Vorsehung waltete sichtlich über dem Klo= ster. Zur Zeit der größten Nor stellten sich immer wieder Almosen ein. Es kam der Umsturz mit seinen Schreck¬ nissen, die Folgen des verlorenen Krieges machten sich geltend; die Teuerung stieg, die Entwertung des Geldes, die Inflationszeit spurte das Kloster gar sehr. Die Schwestern hatten den hl. Joseph zum Hausvater bestellt und der hl. Nahrvater Christi erwies sich in diesen so schweren Zeiten immer noch als mächtiger Schützer und Helfer. Eines Tages tam ein Herr ins Sprechzim¬ mer und übergab 1000 Kronen als Almosen und noch 5 Flaschen Wein, 2 Flaschen Oel und 1 Kilogramm Butter, was damals auf 350 Kronen kam. Dieser Herr hatte mit dem Kloster keine Beziehungen; die Schwestern waren ganz erstaunt, daß sich Gott dieser Person als Werkzeug der Nächstenliebe be¬ diente. „Am Schlusse dieses in der Geschichte ein¬ zig dastehenden Jahres (1919) voll Wirren, Unruhen und Gefahren jeder Art (heißt es in der Chronik) können wir nur aus dem Grunde unserer Herzen dem himmlischen Vater unsere innigsten Dank= und Bittge¬ bete stammeln beim Rückblick auf all die va¬ terliche Fürsorge, die wir das ganze Jahr so augenscheinlich genossen, trotz der zunehmen¬ den außergewöhnlichen Teuerung, so daß wir immer durch Gottes stets sorgende Vatergute das Notwendige hatten. Man sah klar, daß diejenigen, die auf die Vorsehung Gottes vertrauen, nicht zuschanden werden. Immer wieder ließ uns der Herr neue hilfsbereite 37
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