banneux, BelgiGeschichte: Der Bildstock wurde 1977 erbaut. Die Statue wurde von der Familie Wittchen als Wallfahrtsandenken aus Belgien mitgebracht. i *. et''
Fanzosenkreuz Standort: Am Rahoferweg, ca. 150 m südwestl. des Steinhauferergutes, auf einem kleinen Felsmugel. Beschreibung: Wegkreuz, Typ hochbarockes Schmiedeeisen kreuz (18 Jh.) beidseitig vom Boden ausgehende Ranken verzierung mit Blättern teilbogenartiges, geschwungenes Halbbogendach mit Leistenverzierung. Beschriftungsband, 29 X 8 cm (INRI). An den BCreuzbalkenenden längliche Löcher geschmiedet. > Geschichte: Nach mündlicher Überlieferung sollen an der Stelle französische Soldaten aus dem Napoleonkrieg begraben sein. Renoviert und gepflegt durch die Besitzerin -jS bzw. Nachbarn. Letzte Renovierung 1995. Rahofer Kreuz Standort: Steyrtal-Bundesstraße km 11,2 Abzweigung Rahof Beschreibung:. Wegkreuz aus Eichenholz mit holzgeschnitztem Korpus (1927), Eichenholzkreuz, Bretterver- S'* Schalung, Blechüberdachung. jfe Geschichte: Dieses Kreuz ist bekannt als Aussegnungskreuz für Leichenzüge von Untergrünburg und dem Einzugsge biet Wagenhub. Erüher führten die Eronleichnamsumzüge über Untergrünburg, für diesen Tag war es auch Segens station. Renoviert und gepflegt wird es von der Eam. Sin ger, (vulgo Rahofer). Letzte Renovierung 1997.
Berger-Hauskapelle lö Standort: Im Hausgarten der Farn. Berger - südwestlich des Hauses KG. Untergrünburg, Parz. Nr.216/11. Beschreibung: Bildstock mit Marienstatue mit Jesuskind, Bogenfenster mit Schlierbacher Verglasung, Satteldach,. Geschichte: 1982 zur Ehre Gottes von Familie Berger erbaut. Rahofer Flurkreuz 17 Standort: südwestl. des Rahofergutes, auf der Hangkante, Weggabelung, Bachmühle Zieglerweg. Beschreibung: Wegkreuz mit Bild der Schmerzhaften Mut tergottes, (Gebetsaufschrift: Maria hilf uns Allen; Sie labt in Leid und stärkt im Tod). Eichenholzkreuz mit Bretter dach. Geschichte: Die Errichtung erfolgte aus Dankbarkeit zur Ehre Gottes vom damaligen Besitzer Georg Singer (Pferdefuhrwerksunternehmer - Straßenschottertransport) in den Jahren 1930-1950 Ein Unfall bei dem ein Pferde gespann über einen Steilhang stürzte, verlief ohne großen Schaden.
Pfarrhof Kapelle lö Standort: Westlich des Pfarrhofes am Weg zur Kirche. Beschreibung: Bildstock in Felsnische mit NaturkalksteinSockel, Ziegelmauerwerk, zwei vorgesetzten Säulen, rundem Dachaufbau, (Lärchenschindeldach, kleines Ei senkreuz als Aufsatz), Schmiedeeisentor, Holzkreuz mit geschnitzten Holzcorpus. Geschichte: An dieser Stelle wurde 1834 am Fuße des Kir- H| I 'j ^9 chensteiges als Holzkapelle, durch die Cäcilia Grubmül- p 1er'sehen Kapellenstiftung mit einer 4% Notarrente vom 24.4.1859, Hl. Figuren Maria und Johannes errichtet, die W leider heute fehlen. Die morsche Holzkapelle wurde 1953 IH _ JB mB unter Pfarrer Karl Brunner durch einen Neubau ersetzt. ' 9 Der Neubau erfolgte in einer Gemeinschaftsarbeit * Wja (Planung; Franz Farthofer, Steine: Fr. Urbanek, Holz u. »KLrZiegel: die Pfarre, Sand: Gasplmayr vlg. Ebner, Kreuz ' Tl —„KsäCÄiw und Dach: Kunstschlosserei Ziegler). Das dreiteilige Eisengitter ist noch aus der ursprüngli chen Emchtungszeit erhalten. Die Einweihung erfolgte am 18.10.1953, die Renovierung 1986 durch Arbeiter- u. Angestelltenbund, Ortsgruppe Grünburg unter Obm. Engelbert Resch. Pfarrberg Kreuz 1" Standort: An der Pfarrbergstraße im Steilhang in einer Konglomerat-Felsnische, beim Stiegenaufgang. Beschreibung: Wegkreuz mit Eichenholzkreuz und Halbbo gen-Kupfer-Blechdach mit NockenverzieiTing. Geschichte: Das Kreuz war das ehemalige Aussegnungs kreuz für Leichenzüge, (Aussegnung der zweiten Begräb nisklasse). Renoviert 1972.
Standort: Gegenüber der Volksschule entlang Schulstraße. Beschreibung: Kapellenbildstock mit sakralen Bemalungen und Gebetsaufschrift über dem Eingang, „Unsere Sün- ■ den. sind sein Tod" (Tuff und Kalksteinmauerwerk, Sat- ■ itfflBl I tcldach, Lärchenhol/schindeldach, Schmiedeeisen-Ein- ■ I gangstor, Fassadenfärbelung mit Faschen, seitlich je ein ■ . I Holzfenster). I Geschichte: Über die Errichtung des Kapellenbildstockes ist nichts bekannt (19 Jh.). Es ist die ehemalige Weg- und j Aussegnungskapelle bei Leichenzügen für das Gebiet der dahinter liegenden Ortsteile Pernzell und Obergrünburg. Der Grünburger Pfarrbereich reichte zu früherer Zeit bis zum Schloß Leonstein, Die erste Renovierung 1960 erfolgte durch Zimmerer Gottfried Burghuber und Maurer Franz Eder, die Restaurierung 1993 durch Prof. Josef Priemetzhofer. Zur Wiederherstellung der Innen einrichtungen erbrachten die Besitzer und Bewohner der Umgebung bzw. MM Karl Wandrak viele Leistungen. Hiersauer Kreuz ZI Standort: Steyrtal-Bundesstraße km 12,63 Beschreibung: Wegkreuz aus Holz mit Holzvertäfelung und Bretterdach. Geschichte: Aus mündlicher Überlieferung wird berichtet, daß unweit der Stelle bei frostiger Witterung eine Erau über den Steilhang stürzte und tödlich verunglückte. Die beiden Birken neben dem Kreuz wurden 1949 von Lehrer Kurt Heim gepflanzt.
