-- Die Wege Gottes sind unerforschlich. Dies zeigte sich auch bei der Grundung des Klosters der Karmelitinnen in Gmunden. Eine Konvertitin aus Livland (Rußland) war ausersehen, die Anregung zu dieser Gründung zu geben. Aloisia Petro¬ witsch, die Tochter armer evangelischer Landbewohner in Livland, hörte einst eine Aeußerung, daß die Katholiken bei Gott bes¬ ser stünden als die Protestanten. Sie fühlte seit dieser Zeit ein großes Verlangen, den katholischen Glauben kennen zu lernen. Bald darauf kommt sie nach Riga in Stel¬ lung, dort lernt sie den katholischen Glauben kennen, erhalt von Jesuiten gründlichen Unterricht und wird Katholikin. Sie macht von ihrem Herzensglück ihrer Mutter und ihren Geschwistern Mitteilung und führt auch diese dem katholischen Glauben zu. Nach einiger Zeit hörte sie von der be¬ gnadeten Anna Katharina Emmerich und erfuhr, daß es in Deutschland auch Frauen¬ klöster gebe. Von dem Wunsche beseelt, Ka¬ tharina Emmerich kennen zu lernen und wenn möglich in ein Kloster eintreten zu können, machte sie sich Ende Winters mit ihrer Schwester auf und wanderte zu Fuß nach Deutschland. Sie kommen wirklich zu Katharina Emmerich, erbauen sich an dieser
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