- 217 - Am 28. Oktober fand in St. Florian der Guss der Glocken statt. Bild: Nach dem Glockenguss vor der Glockengießerei in St. Florian 28.10.1947 Hönig Karl, Ziegler Franz, Aigner Georg, Dir. Koberstein, Pfarrer Brunner, Ing. Schiffer, Massak (Chauffeur), Bgm. Schimpfhuber und Karl Großtesner Die Lieferung der Glocken wurde bis anfangs Dezember zugesagt und die Glockenweihe für 7. Dezember festgesetzt. Im letzten Augenblicke wieder verlangte die Glockengießerei eine Menge Eisen für die Montage. Die Haunoldmühle sprang in dieser Not wieder ein und lieferte das Eisen. Am 5. Dezember wurden die Glocken nach Verzögerungsversuchen durch die Glockengießerei nun doch geliefert. Dabei gab es noch einen schweren Kampf und eine bittere Überraschung. Mit 10.Dez. sollte die Währung um 2/3 abgewertet werden, aber vertraglich war die letzte Rate zahlbar am Tage der Lieferung, und so konnte die Glockengießerei die Abrechnung nicht verweigern. Nun aber ergab sich, dass die Glocken um 125 kg schwerer waren als vorher vereinbart war. Dadurch entstand ein bedeutender Preisunterschied, sodaß wir nicht so viel Geld mithatten; ferner mussten wir 30 kg Zinn nachliefern. Den restlichen Geldbetrag übersandten wir am 6. Dez. durch einen Motorradfahrer. Die Sorge um das Zinn blieb. Aber die Glocken waren auf dem Weg nach Grünburg.
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