Groißenbach Kreuz LL Standort: Groißenbach - Berg 60 m nach der Abzweigung der Steyrtal-Bundesstraße km 12,80 Beschreibung: Wegkreuz mit Bildern der HI. Dreifaltigkeit (Gebetsaufschrift: Vater unser). Beton-Formsteinsockel, Lärchenholzkreuz mit Kerbschnitzerei von Erwin Hemdl, Geschichte: Das Bild stammt von MM Anton Windhager und wurde 1993 von Franz Pöcksteiner renoviert. Am Standort des Vorgängerkreuzes führte bis 1927 die Steyrtalstraße vorbei. In diesem Jahr wurde die Groißenbachbrücke gebaut. Deuschinger Marterl 2J <i • i , Standort: Steyrtal Bundesstraße km 13,55 | Beschreibung: Bildstock mit Bronzegußkreuz und Kupfer- | , Gedenktafel. L| Geschichte: Im Jahr 1984 verunglückte der 22jährige Andreas i ^ Deuschinger an dieser Stelle bei einem Verkehrsunfall I tödlich. Hr r M ' j
Steyrleitner Kreuz -Z4 Standort: Steyital - Bundesstraße km 13.59 Beschreibung: Wegkreuz aus Holz mit Holzkorpus und Bretterdach. Geschichte: Seit früherer Zeit stand an dieser Stelle ein Wegkreuz. Renoviert 1976 durch Besitzer, u. Relig. Leh rer Hans Ebner, u. Lw. Leopold Fachberger. Durch den Bundesstraßenausbau 1996 wird eine kleine Platzänderung bzw. Versetzung notwendig. -»iEder Marterl Standort: Steyrtal Bundesstraße km 13.7 (Obstgarten). Beschreibung: Gedenkstein (Betonguß mit Ziersteinen und Tonziegeldach). Geschichte: Im Jahr 1963 verunglückte Franz Fder 23jährig mit dem Motomad an dieser Stelle. Sperrer Marterl ZÖ Standort: Steyrtal-Bundesstraße km 13.7,(Obstgarten) Beschreibung: Gedenkstein mit Aufschrift, Konglome ratstein 90 X 60 X 12 mit eingemeißelter Beschriftung. Geschichte: Verkehrsunfall: Frau Maria Sperrer 51 Jahre, verunglückte mit dem Fahrrad.
Fletzer Kreuz L / Standort: Im ehemaligen Gastgarten des Hauses Friller, Obergrünburg 169, Steyrtalbundesstr. km 13,75 Beschreibung: Votivbild mit der Darstellung der Hl. Dreifal tigkeit (Aufschrift: Hochgelobt sei die Hl. Dreifaltigkeit) Die Bemalung zeigt die Hl. Dreifaltigkeit mit Landschafts bild (Steyrfluß mit Unfallsdarstellung). Die Gedenktafel ist ein ovaler kleiner Schild mit Gebetsaufschrift, hat ein klei nes Aufsatzkreuz und Rautenverzierung. Gedenktafel ge widmet zum Andenken an den im Jahre 1875 verunglück ten Ladenführer und Kameraden. Geschichte: Als die Industrialisierung im Steyrtal einsetzte, siedelten sich Betriebe und besonders Sägen am Steyrfluß an. Die zur Verarbeitung benötigten Holzmengen wurden aus den dahinterliegenden Gebirgswäldem auf der Steyr bei entsprechend hohem Wasserlauf herangefletzt. Nach mündli cher Überlieferung wurden auch Laden (Bretter - Schnittware) zu Flößen gebunden und auch am Steyrfluß transportiert. Im Jahre 1875 sind fünf Ladenführer auf der Steyr in Steyrdurchbruch und im Zwenger-Wörtgraben ums Leben gekommen. Diese Werksleute konnten nicht schwimmen. Ladenführermeister Felbinger, Obergrünburg 159, errichtete den Verunglückten ein Marterl mit einem Votivbild eines Ladenkahrls (art Plette oder Schach tel). Auf einer Erinnerungtafel stehen die Namen der verunglückten Ladenführer und Kame raden, Josef Zineder, 20.5, Barth Neder, 29.5, Math. Schmidhuber, 1.8, Josef Schmidhuber, 17.11, Ignaz Hofer, 9. 10. Renoviert 1925, zum Gedenken an Heinrich Felbinger + 1920. Im Jahre 1935 wurde von Frau Theresia Friller (geb. Felbinger) ein Holzkreuz errichtet. Die Bildrenovierung 1997 von Franz Föcksteiner erfolgte auf Wunsch von Rupert Friller, dem ehemaligen Liegen schaftsbesitzer. GeiiiidnietzuinflmMwn an die an g!üti?!8nLsde!piitRwd Kameraden ücsef Zineder ßarih.NBden 29.5. nia}h.SdBnkflm08r la Tin Dgtta;Ho^r 9TÜ ^ ...
