- 141 - Das Aufziehen der Glocken besorgte Herr Zimmermeister Georg Aigner in der Person des tüchtigen Zimmerpoliers Stephan Brandhuber, die Aufmontierung nahm im selbstloser Weise gratis Herr Ziegler vor. Alles ging rasch und ohne Unfall vor sich. Alles freute sich über das gelungene Werk. Nur Herr Hermann Grammer, Besitzer des Rottenhubergutes, der die Glocken so feierlich mit seinen Böllerschüssen begrüßte, der zum Ausladen in Steyr seinen Sohn geschickt, der zum Festzug den Vorspann beim Glockenwagen leistete, er konnte nicht dabei sein, denn er lag schwer krank darnieder. Er starb schon am Dienstag darauf und war der erste, den die Glocken zu seinem letzten Gange läuteten. Man hat deshalb mit dem Begräbnis bis zum Charsamstag gewartet. Möge ihm der Herr seinen Eifer für das Zustandekommen der Glocken, sowie überhaupt seine Bemühungen die die Ehre Gottes und für die christl. Sache reichlich vergelten. (er war lange Jahre Böllerschütz zu Fronleichnam in Schweinsegg und tätiger Vertrauensmann des kathol. Volksvereines). Die Kosten bei der Firma Kutter für die Glocken betrugen pro kg 3.8 Goldkronen; ein Teil davon wurde mit Holz (weiche Scheiter) bezahlt. Es wurden über 29.000 kg in Unterhaus verladen und per 100 kg mit 2 Goldkronen verrechnet. Der übrige Teil wurde teils zu 14.250 K, teils zu 14.400 K pro Goldkrone bezahlt. Die Gesamteinnahmen betrugen 55.797.432 Kronen und 29.324 kg Holz a 2 Goldkronen. Die Gesamtausgaben betrugen 52.291.231 Kronen und 29.324 kg Holz a 2 Goldkronen. Daher Überschuss von 3.506.201 K, welcher zur Sanierung der Zifferblätter, und eventuell einer Orgel, verwendet wird.
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