Pfarrchronik Grünburg 1873 - 1968

- 232 - Das Leichenhaus im alten Friedhof wurde 1951 einer gründlichen Reparatur unterzogen. Das Dach wurde umgedeckt, Schäden am Dachstuhl behoben, die Eingangstür auf die Schmalseite verlegt, Türen und Fenster erneuert und das ganze Leichenhaus geweiht. Die Kosten trug die Gemeinde Grünburg. 1952 An der Friedhofmauer des alten Friedhofes beim Presbyterium der Kirche wurde ein Stützpfeiler angeführt, da die Mauer Sprünge zeigte, die sich erweiterten und die Gefahr bestand, dass ein Teil der Mauer abstürzt. Am 2. Juni fand die Bauuntersuchung 1952 statt. Größere Schäden wurden nicht gefunden. Am Pfarrhofe sind die Dachrinnen sehr schadhaft und müssen vollkommen neu gemacht werden. Bei dieser Gelegenheit sollen auch Putzschäden an den Gesimsen behoben werden. An verschiedenen Stellen sind Putzschäden am Mauerwerk des Pfarrhofes. Auf dem Wohngebäude fehlt ein Dachreiter. Am Kircheneingang zeigt sich ein Sprung, der zu beobachten ist. Auch an der Friedhofsmauer zeigen sich Putzschäden, die auf schlechte Arbeit bei der Errichtung zurückzuführen sind. Die schadhafte Stelle an der Friedhofmauer des alten Friedhofes wurde durch einen Stützpfeiler schon gesichert. Am Sonntag, 15. Juni, um 13 h 45 wollte Maria Sperrer, eine Witwe, von der Steyrleiten in die Haunoldmühle zur Arbeit fahren. Als sie mit dem Fahrrad in die Bundesstraße einfuhr, sah sie zurück ob nicht von hinten um die Kurve ein Fahrzeug käme, und übersah dabei ein Personenauto das ihr entgegenkam, stieß mit diesem zusammen und wurde zu Boden geschleudert. Sie erlitt einen Schädelbasisbruch, und offenbar wurde ihr die Lenkstange des Fahrrades in die Brusthöhle hineingestoßen. Eine halbe Stunde nach dem Unglück starb sie auf der Fahrt ins Krankenhaus Steyr. Sie war eine brave fleißige Arbeiterin und auch eine gute Katholikin. Sie wurde hier begraben.

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