Gradauer-Hasenleitner Kreuz Standort: Steyrlaler Radfahrweg I r Beschreibung: Wegkreuz aus Holz mit Christushauptrelief ' aus Kupfer gepreßt. V. Geschichte: Flurkreuz aus früherer Zeit. In den 60er Jahren • durch die Fam. Hasenleitner erneuert. Sepp im Ort Kreuz 2" Standort: Nordöstlich des Bauernhauses am Waldrand des Sepp im Ort-Kogel. Beschreibung: Wegkreuz aus Holz mit Gips-Corpus, Holz kreuz. Geschichte: Nach mündlicher Überlieferung wurden zu Pestzeiten in der Umgebung die verstorbenen Personen aus diesem Gebiet hier begraben. Zu früherer Zeit führte die Steyrtalstraße vorbei. T- i "
Rölln Kapelle Standort: Südlich des Röllngutes im Obstgarten. Beschreibung: Kapellenbildstock mit Marienbild. Erneue rung 1979 Geschichte: An der Stelle stand seit früherer Zeit ein Ka pellenbildstock mit der Weihe an Maria. Die Orginalstatue der schmerzhafte Muttergottes wurde ca. 1935 durch einen Antiquitätenhändler gegen eine Dreifaltig keitsstatue ausgetauscht. 1955 wurde die Dreifaltigkeits statue wieder gegen ein Marienbild eingetauscht. i ^ Moar Marterl I Standort: Güterweg Moar km 0,7, südlich des Hauses Moar im Baumgarten, neben einer alten Linde. Beschreibung: Bildstock mit der Statue der Hl. Maria mit Engel, und Hl. Bildern. Geschicbte: Von der damaligen Besitzerin Anna Rainer er- ' richtet zur Ehre Gottes. ^
Moar Kapelle p'IIP Standort: Waldrandwinkel am Hausberg, östlicher Hang, ■ ' ; links, abseits des Güterweges Moar. Parz.300/1 KG Ober- - ''' m' Beschreibung: Kapellenbildstock mit Marienstatue und einer v " Geschichte: Der Baustil (spätbarocke höfische Fachhand- Hlkjpi '• Werksarbeit im Stile des 17. Jh. Kultbild und schmiedeei- j sernes Wellenrautengitter) weisen auf eine zeitgleiche .. jjj^jgiü: i Ausführung hin. Diese architektonische Rarität mit barok- ~ ' ker Tradition ist keine Laienarbeit. Bau und Ausgestaltung ' — - , weisen auf eine gute wirtschaftliche Situierung des Moarbesitzes hin. Die Entstehung der Kapelle kann mit der Burg oder mit dem Schloß in Verbindung gebracht werden. Die Beschichtungen weisen auf mehrmaliges restaurieren der Kapelle hin. Im Jahre 1990 wurde die Kapelle durch einen vom Sturm stürzenden Baum stark beschädigt. Der Schaden wurde wieder behoben und die Kapelle gleichzeitig 1996 durch das Engagement von Josef Niederkirtttenthaller und freiwilligen Helfern sowie mit Unterstützung der Gemeinde Giiinburg und unter fachlicher, historischer Betreuung von Herrn Prof. Josef Priemetzhofer restauriert. Die Kapelle wird auch heute von nahe wohnenden Siedlern gerne besucht. Holzleitner Kreuz ^J Standort: Südwestlich des Holzleitnergutes an der Hangkante neben einem Haselnußstrauch. /X'- ■ i ■■■ Beschreibung: Wegkreuz als Eichenholzdoppelkreuz mit Dreipaßendungen. Geschichte: Errichtet 1993; zur Ehre Gottes von EamiUe Greiner. , MJiC« ■ ! •Iii
Bären Kapelle 34 Standort: Güterweg Moar km 1.45, rechts im Obstgarten, vor dem Haus. Beschreibung: Kapellenbildstock (Stein- und Ziegelbau) vorne abgewalmtes Zeltdach mit 2 Fenstern, Schmiedeei sengitter, innen Stuckarbeiten, Decken, Wand- und Gie belmalereien, Marienstatue. Geschichte: Errichtet um die Jahrhundertwende Schellnast Kreuzstock Standort: Steyertalbundesstraße km 17,1 Beschreibung: Sockelkreuz mit Schmiedeeisen-Kreuz Geschichte: 1949 erfolgte die Errichtung anläßlich des Motorradunfalles von Alois Schellnast mit tödlichem Aus gang.
Priethaler Kapelle JO ^ Standort: Abzweigung Steyrtalbundesstraße, Heindlmühl- - . v grabenstraße ca. 50 m, Abzweigung Priethalstraße, an der Geländekante, KG. Leonstein, Parz. Nr.: 107 Beschreibung: Kapeilenbiidstock Barocker Bau, Stein- u. ^ PS Ziegeimauerwerk, Vorbau (zwei Säulen, Hauptgewölbe- ' IH bogen seitlich mit zwei kleinen Gewölbebögen) Über dem |H Hauptbogen ein Segensbild mit Fahnenstab und Fahne. Hu ' H Deckenfresken, Gottvater mit Weltkugel, Hl. Geist, zwei Bf imm m Engel, und beidseitig je vier Engelsköpfe. Eingang mit | ' 'a|H Schmiedeeisengitter als zweiteiliger Eingangstür (Fenster- |L — — • 1 rautengitter). Im oberen Teil zweiteiliges Rautengitterfeld ^^■EH^H^faljjl^wHKli mit Ranken Verzierung. Zeltdach mit Tonzicgeleindeckung, Metallabschlußkappe mit Kugel und ein aufgesetztes Schmiedeeisendoppelkreuz. Barocke Fassade mit Stuckarbeiten. Geschichte: Diese Kapelle wird als eine der älte,sten der Umgebung eingeschätzt, die Bauweise deutet auf einen herrschaftlichen Bauherrn hin und könnte mit Burg oder Schloß Leonstein in Verbindung gebracht werden. Die Kreuzigungsgruppe, die zur Zeit in der Pfarrkirche in Leonstein über den Hochaltar angebracht ist, wurde aus Sicherheitsgründen 1966 von der Priethaler Kapelle genommen. Die Ersatzfiguren in der Kapelle wurden leider nach einigen Jahren gestohlen. Bei der Renovierung 1966 wurden die zwei Sandsteinsäulen durch Betonsäulen,. das Holzschindeldach durch ein Tonziegeldach ersetzt. Die Renovierung der Fassa de und der Gemälde erfolgte 1987. Die Kreuzigungsgruppe wurde vor der Anbringung in der Pfarrkirche von Fr. Rauch aus Gmunden restauriert. Wieser Kreuz Standort: Südlich des Wiesergutes, Heindlmühlstraße Beschreibung:. Wegkreuz mit der HI. Dreifaltigkeit und HL Sebastian sowie Hl. Florian. (Gebetsaufschrift: Lob Preis und Dank der heiligen Dreifaltigkeit, jetzt und in Ewigkeit. Amen.) Lärchenholzkreuz mit Schindeldach. Geschichte: Nach der mündlichen Überlieferung wird durch das Wegkreuz vor der Errettung von Todesgefahr berichtet. Ein ehemaliger Inhaber des Wieserbauerngutes schützte ei ne ihm anvertraute Magd vor einem Liebhaber. In einer Nacht als der Bursche einen Fensterlversuch vortäuschte, begab sich der Bauer vor das Haus ins Freie. Der Bursche schoß auf den Hausbesitzer. Der Schuß verfehlte aber sein Ziel. Aus Dankbarkeit wurde damals ein Kreuz errichtet. 1995 er folgte eine Erneuerung des Kreuzes. Bild: Eranz Pöcksteiner.
