geschmückt. Die ganze Dekoration besorgten die Schwestern selbst. Eine wichtige Frage für das Kloster wur¬ de im Oktober 1903 günstig gelöst: es wurde das Wasser aus der städtischen Wasserleitung in das Kloster eingeleitet. Bisher hatte das Kloster das Wasser aus dem sogenannten Heiligen Brunnen bezogen, das aber an Qualität und Quantität häufig nicht ent¬ — Im nächsten Jahre wurde die Kir¬ sprach. che durch den Gmundner Maler Engellachner renoviert und im Dezember 1905 konnte das elektrische Licht in das Kloster und die Kirche eingeleitet werden. Eine einzigartige Feierfand anfangs Februar 1914 statt, die Priorin Mutter Sera¬ phine begann das 20. Jahr ihres Priorates. So sehr hatte Mutter Seraphine durch ihre mütterliche Vorsorge und durch ihren erbau¬ lichen Lebenswandel das Vertrauen der Schwestern erworben, daß sie immer wieder nach Ablauf der dreijährigen Funktionsdauer zur Priorin gewählt und von Rom aus be¬ stätigt wurde. „Großer Jubel unterbrach in den Tagen des 3., 4. und 5. Februar 1914 die ruhige Stille unseres Klosters," heißt es in der Chronik. „Was diese ausgezeichnete Mut¬ ter Priorin in den 20 Jahren ihres ausge¬ zeichneten Priorates geleistet, das steht nicht nur im Himmel aufgezeichnet, auch das Sicht¬ bare auf Erden verkundet ihren unermüd¬ lichen Fleiß, ihre unbesiegbare Energie, ihre immerwährende Sorge um das Wohl und Gedeihen des Hauses, ihre Umsicht und 35
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2