- 166 - Das Eingangstor, sowie die beiden Gittertüren, wurden vom Herrn Schlossermeister Franz Ziegler um den Preis von 800 Schilling fertiggestellt. Die Arbeit mit der Mauer begann am Mittwoch nach Ostern, den 11. April, und war am 27. Juni beendet. Die Kosten der neuen Friedhofmauer sind folgende: I. Zement 26.670 kg und zwar 26.650 kg zu 9 Groschen --““-- 20 kg zu 10 Groschen 2.398.50 2.-- II. Maurerlöhne einschl.263.90 Meistergebühr 1.319.53 III. Bauaufseher Wetchi 252.-- IV. Taglöhner (Wagnerebner-Stöger) für letztere Krankenversicherung 697.80 55.30 V. Eingangstor und 2 Gittertüren 800.-- VI. Betoneisen von der Haunoldmühle (ermäßigt) 54.62 VII. Sand v.Ebmer (5 Fuhren und 4 Wagen) 100.-- VII. Fracht für 4 Wagen Sand 67.60 IX. Latten, Stifte, etc. Barausgaben = 24.92 5.772.27 X. Wert der Robott 10 Tage mit 2 Pferden = 150.- 100 Tage mit 2 Ochsen = 1.200.- 350 Tage Handrobott = 1.400.- 1.250.-- XI. Schotterwert ca. 500 Fuhren a 0.50 250.-- XII. Verschalungsholz von der Haunoldmühle etwa 250.-- XIII. Naturalleistung des Pfarrers mindest. 100.-- XIV. Zugangstausch etc. 7.73 3.357.73 Hinzu die Barausgaben 5.772.27 -------- 9.130.00 Wenn die Robottleistungen zum selben Werte angenommen würden, kämen wohl die Gesamtkosten auf über 10.000 Schilling. Da die Gesamtlänge der Mauer 4 mal 53 = 212 Meter beträgt, kommt rund der laufende Meter auf 43 Schilling; eine ganze Familiengrabstätte hat 4m 80cm daher käme eine solche auf 206 Schilling. Der Stiftungspreis einer Familiengrabstätte wird für 30 Jahre mit 160 Schilling festgesetzt. Nach Ablauf von 30 Jahren soll ein mäßiger Anerkennungszins geleistet werden. Zur Vollendung der Mauer musste der Pfarrer von der Sparkasse Grünburg ein Darlehen von 2.000 S aufnehmen, wofür er als Deckung sein Sparbüchl deponierte. Die Schuld ist durch die Einnahmen von Familiengrabstätten bis auf 1.200 S bezahlt. Den Mitgliedern des Friedhofkomitees gehört für ihre aufopferungsvolle Arbeit der innigste Dank, und insbesondere dem Herrn Direktor Koberstein, der durch seine Erfahrungen im Betonbau die richtigen Directiven gab und durch Gratisbeistellung des Schotters und des Verschalungsholzes die Kosten wesentlich verringerte. Möge der Vergelter alles Gute alle diesen Herren und alle, die mitgewirkt haben an diesem großen Werke, segnen und dem Reichtum seiner Gnaden und ihnen ein gutes Ruheplätzchen im Himmel geben.
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