Wecht Kreuz Standort; Steyertalbundesstraße km 18.03, Hausgarten. Beschreibung: Wegkreuz mit Holzkorpus aus Lärchenholz mit verziertem Blechdach Geschichte: Altes Wegkreuz mit abgekommenem, aus Blech geschnittener Herrgott. Die erste Renovierung erfolgte 1960 (Holzcorpus). Die zweite Renovierung führte der Be sitzer 1992 durch. Ebner Kreuz Standort: Am Waldrand im Garten des Besitzers. Beschreibung: Wegkreuz mit Korpus (Lärchenholz mit Schindeleindeckung). Geschichte: Zur Ehre Gottes auf besonderen Wunsch des Vorbesitzers Franz Ebner 1990 emchtet. 5
Zehetner-Kreuz Standort: Steyertalbundesstraße, Abzweigung Kirche LeonBeschreibung: Wegkreuz auf Metallgußkorpus mit Metall gußkreuz auf Natur-Sandsteinsockel. ~ ■ A' * .' ■ >- Geschichte: Früher Segen-Stationskreuz bei FronleichnamsProzessionen und bei Leichenzügen, Aussegnungskreuz für Zweite-Klasse Begräbnisse. Pfarrhof Wegkreuz Standort: Westlich des Pfanhofes Leonstein, am KirchenBeschreibung: Wegkreuz (Lärchenholz) Gußeisenkoipus und Kupferblechdach Geschichte: Ein Wegkreuz seit langer Zeit. .»■"'r-t* .•f . '
Leonsteiner Aukapelle 42 Standort: Mitten im Augebiet Leonstein, abseits des Radwan- - derweges, westlich einer Flurhecke, schöner Aussichts- / Beschreibung: Bildstock mit Skulptur(Christus im Kosmos), I r ., sechseckiger, bienenwabenartiger Bau aus Tonziegel, 170 X HH j,™ g ' ^ 170 X 270, Zeltdach mit Lärchenholzschindeln, Reibputz BH ■ ■ In f -t Geschichte: 1978 auf einem Grundstück der Fam. August und J, SMC Karoline Priestner erbaut über Veranlassung und Planung sS"",'' ' _ ■-» ! von Religionslehrer Franz Ebner. Der sechseckige bienen- " "' • ' wabenartige Bau wurde zu Ehren des Vaters des begeisterten Bienenzüchters Franz Ebner in dieser Bauweise errichtet. Der gelernte Zimmerer fertigte auch das Dach samt Eindekkung. Ferdinand Ebner und Leopold Ebner eirichteten das Mauerwerk. Schmiedemeister Alois Holli fertigte die Tür und das Giebelkreuz. Kreuz der Stefaniebrücke Standort: Stefaniebrücke, Mollnerstraße. Beschreibung: Wegkreuz aus Eichenholz mit Korpus. Geschichte: Brücken verbinden zwei Ufer in besonderer Weise miteinander. Die Brückenbauwerke sind in ihrer ■|||I|||H|H|['| aSP''-'! Ausführung von kunstvoll bis zu einfachen Zweckbauten Diese Eigenheiten geben den Brücken einen besonderen Aus Dankbarkeit und zur Ehre Gottes werden auch heute noch so wie zu früheren Zeiten an diesen so besonderen Linien Brückenfiguren und Kreuze in künstlerischer Ausgestaltung angebracht. Schutzpa tron ist der Apostel Petrus. In Oberösterreich ist sehr häufig der böhmi.sche Hl. Johannes Nepomuk als Brückenfigur anzutreffen. Die Ursache der Brückenkultfiguren dürfte aber in der Erhaltung der Tradition liegen. Es soll Zeiten gegeben haben, wo nach der Volksmei nung auf Brücken böse Geister und Hexen ihr Unwesen getrieben haben. Im Mittelalter wurde der Bau von Brücken des öfteren von eigenen Laienbruderschaften betrieben. Hier war es naheliegend auch eine Kultfigur mit Segnung auf der Höhe der Brücke aufzustellen.
