- 148 - Bei der Einweihung des Friedhofes wurde auch das neue Friedhofkreuz geweiht. Das Lärchenkreuz ist vom alten prov. Kriegerdenkmal, der Christuskörper ist aus Guss und echt wetterfest vergoldet. Derselbe kostete 1.900.000 K. Die am 24. November verstorbene Frau Theresia Laglstorfer, Besitzerin des Zaunergütels hat hierzu 500.000 K als Legat gespendet. Vergelts Gott! Unter den Andächtigen bei der Friedhofeinweihung befand sich auch Herr Johann Gaspelmayr, ein Bruder des Besitzers des Ebnergute in Untergrünburg, derselbe wäre, da er am 22. November gestorben ist, der erste gewesen, wenn der Friedhof sogleich nach der Weihe seiner Bestimmung zugeführt worden wäre. Die Benutzung des neuen Friedhofes beginnt mit dem ersten Sterbefall im Jahre 1925. Dieser eben erst genannte Johann Gaspelmayr, ein einfacher Dienstknecht im Hause Ebner, hat seine geringe Habe (1 Million Kronen) zu kirchlichen Zwecken gespendet. Der Ortspfarrer hat dafür ein neues Messbuch angeschafft um 928.000 K und das übrige auf hl. Messen zur Seelenruhe des guten „Hausen“ verwendet. Eröffnung des neuen Friedhofes Der neue Friedhof sollte mit dem ersten Sterbefalle im Jahre 1925 eröffnet werden. Es hatte fast den Anschein, als ob wirklich niemand in den neuen Friedhof hineinwollte. Die alte Mitbesitzerin des Krampengutes in der Wagenhub, meinte man einige Tage vor Neujahr, würde die erste werden, aber sie tummelte sich so mit dem Sterben, dass noch am 29. Dezember ihre Seele dem Schöpfer zurück gab. Der letzte im alten Friedhof war der Kaminfegermeister Theodor Weiß, der am 31. Dezember starb. 1925 Im neuen Jahr war fast schon der Monat Jänner vorbei, als der erste Todesfall gemeldet wurde (27. Jän.). Ein kleines Engerl im Alter von 7 Wochen, das Zwillingsschwesterl Cäcilia Grillmayr von Untergrünburg 87, eröffnete die Pforten des neuen Friedhofes am 29. Jänner 8 Uhr früh. Am Tag darauf zog ein ins neu eröffnete Totenreich Herr Gustav Girzikovsky, Bürgerschuldirektor i.P., der Vater unseres Gemeindearztes Herrn Dr. Josef Girzikovsky. Mission In der Karwoche von 5. bis 12. April wurde in der hiesigen Pfarrkirche von den hochw. P.P. Franziskanern eine Volksmission abgehalten, und zwar von den hochw. Patres Sisinius Bader, Missionär von Maria Schmolln, Heribert Abfalter, Missionär von Pupping und Theodor Kirchlechner, Missionär aus Pupping. Die Mission war ausgezeichnet besucht, namentlich am Eröffnungstage sowie am Karsamstag bei der Arbeiterpredigt und am Ostersonntag bei der Schlussfeier erwies sich die Kirche als weit zu klein. Es wurden über 1400 Beichten abgenommen und etwa 2000 hl. Communionen ausgeteilt. Hätte der Charfreitag die Austeilung der hl. Communion erlaubt, so wäre die Zahl noch bedeutend größer geworden.
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