Das Kloster der Karmelitinnen in Gmunden

Am 17. September 1876 war das Schleier¬ fest der Schwester Maria Theresia im stillen Karmel, an dem sich viele Hoheiten beteilig¬ ten. Schwester Maria Theresia (Sartori), eine Großnichte der Priorin Mutter Elekta, kam in ihrer Jugend nach Wien und wurde bei Verwandten, die bei Hof angestellt wa¬ ren, erzogen. Mit 19 Jahren ehelichte sie den Akademie=Professor Trost, mit dem sie 30 Jahre in glücklicher Ehe lebte. Den Som¬ mer verbrachte sie öfter mit ihrem Gemahl in Gmunden, wo sie ihre Großtante näher kennen lernte. Nach dem Tode ihres Ge¬ mahls kam sie zur Erholung nach Gmunden. Hier fand sie bei den Schwestern auch reiche Betätigung im Schmucke der Kirche, die da¬ mals renoviert wurde. Sie zeigte immer mehr Vorliebe für das Klosterleben und bat schließlich um die Aufnahme, die ihr nach längerer Prüfung gewährt wurde. Am 31. Ottober 1871 wurde sie eingekleidet und er¬ hielt den Namen Maria Theresia von Jesus. Nachdem verschiedene Schwierigkeiten glück¬ lich gelöst waren, legte sie am 13. September 1876 die Gelübde ab. Zum Schleierfeste ka¬ men die höchsten Herrschaften, die damals in Gmunden weilten, weil ihnen die Schwester von früher bekannt war. Die Herzogin Maria Theresia von Württemberg übernahm die Stelle der Brautmutter, Prinzessin Chri¬ stine, die Tochter der Erzherzogin Elisabeth, war Kranzbraut. An der Feier nahmen teil. Erzherzogin Elisabeth mit dem Prin¬ zen Eugen, Großherzogin Marie Antoinette, ihr Sohn Erzherzog Karl Salvator, dessen Kinder Leopold und Franz, Theresia und 29

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ4MjI2