Dietl Kapelle 44 Standort: ca. 50 m südöstlich des Hauses im Obstgarten, Nähe des Steyrtaler-Radfahrweges. Beschreibung: Kapellenbildstock in Stein- u. Ziegelmauer werk und Einrichtungen. Geschichte: Am Standort einer Vorgängerkapelle wurde 1992 das neue Bauwerk errichtet. Riedberg Baummarterl Standort: Güterweg Riedberg km 0.2, Waldrand, Buchen hain. (Kreuzgasse). Beschreibung: Baumbild mit Maria mit Jesuskind in Eichen holzkasterl Geschichte: An dem Baum hing von alters her ein Bild, das 1996 durch Irmtraud und Rudolf jun. Pfaffenhuemer er neuert wurde. Riedberg Kapelle Standort: Güterweg Riedberg Beschreibung: Kapellenbildstock, Satteldach mit Vorbau, (zwei Säulen-Eassade), Faschen mit Rieselputz, am Giebel kleiner geschnitzter Turm, besonders geformter und ge schnitzter Dachstuhl, seitlich je ein Fenster mit Putzen scheiben, Schmiedeeisentür, Betschemel. Die Gestaltung ist ehemaligen Bahnhofsbauten nachempfunden. Geschichte: Die Errichtung der Kapelle erfolgte im Jahr 1932. Organisiert wurde der Bau durch Oberlehrer Binder, Herr Wimmer spendete selbstgemachte Ziegel. Die Dachziegel spendete Fleischhauer Rabuse. Der Bahnvorstand vom Bahnhof Leonstein, Herr Köck führte die Zimmerer und Holzschnitzarbeiten durch.
Stummer Kreuz 47 Standort: Güterweg-Riedberg, Abzweigung Stummer. Beschreibung: Wegkreuz, Eichenholzkreuz mit holzge schnitztem Korpus von Friedrich Litzelfellner, Neukir chen a. Wald, mit Bretterdach sowie Betonsockel. Geschichte: Vor einigen Jahrzehnten verunglückte in Leon stein bei der Holzarbeit Herr Strutzenberger aus Micheldoif. An der Steyrtalbundesstraße wurde bei der Kreuzgas se ein Kreuz eirichtet. Stummergutbesitzer Karl Steiner hat das beschädigte Kreuz aus Dankbarkeit für einen glückli chen Ausgang einer schwierigen Situation an den jetzigen Standort versetzt. Die Einweihung erfolgte 1982 durch Kaplan Hart. Lattner Marterl Standort: Hambaumstraße, ca. 200 m oberhalb der Kirche Leonstein. Beschreibung: Breitpfeiler in Steinbauwerk mit Lärchenholzschindeldach und Schmiedeeisengitter. Geschichte: Entlang der Hambaumstraße stand aus der Zeit um 1880 eine Bildsäule an dieser Stelle. Das jetzige Objekt wurde ca. 1950 errichtet.
Hambaum-Marterl Standort: Hambaumstraße, erste Kehre Beschreibung: Breitpfeiler (Betonsockel mit säulenartigem Aufbau, Nischenkastenaufsatz, mit Kalksteinen verkleidet), Tonziegeldach, Schmiedeeisenkreuz, Madonna von Loudes-Statue. Geschichte: Die Hambaumstraße wurde 1932-1934 im Rah men des arbeitslosen Sozial - und Wirtschaftsplanes, (Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfuß) gebaut. Anläßlich der Fertigstellung wurde das „Dollfuß - Marterl" errichtet. 18 Bauern- und Kleingehöfte sowie Grundstücke wurden damals erschlossen. Nach der NS Machtübernahme 1938 mußten drei christlichsoziale Bürger aus Leonstein unter der Aufsicht eines Gendarmen (Gendarmerieposten Molin) diesen Breitpfeiler und die Gedenktafel zerstören. 1961 wurde dieses Marterl durch Maurer Peter Putz wieder er richtet Haider Kreuz 50 Standort: Hambaum Bezirksstraße, obere Kurve, schöner Aussichtspunkt. Beschreibung: Wegkreuz mit Überdachung aus Lärchenholz. Geschichte: Nach mündlicher Überlieferung verunglückte Franz Haider am 23. Jänner 1882 tödlich im 24. Lebensjahr bei der Holzarbeit. Die Familie Kogler, (Leonstein 35) mit dem Unfallopfer verwandt, renovierte das Kreuz 1988. Mörtl Stadelbild ^1 Standort: Hambaum Höhenstraße Mörtl Stadl, am Sattel, Wasserscheide. Beschreibung: Votivbild mit der Krönung HI. Maria. Gebetsaufschrift: Aufgenommen wird Maria in den Himmel. Es freuen sich die Engel, loben und preisen den Herrn. Geschichte: Früher stand ein Wegkreuz mit dem Bild am Wanderweg vom Steyrtal ins Kremstal (Kirchdorf) Heute hängt das Bild an der Stadelwand (Steyrhofer Stadl). Die Bildrestaurierung erfolgte 1993 durch Franz Pöcksteiner.
Winzergraben Marterl jZ Standort: Winzergraben, Hambaunistraße. Beschreibung: Breitpfeiler aus Stein- u. Ziegelbau mit Lärchenholzschindeldach. Geschichte: Nach alter Tradition stand an dieser Stelle immer ein Bildstock. Aus dem Micheldorfer Wienerweggebiet soll zu früherer Zeit jährlich eine Gebetsprozession zum Bild stock geführt haben. Die Renovierung erfolgte 1988 und die Pflege wird durch Familie Stiegler, Webergütl wahrge nommen. Ebner Kreuz Standort: Güterweg Pernzell, am Beginn des Jungwirthberges, nach der Brücke. Beschreibung: Holzwegkreuz mit Bretterdach. Geschichte: Errichtet zur Ehre Gottes von der Vorbesitzer familie Ebner.
