Pfarrchronik Grünburg 1873 - 1968

- 219 - Festprolog zur Glockenweihe in Grünburg 1m 7. Dezember 1947 Ein Freudentag ist heute für die ganze Pfarre, und alle freuen sich, daß und das Werk gelang das nach der Düsterkeit der letzten Jahre erwecken soll den neuen Glockenklang. Als einst Gefahr das Vaterland bedrohte, der Krieg mit rauer Hand das Mordschwert schwang, und manche Stadt im Brand zum Himmel lohte, da mußte auch verstummen unser Glockenklang. Mit Wehmut sehen wir die letzten Glocken scheiden und ihren Klang verstummen, der so traut durch viele Jahre uns in Freud‘ und Leiden begleitet hat mit seiner Töne Laut. Die ganze Pfarrgemeinde hat mit Fleiß gegeben, gesammelt und gespendet willig, gut und treu, drum dürfen heute wir den Tag erleben der und uns’re Glocken weihen soll auf’s neu‘. Bald werdet hören ihr das wundervolle Läuten den schönen Klang, der das Gemüt beschwingt; doch haltet still, was soll der Klang bedeuten der feierlich in uns’re Herzen dringt? Der Glocken Stimme soll uns immer mahnen, an unser’n Schöpfer, der zu jeder Zeit mit seiner Weisheit lenkt der Menschen Bahnen, in höchster Freude und im tiefsten Leid. Ihr erster Klang, soll mächtig uns verkünden daß Friede werden möge auf der weiten Welt und alle Menschen liebend sich verbinden als Brüder unter Gottes Sternenzelt.

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