- 160 - Für dieses Bild wurde eine Grabnische am Altartisch angebaut und felsenähnlich hergerichtet und diese Nische mit unsichtbaren elektr. Glasröhren beleuchtet. Für das Allerheiligste wurde ein eigenes Depositorium über den Tabernakel errichtet. Der herrliche Baldachin und die Hinterwandverkleidung aus Seide mit Stickerei des heiligst. Jesu Namen in echt Gold, ist eine Arbeit der ehrwürdigen Salesianerinnen in Gleink und kostete 175 Schilling. Mittels eines Reflektors wird das Expositorium stark elektr. beleuchtet. Um die Malerarbeiten hat sich sehr verdient gemacht Herr Johann Traunfellner, Beamter der Steyrtalbahn in Pension und um die Tischlerarbeiten Herr Michael Steinmayr sen. und um die elektr. Installierung Herr Franz Steinmayr jun. Es gebührt ihnen für ihr selbstloses Arbeiten der wärmste Dank! Sie haben auch die Aufstellung des hl.Grabes vorgenommen, während die ehrw. Schwestern und Frl. Traunfellner den Blumenschmuck besorgten. Zur besseren Abdunkelung wurde ein Holzrahmen mit Wappen und ein schwarzer Vorhang angefertigt. @@@@@ Rosina, Häuslerstochter von Wagenhub @, Bedienstete beim @@@@@@ in Wagenhub @, gebar am 21. März einen Knaben, den sie gleich darauf erstickte, ihn in die Wäsche eingewickelt im Kasten versteckte und am darauffolgenden Sonntag, den 27. März, im Abort der Station Unterhaus in die Sickergrube warf, wo er am 16. Mai zufällig bei Entnahme von Jauche vom Hrn. Stationsleiter Leopold Fischlmayr aufgefunden wurde. Die entmaschelte Kindesmutter wurde noch am selben Tage von der Gendarmerie ausgeforscht und in das Bezirksgericht eingeliefert, wo sie ihre Tat als gleich eingestand. Sie wurde zu acht Monaten Kerker mit monatlich 1 Fasttag verurteilt. Das alte Kreuz beim Gartenzaun des Schmiedemeisters Carl Schellmann, Untergrünburg 107, wo die Stationsleichen von Untergrünburg eingesegnet wurden, war einem Sturme zum Opfer gefallen. Der Corpus Christi war in lauter kleine Splitter zerfallen, so dass an eine Restaurierung nicht mehr zu denken war. Anstelle dieses Kreuzes wurde von den Besitzereheleuten des Rahofergute, Michael und Franziska Singer, ein neues Kreuz aus Eichenholz und ein kunstvoll geschnitzter Christus hergestellt. Der Corpus Christi wurde vom Canisiuswerk in Wien geliefert und kostete 150 Schilling. Das Kreuz wurde vom Bindermeister Franz Grabmer kostenlos verfertigt. Am Dreifaltigkeitssonntage, 12. Juni um 3 Uhr Nachmittag, war die Einweihung des Kreuzes mit einer entsprechenden Ansprache unter Teilnahme einer zahlreichen Menschenmenge aus der Nachbarschaft und Umgebung. Da der Ortspfarrer Josef Neumayer am 26. Juli 1896 die Priesterweihe empfing, wäre das 30-jährige Priesterjubiläum auf das Jahr 1926 gefallen. Leider musste von der damals geplanten Feier Abstand genommen werden, da College Pfarrer Mayrhuber von Aurolzmünster am 1. August 1926 mit Tod abging. Es wurde daher die Jubelfeier verschoben und, durch die Vermittlung des Collegen Hofrat Dr. Franz Berger und Theologieprofessor Dr. Josef Großam, in Vöcklabruck bei den ehrw. Schulschwestern am Pfingsdienstag, den 7. Juni 1927, gehalten. Aber auch die Pfarrgemeinde Grünburg ließ es sich nicht nehmen, ihren Pfarrer zum 30jährigen Seelsorgerjubiläum eine Feier zu bereiten. Es bildete sich ein Comite an dessen Spitze der hochw. Herr Cooperator Josef Uttenthaler, Herr Matthias Gaspelmayr und Herr Johann Traunfellner standen, das auch die bedeutenden Kosten für das Fest aufbrachte.
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