Jungwirth Wegkapelle 54 Standort: Entlang der Jungwirth Gemeindestraße, ca. 400 m westlich des Hauses am Waldhügel, KG. Pemzell. Beschreibung: Kapellenbildstock mit Giebelaufschrift: Gro ßer Gott, gib Deinen Segen, Sei mit Deinem Schutz zuge gen, Segne die Arbeit unserer Hand. Und das teure Va terland. Bodenständiges Stein u. Ziegelmauerwerk, Satteldach mit Tonziegel, Fassade mit Reibputz, Faschen und Stucklei ste, Steinplatte als Altardarstellung. Geschichte: Die ehemalige Wegkapelle wurde nach der Auf schrift 1790 enichtet und 1965 durch die damalige Besit zer Alfred und Maria Siegmund sowie MM Anton Wind hager renoviert Reiterer Kreuz Standort: Reiterergut, südwestlich des Hofes im Obstgarten. Beschreibung: Wegkreuz mit Korpus aus Schwarzblech Geschichte: Hofkreuz seit fiüherer Zeit
Reiterer Kapelle 50 Standort: Südwestlich des Reiterergut, Pemzell Nr. 21, Obstgarten. Beschreibung: Kapelle, Ziegelbau 490 x 330 x 350 mit Turm (Turmaufbau mit Eisenkreuz, Höhe 210 cm. Dreiteiliger Bau mit einem Altarraum 270 x 150 cm und Mittelraum 280 x 160 cm), überdachter Vorbau. Gesehichte: Die Fam. Singhuber hat aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr des Familienvaters aus dem Zweiten Weltkrieg diese Kapelle 1958 enichtet. Dieses Motiv ist in einem Gedicht beschrieben. Die Fam. Singhuber verkaufte das Reiterergut und hat das Rimpflgut in Adlwang erworben. Die er baute Kapelle blieb aber im Besitz der Fam. Sing huber. Koppenreithner Kreuz 57 Standort: Koppenreithnergut, 10 m südlich neben dem Haus, zwischen Ziersträuchern. Beschreibung: Wegkreuz (Fichenholzkreuz, auf Betonguß sockel) Geschichte: An dem alten Weg- und Hauskreuz an dieser Stelle führte damals der Fahr- und Wanderweg vorbei.
Windhager Kreuz 5ö Standort: Güterweg Windhag km 4.1, Wegabzweigung. Beschreibung: Wegkreuz mit der Darstellung der Hl. Dreifaltig keit u. Hl. Florian. Lärchenholzkreuz auf Betongußsockel. Geschichte: Wetterkreuz aus früherer Zeit. Voitsberger Kapelle Standort: Südhang am Waldrand nahe der Grundgrenze zum '"«fil Nachbarn Grubmayr, neben der ehemaligen Verbindungsstraße Grünburg - Schlierbach, sehr schöne Lage. Beschreibung: Kapellenbildstock, Fyschsandstein und Tonziegelmauerwerk mit reich geglie derter Fassade (Edelputz, gefeldert mit Futzbändem, Giebelaufbau in geschwungener Aus führung mit Kupferblechabdeckung und Giebelkreuz, Satteldach, der hintere Teil mit kreis runder Ausfühmng) Flyschsandstein - und TonZiegelmauerwerk 420 x 370, Fassade; 1993 erfolgte die neue Lärchenholzschindeleindeckung sowie eine umfassende Renovierung. Marien- fl' Statue aus Sandstein aus früherer Zeit, unbekanntet Herkunft, Fresken aus dem 18 Jh. und ein Giebelbild mit Hl. Leonhard. Hochbarocker, ^ im Charakter sehr kunstvoller Kapellenbau. Von I der Steinbildmadonna wird aus mündlicher lEr .. Überlieferung berichtet, daß diese Skulptur wäh- | ^ ,ji H rend der Reformationszeit unter der Holztenne I I am Hof versteckt wurde. In der Kapelle wurden f HlL^ .«5^ iS Fresken besonderer Qualität freigelegt. ' ' ili Geschichte: Vorletzte Restaurierung ca. 1930. Spätbarocke Nebenfiguren wurden 1980 gestöhlen. 1994 wurde während der Restaurierungsarbeiten die Giebelmauer von einer Windböe abgeworfen. Das alte Giebelsegensbild „Hl. Leonhard" wurde durch ein neues von Prof. Josef Priemetshofer wieder aufgearbeitet. Vorbesitzer Alfons Branstätter hat mit viel Mühe und hohem Arbeitseinsatz die Kapelle restauriert. Die Professionistenarbeiten wurden durch die Gemeinde Grünburg finanziell gefördert.
Haring Kreuz Standort: Güterweg Pemzell, Abzweigung an der Hofzu fahrt. Beschreibung: Wegkreuz (Eichenholzkreuz mit Bretterdach und Marienbild). Kein Bild, derzeit in Restaurierung Geschichte: Standort eines alten Wegkreuzes. Bild wurde nach alten Vorlagen 1996 von Herrn Franz Pöcksteiner erneuert. Humpl Kreuz Standort: Güterweg Pernzell, nördlich des Feuerwehrdepot Beschreibung: Wegkreuz (Lärchenholzki-euz mit Bretterdach und Marienbild). I ■! flÄA ? Geschichte: Dieses Kreuz stand früher 60 m südwestlich, an der Gemeindestraße, an der Wasserscheide. n • - Lurf Kreuz Standort: Flurweg, Obstbaumreihe zwischen Lurf und Ober- -f' bichl. Beschreibung: Wegkreuz (Eichenholz mit Bretterdach und Holzkorpus). -fA Geschichte: Alter Standort eines Wegkreuzes. Erneuert 1988. (Korpus geschnitzt von Norbert Plettenbacher).
