Das Kloster der Karmelitinnen in Gmunden

len ihr Haus (das Herverstorffsche Frei¬ haus in der Vorstadt Traundorff samt Garten, einer Wiese und kleinem Waldgrund und ihr Vermogen zur Grundung eines Frauenklo= sters in Gmunden verwenden. Dieser Vorschlag gefiel aber den sonst so frommen Geschwistern Traweger nicht; be¬ sonders Johann Traweger war dagegen. Ja er außerte sogar: solange er lebe, werde sein Haus kein Kloster werden. Nun geschah es, daß den Geschwistern auf ungerechte Weise ihr Haus genommen wurde. Damit schien auch die Grundung eines Frauenklo= sters endgültig erledigt zu sein. Johann Traweger war durch das Unglück, das ihn und seine Geschwister durch den Verlust und das erlittene Unrecht getroffen, so erschüt¬ tert, daß er das Versprechen machte, wenn er und seine Geschwister wieder in den Besitz des Hauses gelangen sollten, es sogleich zu einer Klostergrundung herzugeben. Und wirklich bekamen sie wieder ihr Haus und trachteten jetzt darnach, ihr Versprechen zu erfüllen. Doch gab es noch viele Schwierigkeiten. Zunächst fanden sie niemand, der sich um die Grundung annahm. Da wendeten sie sich an den Hochwürdigsten Herrn Bischof von Linz, Gregorius Thomas Ziegler, der freudig auf das Anerbieten einging. In seinem Auftra¬ ge müßte Pater Jldephons, der damalige Prior der Karmeliten in Linz, wegen einer Neugrundung in Gmunden mit den Kar¬ melitinnen in Prag in Unterhandlung tre¬ ten. 5

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