Pfarrchronik Grünburg 1873 - 1968

- 244 - den Wurzerbauern. Daher haben auch die Wurzerbauern die Hauptlast der Renovierung getragen. Das Holz für Dachstuhl und Verschalung spendete Herr Johann Burghuber, Lang. Die Zimmermannsarbeiten machte Gottfried Burghuber gratis. Das Blechdach und die Maurerarbeiten wurden durch verschiedene Spenden beglichen. Die Renovierung der Figuren führte der Pfarrer durch. Am 29. September wurde die Kapelle eingeweiht. Die Bauuntersuchung 1962 wurde am 22.11. gehalten. Bausachverständiger Zimmermeister Karl Aigner, Grünburg, bemängelte die Jalousien bei den Turmfenstern, gebrochene Biberschwanzziegel am Hauptdach, ein Stück Mittelpfette, Tram und Strebe an der linken Dachseite. Diese sind zu erneuern. Das Seil vom Ewig-Licht-Luster soll erneuert werden. 1962 In den Junitagen wurde die Außenbeleuchtung mit Scheinwerfern der Pfarrkirche von der Firma Hofmann & Co. in Leonstein (Molln) installiert. Die Kosten der Anlage: 5 Scheinwerfer, die Leitung in der Erde verkabelt, betrugen 9.980,80 S und wurden zur Gänze von den Brüdern Franz und Hans Schwarz aus Kalifornien getragen. Die Brüder Schwarz sind Söhne des schon verstorbenen Johann Schwarz, einstmals Kammfabrikant in Untergrünburg 109. Da die Kammerzeugung nicht viel eintrug gingen die Söhne nach Amerika, und durch Fleiß und Ausdauer brachten sie es zu Wohlstand. 1934 wurden sie amerikanische Staatsbürger und besitzen heute eine gutgehende Fabrik in Kalifornien. Über Ansuchen des Pfarrers hat sich die Gemeinde Grünburg bereit erklärt, die Stromkosten der Kirchenaußenbeleuchtung zu tragen. Am 8. September 1962 feierte das Ehepaar Franz Pils und Anna Maria, geb. Welser, das Fest der diamantenen Hochzeit. Das Paar wurde am 22.2.1903 in Grünburg getraut. Beide sind noch verhältnismäßig rüstig und sind Rentner in Obergrünburg 126. Der Winter 1962/1963 war außergewöhnlich streng. Am 15. November fiel der erste Schnee, gleich setzte auch starker Frost ein und es blieb kalt bis in den März hinein. Die Temperaturen lagen fast immer unter -10 Grad, auch bei Tag, vielfach sanken sie bis -20 Grad. Die tiefste Temperatur war beim Pfarrhof doch nur -23 Grad, sodaß trotz der starken anhaltenden Kälte die Frostschäden an den Kulturen nicht allzu groß waren.

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