Humpl Wegkreuz ÖJ Standort: Westlich des Hofes, Obstgarten. Beschreibung: Wegkreuz (Holzkreuz mit Bretterdach und Holzkorpus). Geschichte: Früher stand 10 m südwestlich ein Wegkreuz am Gehweg. Die Erneuerung erfolgte 1993. Der Holzcorpus wurde vom Hobbyschnitzer Stummer gefertigt, der vor ei nigen Jahrzehnten in der Schmiedleithen wohnhaft war. Die Kreuzanfertigung erfolgte durch Josef Kranawetter. Heimkehrer Kreuz 04 'r I Standort: Kleiner Landsberg 857 m (Tempelmauer). 9 Beschreibung: Gipfelkreuz, mit Inschrift auf der Kupferblechtafel 40 x 20, Eichenholzkreuz 430 x 220, mit Eisen und Betonbefestigung. ik; " f' Geschichte: Die Heimkehrer aus der Pemzell und Obergrünbürg, inspiriert von der Katholischen Jugend der Pfarre ä Grünburg, schlössen sich zusammen und fertigten ein fiKreuz, das sie aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr aus den Kriegsfronten des Zweiten Weltkrieges am Gipfel des kleinen Landsberges im Jahre 1948 emchteten. Das Kreuz wurde geweiht von Pfarrer Karl Brunner unter großer Beteiligung der Gemeindebevölkerung. Die musikaiische Gestaltung der Feier erfolgte durch die Musikka pelle Haunoldmühle. Das Kreuz wurde 1973 von der Burschengruppe der Katholischen Jugend der Pfarre Grün burg anläßlich des 25jährigen Bestehens erneuert. Die Weihe erfolgte durch Pfarrer Leopold Grasser. Die musikalische Umrahmung der Weihe wurde durch die Trachtenkapelle Grün burg gestaltet. Das Gipfelbuch wird derzeit von der Alpenvereinsgruppe Grünburg betreut.
Eder Kapelle Oj Standort; Hofzufahrt, westlich des Hofes. Beschreibung: Kapellenbildstock (Ziegelmauerwerk, offener Giebel mit abgerundetem Dach, zwei Säulen und Schmiedeeisentor) Kruzifix mit Holzcorpus, Geschichte: 50 m südlich vom jetzigen Standort stand ein altes Wegkreuz. 1992 wurde das Kreuz durch eine Kapelle von der Familie Gradauer ersetzt Riedlhuber Kreuz ÖÖ Standort: Am ehemaligen Kirchenweg, aus der Pernzell, sonnenseitig, östlich des Hofes am Ende einer Obstbaum reihe. Beschreibung: Wegkreuz mit dem Bild der Hl. Dreifaltigkeit. (Gebetsaufschrift: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, denn Sie haben Ihre Barmherzigkeit erwiesen). Lärchenholz - Doppelkreuz mit Blechüberdachung,. Geschichte: Altes Wegkreuz, 1991 renoviert. Bildrenovierung erfolgte durch Franz Pöcksteiner.
Weber Kreuz 07 Standort: Entlang der Zeiserhofzufahrt, ca. 20 ni nördl. des Weberhäusl. Beschreibung: Wegkreuz mit Korpus aus Schwarzblech und Bild „Herz Maria" (Gebetsaufschrift: Unbeflecktes Herz Maria, wir vertrauen auf Dich) Eichenholz - Doppelkreuz auf Betonsockel mit Schwarzblechdach. Geschichte: Altes Wegkreuz und Aussegnungskreuz für Leichenzüge zweiter Klasse, für Bewohner der sonnensei tigen und dahinterliegenden Häuser der schattenseitigen Pernzell bzw. auch der Siedlungen des Tiefenbachgebietes der KG. Wagenhub. Besonderer Wunsch des Webermei sters Sebastian Ehrenbrandtner, daß dieses Kreuz erhalten wird. 1992 wurde das Holzkreuz erneuert und renoviert. Deutsch Marterl Standort: Siedlungsstraße, Zeisermayrplateau an der Gelän dekante, Hauszufahrt. Beschreibung: Kapellenbildstock. Tonziegelmauerwerk und Bild „Maria mit Jesuskind". Geschichte: Zur Ehre Gottes und zum Gedenken verstorbener Familienmitglieder errichtet.
Ziegler Kreuz 6" Standort: Güterweg - Tiefenbach km 0.40. Beschreibung: Wegkreuz Eichenholzkreuz mit Bild Jesus am Ölberg (Gebetsaufschrift: Herr dein Wille geschehe!) und Betongußsockel, teilbogenartiges Gewölbedach mit Nockenverzierung, Eisenblechbild 10 x 60 abgerundet, mit runder Überdachung. Geschichte: Früher führte der Kirchenweg beim Haus Ziegler vorbei und steil in Serpentinen zum Gasthaus Lirk und zur Kirche hinauf. Nahe dem Felshang stand ein Wegkreuz. Der Weg wurde unbegehbar und das Kreuz wurde nicht mehr beachtet. Auf besonderen Wunsch der Besitzerfami lie wurde das Kreuz am Güterweg Tiefenbach 1992 wieder errichtet. Die Renovierung erfolgte 1992 durch MM Detzlhofer, Steyr. Nußgruber Kapelle 7ü Standort: Nordöstlich des Bauernhofes im Obstgarten. Beschreibung: Stein und Ziegel gemauerte Kapelle in barokker Bauweise. (Giebelwalm - Blechdach, 2 Fenster mit Eisengitter, Schmiedeeisentür, am Dach ein kleiner Kuge- ^ |j 5;,^? Geschichte: Nach mündlicher Überlieferung ist die Kapelle ca.l752 von dem damaligen Besitzer „NUSSGRUBER" gebaut worden. Nach alten Fotos war es auch zu früherer Zeit eine Marienkapelle, Marienstatue mit Jesus am Schoß (Schmerzhafte Muttergottes), blauer Himmel, barocke Kerzenleuchter. Wichtige Teile der originalen Einrichtung wurden 1938 bzw. in den folgenden Jahren an Sammler verkauft. Die Fassade wurde des öfteren überarbeitet. Die letzte Renovierung erfolgte 1984 (Maurer Eder, Obergrünburg)
