- 221 - Franz Ziegler (Kunstschlosser) 2. Reihe: Michael Gradauer (Eder), Franz Steinmaßl (Fürnkranz), Franz Englstorfer, Heinrich Plursch, Ferdinand Rosenberger, Zimmermeister Georg Aigner, Johann Melcher (Förster), Josef Kals, Franz Forstner (Mesner) 3.Reihe: Hermann Grammer (Rottenhuber), Rudolf Sternberger, Josef Kaindl, Josef Blumenschein (Zwenger), Johann Burghuber (Lang), Augustin Leutgeb (Wagenhuber), Johann Hubner, Michael Steinmayr, Karl Großtesner (Niedernhuber), Josef Gegenhuber (Fuchs). Leider nicht anwesend waren die Mitglieder: Ludwig Forstner (Zotter - wegen Krankheit), Franz Aigner (Grasböck), Pernegger Georg (Burgfellner) Das Fest der Glockenweihe war verklungen. Am 8. Dezember wurde ein neuer Ausstoßbalken eingesetzt und um 11 h wurde nun auch die große Glocke hochgezogen. Um 12 h erhoben nun die Glocken ihre Stimme und mit Rührung lauschten wir ihrem Klange. Nur eine Sorge blieb - wir waren noch 30 kg an Zinn schuldig - Zinn, das uns schon so viel Sorge bereitete. Da, ein paar Tage von Weihnachten, überbrachte mir ein Bote einen Brief von Direktor Koberstein aus der Haunoldmühle. Eine Rechnung für Bandeisen und - ich war sprachlos - ein Lieferschein für 30kg Zinn von der Glockengießerei St. Florian. Das Frl. Eder Hilde bemerkte: „Der Herr Direktor hat gesagt: das ist ein Weihnachtsgeschenk." Eine telefonische Rücksprache ergab, dass Ing. Schiffer und Direktor Koberstein dieses Zinn auftrieben, und zwar so, dass durch Verkauf eines Überquantums zu hohen Preisen unser Zinn kostenlos war. Nun war die letzte Sorge weg und die Freude groß. Für 28. Dezember 1947 wurde sogleich die letzte Glockenkomiteesitzung zum Schlussbericht und zur Abrechnung einberufen. Der Ortspfarrer gab den Schlussbericht und dankte herzlichst Direktor Koberstein und Ing. Schiffer und dem ganzen Glockenkomitee und legte die Abrechnung der ganzen Glockenaktion zur Überprüfung vor. Einnahmen an Bargeld 25.678,75 S Ausgaben an Bargeld 27.295,73 S -------------- daher ein Abgang von 1.616,98 S Es wurde beschlossen diesen kleinen Abgang aus dem Kirchenvermögen zu decken. Der Obmann des Glockenkomitee Bürgermeister Michael Schimpfhuber schloss mit aufrichtigem Danke die letzte Sitzung und damit die ganze Glockenaktion. Mögen die neuen Glocken klingen für viele Jahrhunderte und zur Ehre Gottes Frieden künden allen Menschen die guten Willens sind. 1948 Am 6. Jänner 1948 fand in Steinbach a.d. Steyr zum 3. male nach dem Kriege Glockenweihe statt. Es wurde die letzte und große Glocke (1198 kg) geweiht.
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