Pfarrchronik Grünburg 1873 - 1968

- 142 - 1. Pfarrer Josef Neumayr 2. Frau Bgm. Maria Aigner 3. Thersia Edlinger, Metzenhuberin 4. Theresia Laglstorfer, Reitbäuerin 5. Bgm. Georg Aigner 6. H.H. Coop. Josef Putscher 7. Karl Großteßner, Niedernhuber 8. Bruno Neubert, Dir. der Haunoldmühle 9. Josef Wasserbauer, Baumgartner 10. Michael Schimpfhuber, Schatz im Hof. 11. Franz Rohrauer 12. Johann Brandstätter, Voitsberger 13. Ludwig Neubacher, Förster 14. Josef Englstorfer, Bäckermeister 15. Johann Schwarz, Kammfabrikant 16. Anton Farthofer, Fabriksaufseher 17. Matthäus Gaspelmayr, Ebner Renovierung der Zifferblätter und Zeiger am Kirchturm. Auf der West- und Südseite waren diese schon sehr verwittert und rostig. Der Pfarrer benützte die Anwesenheit des Kranichs und Seiles zur Renovierung der beiden Zifferblätter, die Herr Malermeister Anton Windhager aus Steinbach in anerkennungswerter Weise besorgte. Er ließ sich in einem Kasten mit den Kran aufziehen und arbeitete auf den freien lichten Höhen. Zum Glück war auch immer schönes Wetter. Die Hälfte der Kosten im Betrag von 41.000 K hat die Patronatsherrschaft zu leisten zugesagt. Zu den Glocken hat sie die letzte Million geleistet. Am 28. Mai verunglückten 2 ehrwürdige Schwestern durch Scheuen des Pferdes. Frau Oberin der ehrw. Franziskanerschwestern in Linz, die amtlich bei den hiesigen Schwestern zu tun hatte und Schwester Wilburgis, die beim Beer in Steinbach war, fuhren um ihre Rückreise anzutreten, mit Frau Beer, welche selbst den Wagen lenkte, nach Bad Hall. Beim Bahnhofe in Grünburg scheute das Pferd und lief der Humpelmüllerbrücke zu und schleuderte die Insassen des Wagens direkt in das Flussbett der Steyr und zwar an einer wasserlosen, aber sehr steinigen Stelle. Frau Oberin erlitt einen Bruch des rechten Oberarmes und verschiedene Quetschungen und Erschütterungen, Schwester Wilburgis eine stark blutende Verletzung am Kopfe, Quetschungen am Kreuze usw. Beide Schwestern mussten circa acht Tage das Bett hüten und große Schmerzen leiden. Erst am 7. Juni konnten sie nach Linz zurückreisen. Mögen sie bald wieder ganz gesund und von Unfällen in Zukunft verschont bleiben.

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