Pfarrchronik Grünburg 1873 - 1968

- 7 - Anstoßend an die südliche Friedhofmauer ist das Todtengräberhäusel, mit Ziegel gedeckt. Die Todtenkammer wurde 1893 von der Gemeinde erbaut am westlichen Abhang des Friedhofes. Die Kaufmann Wenzl’sche Grabstätte ist gesichert durch Spende von 100 fl zum Kirchenverschönerungsverein im Jahre 1880. Die Nußbaumer’sche Grabstätte durch 25 fl zu demselben Zwecke. Bruner-Kunze’sche Grabstätte gesichert durch Herstellung eines Friedhofgitters von geschmiedeten Eisen im Werthe von 50 fl. Versicherung Der Dachstuhl der Kirche samt Ziegeldach mit 1000 fl und der Dachstuhl des Thurmes samt Schindeldach und Glockenstuhl mit 1300 fl; zusammen 2300 fl bei der Landesbrandassekuranz versichert. Kirchenbrunnen Zur Kirche gehört auch eine 468 Klafter lange Wasserleitung, welche auf dem Grunde der Riedelhub in der Pernzell entspringt und von dort bis zum Seiserhof und, dann zum Orte, wo der Wasserbehälter ist, unterhalb des Wirthes Johann Oberndorfinger - aus lärchenen Röhren besteht. Der Wasserbehälter ist im Jahre 1892 neu hergestellt und von der Kirche und den Participanten des Wassern um 40 fl gezahlt worden; auch die Gemeinde leistete dazu 10 fl. Die drei Hausbesitzer, der Krämer Auer № 122, der Wirth Oberndorfinger № 124 und der Wirth und Kleinschlächter Resl № 123 haben aus Gnade den Mitgenuß der kirchlichen Wasserleitung. Sie haben nämlich Jahr für Jahr bei den jeweiligen Pfarrern am Neujahrstage um das Wasser zu bitten, welche Bitte eigens in die Brunnbücheln vorgemerkt wird, damit, wie es in den Brunnbücheln heißt, keine Verjährung eintreten kann. Unterthanen und Grundhalter vide in der jährlichen Kirchenrechnung Grundstücke Die Nutznießung des zur Kirche gehörigen Grundes per 1 Joch Wiese ist mit Ausnahme eines sehr kleinen Raumes an der Westseite des Friedhofes, welches der Todtengräber benutzt, dem Mesner zugewiesen. Seit der Trennung des Mesner vom Schuldienste bezog seit 1870 mit Ordinariatsbeschluß (vide Kirchenrecht) der Organist Stiglbauer den Genuss der Kirchenwiese und wird auch jetzt noch den Organisten zugewiesen, der für Heu und Grumert der Kirchenwiese längs der Kirchenstraße und für das sogenannte Böndl unterhalb des Wirthshauses № 123 den jährlichen Betrag per 20 fl vom Pfarrer erhält. Auch hat der Organist die Früchte aller auf dem Kirchengrund stehenden Obstbäumen und des Apfelbaums im Friedhofe. Die Abhänge außerhalb und das Gras im Friedhof hat der Mesner und Todtengräber, die Abhänge außerhalb des Friedhofes gegen jährliche Bitte auf Gnade und Widerruf. Aktivkapitalien vide Kirchenrechnung Beiträge vide Kirchenrechnung

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