Pfarrchronik Grünburg 1873 - 1968

- 184 - Dank schuldig. Insbesondere hat sie das Versorgungshaus der Gemeinde in hervorragender Weise geleitet, hat die Kranken dort gepflegt, hat sich der Waisenkinder dort mütterlich angenommen, ist vor allem den Caritas-Schwestern eine liebevolle und tüchtige Oberin gewesen. Allen geht sie fürchterlich ab. Den Keim der Krankheit hat sie sich geholt in Ausübung des Krankendienstes in einer Kindertuberkulosenabteilung in Mondsee vor etwa 9 bis 10 Jahren. Nun zum 2. mal rezidiv geworden hat sie sich nicht geschont bis sie, etwa Mitte Dezember, starkes Fieber auf das Krankenbett warf. Man musste das Ärgste befürchten. Im Jänner wich das Fieber und man gewann wieder Hoffnung. Der Arzt erlaubte täglich eine Stunde auf dem Lehnstuhl. Am Tage darauf 14. Februar 1932 ½ 9 vormittags trat ein heftiger Blutsturz ein, dem die gute Schwester erlag. Der Vergelter alles Gutem möge ihr überaus großer Lohn sein! Grünburg und der Pfarrer Neumayer werden die Schwester Agnes nie vergessen. Das Leichenbegräbnis gestaltete sich zu einer imposanten Ovation für die Verstorbene. Der Ortspfarrer widmete ihr am Grabe einen ergreifenden Nachruf.

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