Untergassenbauer Kreuz 71 Standort: Nähe des Hauses Wagenhub Nr. 7 im Hausgarten. ^ Beschreibung: Wegkreuz mit Bild (Eichenholzkreuz mit Halbbogenabdeckung und Standsockei. t j^3|||B| Geschichte: Während des Zweiten Weltkrieges hatte die Untergassenbäuerin einen Traum. Sie sollte ein Flurkreuz errichten und das vom Großvater vererbte Maria-Hilfbild darauf anbringen. Der im Zweiten Weltkrieg kämpfende Milk' Sohn Josef werde dann glücklich zurückkehren. Nach ■jr" Rücksprache mit dem Pfarrer wurde diese Eingebung aus- |H i geführt. Zimmerer Bernögger fertigte das Kreuz, welches B| ' l "ß^ ' """'il im Obstgarten am Weg en ichtet wurde. Sohn Josef kam ge- aJr , sund vom Zweiten Weltkrieg zurück. In der Zeit der NS- j Diktatur mußte die Kreuzerrichtung jedoch in aller Stille vorgenommen werden. Auch die Kreuzsegnung im Jahre 1944 durch Pfarrer Karl Brunner erfolgte ohne jeden Aufsehens. Obergassenbauer Bild 7Z Standort: Fensternische an der südlichen Hauswand. Beschreibung: Baumbild mit der Darstellung der Hl. Dreifal tigkeit mit Krönung der Hl. Maria, zwei Bauernheilige, Hl. Florian, Hl. Sebastian. (Gebetsaufschrift: 0 Maria wir danken dem dreieinigen Gott, ob all den Gnaden und Vor züge womit er dich geziert hat. Wir danken aber auch dir für all das Gute das du uns erwiesen hast. Dank sei dir Oh Maria.) ■/ ^ Geschichte: Am Ortschaftsweg stand früher ein Wegkreuz, mit diesem Bild. Später wurde es an einen Baum befestigt. 1995 wurde das Bild durch Franz Pöcksteiner renoviert.
Scharleitner Kapelle Standort: Entlang der Hofzufahrt ca. 80 m nordöstlich des Hofes. Beschreibung: Kapellenbildstock. Ziegelmauerwerk mit weißem Rauhputz, Satteldach, Schmiedeelsen tor (Gebetsaufschrift: Der Herr ist mein Hirte, Mir wird nichts mangeln) und Holzkreuz. Geschichte: Ein ehemaliger Besitzer der Liegenschaft erbaute nach dem Ersten Weltkrieg aus Dankbarkeit für eine glückliche Heimkehr aus dem Krieg einen Bildstock. Dieser erste Bildstock wurde abgetragen und von der Fam. Pölz wurde im Jahre 1985 ein neues Objekt errichtet. Fliesenberger Marterl Standort: Nördlich vor dem Eliesenbergergut Beschreibung: Breitpfeiler mit Metalltafel in der Nische (Gemälde gekreuzigter Jesus am Ölberg) und Sandbeton gußkreuz. Aufschrift: Aus Dankbarkeit für die glückliche Heimkehr der Söhne FAMILIE MAYR. Gescbichte: Früher stand nördlich des Hauses auf der Anhöhe am Kirchenweg ein Kreuz ( Wetterkreuz ?). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus Dankbarkeit für die glückli che Kriegsheimkehr der drei Söhne 1948 zur Ehre Gottes dieser Breitpfeiler errichtet.
Kreuz Reitbauernhäusl Standort: Ca. 70 m nördlich des Reitbauernhäusl, Grund grenze Beschreibung: Wegkreuz. Lärchenholz mit Bretterdach und Holzcorpus. Geschichte: An der Stelle war früher ein Bildbaum. Die Aus zugsbäuerin des Reitbauerngutes, Frau Laglstoifer hat nach Entfernung des Bildbaumes ein Kreuz errichten las sen. Als dieses aber wieder verfiel, ist 1960 über Auftrag der Grundbesitzer von Karl Pöllhuber diese Wegkreuz er richtet worden. Spannhuber Marterl Standort: Wiesenrain, Unfallstelle, Grundgrenze ca. 150 m nordöstlich des Anwesens Beschreibung: Gedenktafel mit Aufschrift, aus Kupfer ge preßtes Christushaupt (Naturstein und Betonmauerwerk). Durch t Geschichte: Gedenken an den 47jährigen Landarbeiter Franz Stummer, der bei Obstbaumrodungsarbeiten am 7.2. 1955 verunglückte. Einweihung erfolgte am 1.10. 1961 durch Hochw. Pfarrer Karl Brunner unter Mitwirkung der Mu sikkapelle Haunoldmühle.
Tiefenbach Kapelle 7 i Standort: Schiefer - Bezirksstrasse km 8,5 Ge meindegrenze Grünburg - Nußbach, (Wasser scheide). Beschreibung: Kapellenbildstock. Flyschsandstein mit Walmdach (Lärchenschindel), Geschichte: Mündliche Überlieferung zur Ent rückkam, fand er alle seine Kameraden ver schüttet. Drei Tage lang hörte man sie schreien und konnte ihnen nicht helfen. Als der Lehrling Meister wurde, meißelte er zum Danke für seine wunderbare Rettung aus Stein ei ne Statue, „Jesus als Schmerzenskönig". An der Straße, unweit der Unglücksstelle, baute er diese heutige Tiefenbach - Kapelle. Ehrenhuber Kreuz 7o Standort: Entlang der Schiefer - Bezirksstraße - km 13.06 (Waldrand). Beschreibung: Wegkreuz. Eichenholzkreuz mit Bronzeguß (HI. Maria mit Zepter, Krone und das Jesuskind auf dem Arm, welches die Weltkugel hält). Geschichte: Die Eam. Josef u. Nothburga Blaslbauer be wohnte früher das Ehrenhuber - Häusl, Wagenhub Nr. 47. Das Kreuz wurde aus Dankbarkeit errichtet, weil sich ein Mädchen durch einen Sturz vom einem hohen Baum schwer verletzte und bald wieder gesund wurde.
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