ses Anliegen dem hl. Joseph. Auf eine neue Eingabe erfolgten wieder Kommissionen; die Nachbarschaft und die Stadtgemeinde Gmun¬ den sprachen sich gegen eine Gruft aus. Un¬ term 22. Februar 1900 wurde vom Ministe¬ rium die Zustimmung zum Bau einer Gruft im Klostergarten ausgesprochen. Die Stadt¬ gemeinde Gmunden wollte gegen diese Be¬ willigung den Rekurs ergreifen, doch stand sie schließlich davon ab. — So konnte mit dem Gruftbau auf dem von der Kommission be¬ zeichneten Platze in der Mitte des Gartens begonnen werden. Es wurden 20 Nischen zur Aufnahme der Sarge in die Gruft ein¬ gebaut; über der Gruft selbst wurde eine Kapelle errichtet. Nach Vollendung des Baues wurde das ausgegrabene Material zur Planierung des Gartens unter fachmän¬ nischer Anleitung verwendet. Herr Fabri¬ kant Johann Jax aus Linz, dessen Tochter ins Kloster eingetreten war, ließ den Gar¬ ten auf seine Kosten sehr zweckdienlich her¬ richten. Die Einweihung der Gruft und der Ka¬ pelle nahm der Hochwürdigste Herr Bischof Franz Maria Doppelbauer am 24. November 1900 vor. Am 5. Februar 1901 wurden die Ueberreste der verstorbenen Schwestern aus der Friedhofgruft erhoben und in die neue Gruft übertragen unter Aufsicht des Bezirks¬ arztes, der sich nach der Beisetzung vom vor¬ schriftsmäßigen Verschluß der Nischen über¬ zeugte. Im Jahre 1907 wurde die Gruft nach den Plänen der damaligen Priorin Mutter Seraphine mit verschiedenen Mu¬ schein mosattartig geziert und mit Symbolen 34
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