- 202 - In den ersten Novembertagen wurde das Dach über dem Kircheneingang an der Südseite der Kirche erneuert. Das alte Dach war schon derart schlecht, sodaß das Mauerwerk schon ernstlich Schaden erlitt. Da der Zimmerermeister Aigner, trotz wiederholter Aufforderung, wegen Arbeitermangel keinen Zimmermann schickte, machten sich der Mesner und der Pfarrer selbst an die Arbeit, zimmerten einen neuen Dachstuhl und Herr Schlossermeister Ziegler deckte mit verzinktem Eisenblech ab (früher Schindeldach). 1942 Am 4.6.1942 wurde laut Bauordnung vom Vorsitzenden Stellvertreter Michael Schimpfhuber und Mitglied Michael Steinmayr die Bauuntersuchung in allen kirchlichen Gebäuden abgehalten. Es wurde im allgemeinen alles in Ordnung befunden. Beim Kirchenturm wurde eine allgemeine Außenrenovierung für wünschenswert befunden, die aber derzeit im Kriege nicht durchführbar ist. Im Pfarrhof wurden Schäden an den Dachrinnen festgestellt. Die Fronleichnamsprozession wurde auch heuer wieder auf öffentlichen Wegen verboten. Wir müssen sie daher wieder auf dem alten Friedhof halten. Am 10. Dezember 1941 wurden über Auftrag der staatlichen Behörden die Glocken durch Zimmermeister Georg Aigner abgenommen um für Kriegszwecke verwendet zu werden. Abgenommen wurden: Die 1. ,die große Glocke, Ton G 550 kg, die 2. Ton B 310 kg, die 3. Ton D 170 kg. Die drei Glocken wurden 1923 als Ersatz für die im Weltkriege 1914-1918 abgelieferten Glocken angekauft. Sie stammten von der Firma K.Kutter in Wien. Die alte, kleinste Glocke, wurde vorläufig belassen (130 kg, gegossen 1857 von Johann Holederer, Steyr).
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