Das Kloster der Karmelitinnen in Gmunden

Als Priorin wurde Schwester Maria Jose¬ pyä gewählt. Am 8. April 1891 kam Bischof Franz Ma¬ ria Doppelbauer nach Gmunden, um die Schwestern zu besuchen. Anfangs 1894 herrschte im Kloster die In¬ fluenza, bis auf zwei Schwestern waren alle krant; durch 14 Tage müßte das gemein¬ same Chorgebet unterbleiben. Ende Juli 1897 war Hochwasser. Der untere Teil von Traundorf bis herauf zum Klosterplatz war überschwemmt, so daß man nur mit Kähnen verkehren konnte. Es war Gefahr, daß das Wasser auch in das Kloster kommen könnte. Unter Tags mußten wah¬ rend des Hochwassers die beiden Tore im Garten offen bleiben, damit die Leute einen Verbindungsweg haben. Es machte sich in diesen Tagen auch der Mangel an Brot be¬ merkbar, weil die meisten Bäcker wegen der Ueberschwemmung nicht backen konnten. Der 8. November 1897 war ein Freuden¬ tag für das Kloster, es war der Ordens¬ General der Karmeliten Pater Bernardinis a. S. Theresia nach Gmunden gekommen; er zelebrierte in der Klosterkirche und besichtig¬ te das ganze Kloster und den Garten. Der Pater General sah auch, daß im Parterre des Klosters einige Räumlichkeiten ganz feucht waren; er gab den Schwestern den dringen¬ den Rat, Adaptierungen und einen Aufbau vorzunehmen, damit für die Gesundheit der Schwestern besser gesorgt sei. Bereits im nächsten Jahre wurden die Adaptierungen im Kloster vorgenommen, das Geld hatten die Schwestern durch Spen¬ — 31 -

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