Pfarrchronik Grünburg 1873 - 1968

- 168 - Am 13. Dezember 1928 starb plötzlich an Herzschlag der Nachbarspfarrer von Nußbach hochw. Herr Stephan Panholzer, Kapitular des Stiftes Schlierbach, derselbe war als eifriger Wünschelgänger zur Wassersuche in Sattledt bei Kremsmünster. Nach beendeter Arbeit wollte er sich die neue Kirche anschauen und fuhr in einem Wagen dahin. Als er aussteigen wollte, wurde er vom Herzschlag getroffen aus dem Wagen gehoben, ins Gasthaus zu Bette gebracht, wo er etwa 10 Minuten darauf schon verschied. Am Tag darauf wurde er mit Leichenwagen nach Nußbach gebracht, wo am 17. Dezember um 10 h vormittags die Leichenfeier nach Zisterzienserritus stattfand. In Vertretung der Pfarre Grünburg nahm hochw. Herr Cooperator Josef Uttenthaler teil und lass für den Verstorbenen in der Pfarrkirche in Nußbach eine hl. Messe. Der Ortspfarrer konnte wegen seines Fußleidens nicht teilnehmen, da eine Heimfahrt mit der Bahn nicht möglich gewesen wäre, ebenso wenig eine Fußwanderung von Nußbach nach Grünburg. A subitanea et improvisa morte libera nos Domine! 1929 Am Anbetungstage hielt H.H. Direktor P. Kraner der Niederlassung der Salesianer Don Bosco in Linz eine Werbepredigt für diese Gründung, die einen sehr erfreulichen Erfolg hatte (163 Schilling 90 Groschen Sonntagsergebnis), zumeist durch Schulkinder und der mar. Jungfrauenkongregation durchgeführt. Laut Mitteilung der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf ist Hermine @@@@@, ledig, Gutshofbesitzerin in Leonstein, geb. am 10. Dez.1887 in Grünburg am 24. April 1929 aus der Röm. Kath. Kirche ausgetreten. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der kath. Frauenorganisation Grünburg wurden hauptsächlich über Anregung des geistlichen Beirates hochw. Herr Coop. Josef Uttenthaler Heimexerzicien für Frauen von H.H. Pater Wenzl Rasebke aus Hamberg gehalten, an denen 52 Frauen teilnahmen. Der Erfolg war ein recht erfreulicher. Mögen die Früchte diese ersten geistlichen Übungen in Grünburg viel Segen bringen. Für das nächste Jahr sind Heimexerzicien für Männer geplant. Die Exerzicien dauerten von Sonntag 28. April bis 1. Mai früh. Am Schlusstage celebrierte der Ortspfarrer ein feierliches Hochamt, bei den der Musikchor die Schubertmesse tadellos zu Gehör brachte. Nach der Maiandacht war Festversammlung im herrlich gezierten Saale im Unterhause. Eine Rednerin vom Sekretariat sprach über die Aufgaben der Frauenkongregation, H.H. Philibert von Pettenbach über die Frau für das kath. Leben. Der Ortspfarrer brachte in humorvoller Weise seinen Glückwunsch. Die mar. Kongregation besorgte den unterhaltenden Teil. Der geistliche Beirat sprach den offiziellen Dank allen, die sich um diese Feier verdient gemacht hatten. Eine weiße Casel wurde tamburiert und neu gefüttert und dadurch wieder gebrauchstüchtig gemacht durch die ehrw. Schwestern von der Marienanstalt in Linz. Preis 58 Schilling.

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